Sex kann einen Großteil unseres Leides lindern

6 Februar, 2019
Sex verbessert das Wohlbefinden, denn dabei werden Endorphine und andere wichtige Wirkstoffe frei, die sehr förderlich sind.

Sex ist ein instinktiver Trieb, der in vielen Kulturen lange unterdrückt oder als negativ betrachtet wurde. Noch immer ist diese Einstellung weit verbreitet, doch aus verschiedenen wissenschaftlichen Studien geht hervor, dass ein aktives Sexualleben viele Vorteile hat:

  • Damit kann man Angstgefühle und andere negativen Emotionen reduzieren,
  • Schlaflosigkeit lindern und
  • das Selbstwertgefühl verbessern,
  • das Immun- sowie Kreislaufsystem kann man stärken,
  • der Stoffwechsel wird angeregt und
  • die Lebenserwartung erhöht.

Sex: Chemie des Wohlbefindens

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Die Ausschüttung von biochemischen Substanzen während des Geschlechtverkehrs hat verschiedenste Vorteile. Einige davon sind:

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  • Sex fördert die Schönheit, denn dabei werden Hormone freigesetzt werden, die attraktiver machen. Haut und Haare strahlen, der Blick gewinnt an Leuchtkraft, denn bei Sex produziert man Östrogen und Testosteron und es kommt zur Synthese von Kollagen.
  • Er ist weitaus effektiver als eine Anti-Aging-Creme, da man Hormone, wie z.B. Dehydroepiandrosteron (DHEA) ausschüttet, die die Langlebigkeit fördern.
  • Prolaktin ist ein natürliches Entspannungsmittel, das nach dem sexuellen Höhepunkt frei wird. Diese Substanz führt außerdem zu einem angenehmen Geruch.
  • Auch für das Herz ist Sex gut, denn dieser kann man mit Sport vergleichen und es kommt zu einer erhöhten Herzfrequenz.
  • Der Stoffwechsel wird dabei ebenfalls angeregt. Darüber hinaus trainiert man die aktiven Körperteile (beispielsweise das Becken). Durch die Scheidenkontraktionen und Spasmen der Schließmuskeln des Afters und der Harnröhre stärkt man auch die Muskeln, was deren Kontrolle verbessert.
  • Er wirkt auch wie ein Schmerzmittel, dadurch kann man Beschwerden lindern, weil man Endorphine und Kortikosteroide freisetzt, die nervenberuhigend wirken.
  • Das ausgeschüttete Oxytocin hat stresshemmende Wirkungen und verringert den Blutdruck und den Herzrhythmus.

Darüber hinaus hat Sex wichtige Vorteile für den Gemütszustand und hat keine Nebenwirkungen. Die Theorie von Platon, Sex führe vor einem Wettkampf zu einem Leistungsabfall, ist vollkommen veraltet und falsch.

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Sex fördert die Gesundheit

Die Vorzüge eines gesunden Sexuallebens sind unglaublich. Dabei geht es nicht nur um den Geschlechtsverkehr als solchen, sondern auch darum, Bedüfnisse, Wünsche und Gefühle zu erkennen.

Es lohnt sich, ein sexuelles Bewusstsein zu erarbeiten, das das psychologische, körperliche und emotionale Gleichgewicht fördert, denn Unverständnis führt nur zu Frust und negativen, schädlichen Emotionen und Gefühlen.

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Selbsteerkenntnis ist ebenfalls ausschlaggebend

Um sexuelle Beziehungen zu genießen, muss man Ängste ablegen und den eigenen Körper, Gefühle sowie das Verlangen erforschen und erkennen. Dies ist auch für ein aktives Sexualleben in einer Beziehung sehr wichtig.

Erforsche deinen Körper und finde heraus, was dir gefällt und was dich befriedigt. Nur so kann dein Partner dich beim Sex glücklich machen.

Die Lust, die dein Körper experimentiert, ist wie eine Liebeserklärung an dein Selbstwertgefühl, eine persönliche Genugtuung, die intimste Kommunikation. Hier sind alle Sinne im Spiel, welche innere, körperliche und emotionale Bedürfnisse erfassen.

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Erlaube dir, dich mit deiner Natur zu verbinden und du wirst die Vorteile erfahren und dein Wohlbefinden verbessern. Lege Vorurteile ab und überzeuge dich selbst davon, dass ein aktives Sexualleben in guten und schlechten Zeiten dein Wohl fördert und dir gut tut.

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