Uterusmyome: 5 Fakten, die jede Frau kennen sollte

11 September, 2020
Obwohl Uterusmyome normalerweise nicht gefährlich sind, solltest du dennoch regelmäßig zum Gynäkologen gehen. So können mögliche Erkrankungen frühzeitig erkannt und rechtzeitig behandelt werden. 

Uterusmyome sind abnormale Massen von Muskelgewebe, die sich auf der Oberfläche der Gebärmutter und selten auf dem Gebärmutterhals bilden.

Wenn eine Frau die Diagnose Uterusmyome erhält, verursacht das viele Ängste. Allerdings solltest du wissen, dass sich daraus nur in 0,5 % der Fälle Krebszellen entwickeln. Das bedeutet, dass sie, obwohl sie gynäkologische Beschwerden verursachen können, sehr selten ein Krebsrisiko darstellen.

Dennoch solltest du regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführen lassen, da Uterusmyome die Fruchtbarkeit und den Hormonhaushalt beeinträchtigen können.

Daher möchten wir heute 5 relevante Fakten mit dir teilen, die jede Frau über die Entstehung und Entwicklung dieser Myome kennen sollte.

1. Was ist ein Uterusmyom?

Uterusmyome - Bild

Uterusmyome sind gutartige Tumore, die insbesondere nach dem 20. Lebensjahr auftreten.

Sie werden auch als Leiomyome oder Fibromyome bezeichnet. Es handelt sich um kleine, runde Gewebemassen. Darüber hinaus kann die Größe der Myome stark variieren, manche sind mikroskopisch klein, andere wiederum können recht groß werden.

Ihr Auftreten hängt häufig mit genetischen und hormonellen Faktoren zusammen. Darüber hinaus sind Uterusmyome eine der Ursachen für Unfruchtbarkeit bei Frauen.

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2. Uterusmyome: Welche Arten gibt es?

Abhängig von der Lage in der Gebärmutter werden Uterusmyome in vier Arten unterteilt:

Submukosale Myome

  • Diese Myome bilden sich direkt unter dem Myometrium, der Schicht, die die Innenwand der Gebärmutter schützt.
  • Sie können sich in die innere Höhle der Gebärmutter erstrecken, und wenn sie wachsen, können sie einen großen Teil davon einnehmen.

Subserosale Myome

  • Dieses Myom bildet sich direkt unter der Serosa, einer Schicht, die die Außenseite der Gebärmutter bedeckt.
  • Dadurch erscheint die Gebärmutter knotig.

Stielmyome

  • Diese Myome gehören ebenfalls zu den subserosalen Myomen. Allerdings wachsen sie im Gegensatz zur vorher genannten Art und lösen sich von der Gebärmutter ab, wobei sie von einem feinen Strang, dem sogenannten Pedikel gehalten werden.
  • Dieser Tumor kann in die Gebärmutterhöhle hinein oder aus ihr heraus wachsen.

Intramurale Myome

  • Diese Myome bilden sich innerhalb der Muskelwand der Gebärmutter. Wenn sie wachsen, können sie sowohl die Innen- als auch die Außenwand ausdehnen.

3. Welche Symptome treten auf?

Uterusmyome - Frau mit Bauchschmerzen

Obwohl in vielen Fällen keine Symptome auftreten, was die Diagnose erschwert, kommt es bei mehr als der Hälfte der betroffenen Frauen zu Veränderungen, die auf das Vorhandensein von Uterusmyomen hindeuten.
Zu den häufigsten Symptomen zählen folgende:

  • Starke und unregelmäßige Monatsblutungen
  • Schwellungen und Schmerzen im Unterbauch
  • Plötzliche Gewichtszunahme
  • Schwierigkeiten, schwanger zu werden
  • Hochrisikoschwangerschaften und -entbindungen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Außerdem können Veränderungen beim Wasserlassen auftreten
  • Darüber hinaus treten Schmerzen in der Lendenwirbelsäule auf

4. Wie wirken sich Uterusmyome auf die Fruchtbarkeit aus?

Zu den häufigsten Sorgen von Frauen, bei denen Uterusmyome diagnostiziert wurden, gehören die Folgen für ihre reproduktive Gesundheit.

Wenn die Tumore eine gewisse Größe erreichen, können sie die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder eine Schwangerschaft erschweren.

Die Gebärmutter selbst nimmt aufgrund der Aktivität von Östrogenen an Größe zu, und da Progesteron während der Schwangerschaft überwiegt, ist es möglich, eine Fruchtbarkeitsbehandlung durchzuführen.

Man muss jedoch beachten, dass ein erhöhtes Risiko für einen unerwünschten Abbruch im ersten Drittel der Schwangerschaft besteht.

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5. Uterusmyome: Welche Behandlungen gibt es?

Uterusmyome - Frau beim Arzt

Viele Frauen, bei denen ein Myom diagnostiziert wird, glauben, dass die einzige Lösung ein chirurgischer Eingriff ist. Allerdings solltest du wissen, dass dies nicht die einzige Behandlungsoption ist. Wenn die Uterusmyome zu klein sind, ist ein operativer Eingriff nicht erforderlich.

Im Allgemeinen werden kleine Myome medikamentös behandelt. Wenn diese Behandlung nicht erfolgreich ist und die Uterusmyome weiter wachsen, ist ein chirurgischer Eingriff unumgänglich.
In diesen Fällen wird eine Myomektomie durchgeführt, die sich auf die Entfernung der Myome konzentriert, ohne die Gebärmutter zu beeinträchtigen. Wenn Komplikationen auftreten, wird eine Hysterektomie durchgeführt, bei der die Gebärmutter teilweise oder vollständig entfernt wird.

Daher ist es sehr wichtig, dass du auf mögliche Symptome reagierst und regelmäßige gynäkologische Untersuchungen durchführen lässt, um eine rechtzeitige Diagnose zu erhalten. Obwohl Uterusmyome normalerweise keine schlimme Erkrankung sind, ist es dennoch ratsam, dich von deinem Arzt beraten zu lassen und möglichst frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen.