Wie werden Therapiekissen zur Linderung von Schmerzen hergestellt

· 29 September, 2016
Je nach Art der Schmerzen kann ein Therapiekissen kalt oder warm genutzt werden, wobei die Temperatur der Haut nicht schaden sollte.

Nach einem hektischen, anstrengenden Tag und Überbelastung treten häufig Muskelschmerzen auf. Verantwortlich dafür sind meist eine falsche Haltung, Überanstrengung beim Sport oder Stress. Ein Therapiekissen kann diese Schmerzen lindern.

Um die Symptome zu lindern und die Genesung zu beschleunigen, greifen viele häufig auf schmarzlindernde Arzneimittel zurück, die überdies rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind.

Diese haben jedoch auch Risiken und unerwünschte Wirkungen auf den Organismus. Deshalb empfehlen wir natürliche, schmerzlindernde Alternativen.

Therapiekissenwerden in diesen Fällen beispielsweise schon lange erfolgreich verwendet, um Schmerzen unterschidlichen Ursprungs zu behandeln. Diese sind rein natürlich und umweltfreundlich, preiswert und einfach selbst herzustellen.

Lerne mit uns heute, dein eigenes Therapiekissen herzustellen!

Vorteile eines Therapiekissens

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Therapiekissen werden aus einem weichen Baumwollsack hergestellt, der dann mit verschiedenen Arten von Samen gefüllt wird.

Schon unsere Großmütter verwendeten diese Therapiekissen, die sowohl warm, als auch kalt zur Linderung von Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen usw. genutzt werden können.

Hauptfunktion ist die Aktivierung der Durchblutung im betroffenen Bereich, um Entzündungen sowie Schmerzen zu lindern.

Damit können Kopfschmerzen, Fieber sowie weitere häufig verbreitete entzündungsbedingte Leiden gelindert werden.

Die Samen bzw. Pflanzen, die für die Füllung verwendet werden, haben meist therapeutische Eigenschaften und ergänzen dann die Therapie.

Folgende Pflanzen werden am häufigsten für Therapiekissen verwendet:

  • Leinsamen
  • Weizen
  • Wunderblume
  • Rosmarin
  • Lavendel
  • Pfefferminze
  • Reis
  • Kanariensaat
  • Sesam
  • Sonnenblumenkerne

Das Kissen wird in der passenden Größe hergestellt, es sollte bequem sowie handlich sein.

Lesevorschlag: Leinsamen in die tägliche Ernährung einbauen und diese 10 Vorteile geniessen

Wie wird ein Therapiekissen hergestellt?

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Im Handel werden verschiedene Therapiekissen zur Schmerzbehandlung angeboten.

Wenn du jedoch gerne selbst nähst und etwas Geld sparen möchtest, kannst du zu Hause mit etwas Stoff und preiswerten Samen dein eigenes Therapiekissen herstellen.

Du benötigst dazu

  • etwas Baumwollstoff
  • 1 Nadel
  • Garn
  • Samen oder Reis (die Menge hängt von der Größe des Kissens ab)

Anleitung

  • Als erstes benötigst du ein Stück Stoff, das mikrowellengeeignet sein muss. Du kannst den Stoff eines alten Kleidungsstückes verwenden, um diesen dann wiederzuverwerten.
  • Wähle die Samen oder Körner aus (Leinsamen, Reis sowie Kichererbsen…).
  • Nach Wunsch kannst du auch Kräuter verwenden, um die schmerzlindernden sowie entspannenden Eigenschaften zu verstärken.
  • Nähe die gewünschte Form, bis ein Säckchen oder Kissen entsteht, wobei dann eine kleine Öffnung an einer Seite bleiben sollte, um die Samen einzufüllen.
  • Wenn du nicht nähen kannst, lege die Samen in die Mitte des Stoffes und binde dann die Enden zusammen (wie ein Bonbon).
  • Die Samen und Kräuter in das Kissen geben, dieses jedoch nicht zu sehr fülle.
  • Nun wird der Kissen zugenäht, damit der Inhalt nicht herausfällt.

Leseempfehlung: 3 natürliche Heilmittel gegen Muskelschmerzen

Anwendung

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Je nach Schmerzart kann das Therapiekissen warm sowie kalt angewendet werden.

Warm

Lege das Kissen in die Mikrowelle und erwärme es dann 2 Minuten lang, damit die Samen mindestens 30 Minuten warm bleiben.

Bevor du das Kissen auf die zu behandelnde Zone legst, solltest du sicher gehen, dass das Kissen nicht zu heiß ist, um dich nicht zu verbrennen.

Die Wärmebehandlung wird für folgende Leiden durchgeführt:

  • Muskel- sowie Gelenkschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Sehnenentzündung sowie Nackenschmerzen (Torticollis)

Kalt

Das Kissen in die Tiefkühltruhe legen und dann ca. 2 Stunden erkalten lassen.

Danach auf die betroffene Zone legen und 20 Minuten wirken lassen.

Die Kältebehandlung wird für folgende Leiden durchgeführt:

  • Kopfschmerzen
  • Durchblutungsstörungen
  • Fieber
  • Verstauchung
  • Blutergüsse
  • Insektenstiche
  • Müde Augenlider

Wie du siehst, kann man ein Therapiekissen sehr vielseitig anwenden, um verschiedene Beschwerden einfach sowie schnell zu lindern.

Die Herstellung ist auch sehr einfach. Stelle dein eigenes Kissen her, um es bei Schmerzen immer zur Hand zu haben!

  • HimmelGrün. Rapssamenkissen. https://himmelgruen.at/de/fuellungen/raps-samen
  • T-Online. Welches Körnerkissen ist am besten?. https://www.t-online.de/heim-garten/haushaltstipps/id_71301872/welches-koernerkissen-ist-am-besten-.html