Eisenpfannen: langlebige Pfannen für die gesunde Küche

25 Oktober, 2017
Eisenpfannen sind nicht nur besonders robust und langlebig, sondern ermöglichen tolle Ergebnisse beim Braten.

Eisenpfannen sind seit Jahrhunderten bewährt und wurden in der Vergangenheit durch Pfannen aus Aluminium abgelöst.

Insbesondere Pfannen aus Gusseisen bieten jedoch Möglichkeiten, die moderne Pfannen mit Antihaftbeschichtung niemals erreichen können.

Eisenpfannen aus Gusseisen oder geschmiedet

Eisenpfannen aus Gusseisen sind sicher nicht billig in der Anschaffung, aber über ihre gesamte Lebens- und Nutzungsdauer gerechnet sind sie äußerst günstig.

Moderne Alupfannen oder dünne Pfannen mit Antihaftbeschichtung haben oft nur eine kurze Nutzungsdauer und werden schnell entsorgt, weil sich die Beschichtung löst, ihr Boden sich aufwölbt oder sie Dellen bekommt.

Eisenpfannen hingegen sind nahezu unverwüstlich und werden immer besser, je länger man sie nutzt. Grundsätzlich muss man sich entscheiden, ob man die Eisenpfannen aus Gusseisen oder aus Schmiedeeisen möchte.

Die positiven Eigenschaften beider Eisenpfannen sind vergleichbar.

Gusseisenpfannen sind schwer und dick, weswegen sie sich nicht verformen können und Hitze besonders gut und lange speichern.

Geschmiedete Eisenpfannen sind meist etwas dünner und dadurch leichter. Ihr Nachteil ist, dass sie sich bei falschem Erhitzen verziehen können und dabei der Pfannenboden uneben werden kann.

Eisenpfannen für GemüseVor- und Nachteile von Eisenpfannen

Eisenpfannen, egal ob aus Gusseisen oder geschmiedet, sind für sehr hohe Temperaturen geeignet. Insbesondere antihaftbeschichtete Pfannen sind nicht dafür ausgelegt, mit großer Hitze lange Zeit genutzt zu werden.

Eine Pfanne aus Eisen kann nicht nur lange bei sehr großer Hitze genutzt werden, sie speichert diese auch lange.

Leider dauert es auch lange, bis eine solche Pfanne überall gleichmäßig heiß ist, da Eisen sehr schlecht die Temperatur leiten kann.

Ideal sind daher Elektro- oder Induktionsherde, bei denen die Hitze großflächig von unten kommt. Im Gegensatz dazu stehen Gasflammen, bei denen die Hitze nur sehr punktuell auf den Pfannenboden trifft.

Zu Beginn sind Eisenpfannen rostanfällig und alles andere als antihaftbeschichtet. Die natürliche Beschichtung entwickelt sich erst im Laufe der Nutzungszeit, weswegen die Pfanne auch niemals in die Spülmaschine darf, was die Reinigung etwas komplizierter macht.

Pfanne einbrennen

Wenn du eine neue Pfanne aus Eisen kaufst, wirst du vielleicht enttäuscht sein: alles darin bleibt am Pfannenboden haften, alles klebt an und verbrennt.

Das liegt daran, dass die Pfanne zunächst eingebrannt werden muss, um eine natürliche Beschichtung zu bekommen.

Zum Einbrennen musst du die Pfanne mit viel Fett hoch erhitzen und in den ersten Monaten der Nutzung etwas mehr Fett als üblich verwenden.

Bitte achte darauf, dass du die Pfanne im Anschluss niemals mit aggressiven Reinigungsmitteln säuberst, um die sich bildende Beschichtung nicht wieder zu entfernen!

Eisenpfannen für PfannkuchenSind Pfannen aus Eisen gesund?

Oft hört man, dass insbesondere Menschen mit Eisenmangel Pfannen aus Eisen nutzen sollten, weil sich beim Braten etwas Eisen aus der Pfanne heraus lösen würde und in das Essen überginge.

Das trifft allerdings nicht auf Pfannen zu, sondern nur auf Eisengeschirr, welches wie die Pfannen geschmiedet oder gegossen wurde.

Töpfe aus Gusseisen beispielsweise geben beim Kochen eine geringe Menge Eisen an das Essen ab, jedoch auch nur, wenn etwas Säure das Eisen auch aus dem Topf herauslöst.

Da Eisenpfannen ja eine Schicht, die sogenannte Patina, beim Einbrennen bekommen, ist es danach nicht mehr möglich, beim Braten Eisen aus ihr herauszulösen.

Pfannen aus Eisen sind also nicht gesünder als andere Pfannen.

EisenpfannenSpezielle Reinigung der Pfannen

Gusseiserne Pfannen ohne Beschichtung dürfen nicht mit entfettenden Reinigern wie Soda, Spülmittel oder anderen Mitteln behandelt werden!

Sie behalten dauerhaft einen Fettfilm, der sie vor dem Verrosten schützt und im Verlauf der Jahre für ein immer besseres Bratergebnis sorgt!

Manchmal ist doch etwas angebacken und schwer zu reinigen. Es gibt verschiedene Lösungen für dieses Problem.

Zunächst ist es wichtig, die verkrustete Pfanne auszureiben solange sie noch warm ist, denn ist der Dreck in Bratfett gebunden, so ist dieses dann noch weich oder flüssig.

Nimm dazu eine zerknüllte alte Zeitung und reibe damit so lange die Pfanne aus, bis du groben Fettschmutz entfernt hast.

Ein weiterer Trick ist, grobes Salz in die noch warme Pfanne zu streuen. Damit du dir nicht die Finger verbrennst, nimm eine große Kartoffel, schneide sie an und reibe damit auf dem Salz deine Pfanne ab.

So kannst du auch an verkrusteten Stellen Druck ausüben und rubbeln, ohne die Finger in Kontakt mit dem heißen Metall zu bringen.

Salz eignet sich auch dazu, deine unbeschichtete Pfanne im kalten Zustand zu reinigen. Dann brauchst du keine Kartoffel, sondern einfach nur einen feuchten Lappen, um die Pfanne mit dem groben Salz sauber zu reiben.

Verwende niemals Zucker statt Salz! Rückstände von Zucker in der Pfanne könnten sich beim nächsten Erhitzen in die Pfanne einbrennen und sie dauerhaft beschädigen!

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