Was ist das Besondere an Himalayasalz?

Himalayasalz nimmt unter den verschiedenen Sorten von Salz eine besondere Stellung ein. Was ist daran so außergewöhnlich?

Himalayasalz wird in Form von Salzlampen, in Kosmetikprodukten, Nahrungsergänzungsmitteln und alternativen Heilmitteln angeboten.

Das Salz soll zu verschiedenen Zwecken dienen und bei vielen Beschwerden helfen. Was ist das Geheimnis von Himalayasalz?

Warum ist Himalayasalz rosa?

Himalayasalz mit seiner rosafarbenen Erscheinung, gehört zu den sogenannten „Gourmetsalzen“ oder auch Spezialsalzen.

Aufgrund seiner charakteristischen rosa Färbung ist es recht leicht zu erkennen und macht es zu einer attraktiven Erscheinung. Doch warum ist Himalayasalz so rosa?

Im Prinzip und streng genommen entsteht die rosa Farbe von Himalayasalz durch eine Verunreinigung des Salzes, die durch Eisenoxid (im Prinzip nichts anderes als Rost) verursacht wird.

Himalayasalz besteht, wie Meer- oder Steinsalz auch, abgesehen von dieser rosafärbenden Verunreinigung, fast ausschließlich aus Natriumchlorid und wird hauptsächlich in Pakistan abgebaut.

Manchmal findet man Himalayasalz auch unter dem Namen „Alexandersalz“, weil der Legende nach die Pferde Alexanders des Großen dort beim Salzlecken beobachtet wurden und dadurch die Salzlagerstätte entdeckt wurde.

Heute kommt das Hilamayasalz nicht mehr per Pferd zu uns und hinterlässt einen tiefen CO2 Fußabdruck, bevor es als Salzlampe im Wohnzimmer oder im Salzstreuer in der Küche bei uns landet. Macht es Sinn, das so weit gereiste rosa Salz zu verwenden?

Himalayasalz auf einem HolzlöffelIst Himalayasalz gesünder?

Ganz grundsätzlich war jedes Speisesalz, egal welche Farbe es hat und woher es kommt, vor seiner Entstehung nichts anderes als Meerwasser.

Verdunstet das Wasser, bleibt das im Meerwasser gelöste Salz zurück, welches chemisch gesehen Natriumchlorid ist.

Auch teures, weit gereistes oder gut vermarktetes Spezialsalz ist, chemisch gesehen, nichts anderes als Natriumchlorid mit der einen oder anderen Verunreinigung, die ihm dann eine charakteristische Färbung, Geschmack oder Geruch verleiht.

Natürlich enthält Himalayasalz durch die beschriebene Verunreinigung zusätzlich etwas Eisen.

Das ist im Mengenverhältnis jedoch sehr gering vorhanden und macht ein bis drei Prozent aus.

Auf die tägliche Menge Salz gerechnet trägt jegliches Spezialsalz nicht dazu bei, uns in irgendeiner Form mit zusätzlichen, für die Gesundheit positiven Stoffe zu versorgen.

Himalayasalz sieht wunderschön aus. Und genau unter dem Aspekt sollten wir es auch betrachten.

Himalayasalz für SalzgebäckSchadet uns Salz?

Oft wird salzarme Kost empfohlen, völlig gesunde Menschen verzichten plötzlich auf Salz und kaufen Spezialprodukte oder sogenanntes „Diätsalz“, weil sie sich positive Effekte für ihre Gesundheit erhoffen.

Salz zu verteufeln ist zu einfach und kann auch gefährlich werden. Denn ohne Salz geht in unserem Körper nichts!

  • Salz regelt den Wasserhaushalt,
  • ist wichtig für den Aufbau und Erhalt unserer Knochenmasse,
  • reguliert den Nervenhaushalt und
  • auch die Verdauung.

Viel zu viel Salz schädigt jedoch die Nieren und kann Bluthochdruck verursachen, doch unser Körper ist bis zu einer gewissen Menge in der Lage, übermäßig konsumiertes Salz schadlos wieder auszuscheiden und dies selbst zu regulieren.

Auch zu wenig Salz ist schlecht, insbesondere alte Menschen sollten daher nicht vergessen, genügend Salz aufzunehmen!

Wer zu wenig Salz konsumiert, verliert nach und nach das Durstgefühl und trocknet somit buchstäblich aus.

Um jedoch Bluthochdruck und Nierenschäden vorzubeugen, solltest du tatsächlich nicht langfristig zu viel Salz aufnehmen.

Das ist eigentlich ganz einfach, wenn du auf industriell verarbeitete Produkte verzichtest und viel selbst kochst, backst oder herstellst. Das sorgt nicht nur für einen gesunden Konsum von Salz, sondern ist auch sonst deiner Gesundheit zuträglich!

Ist Tafelsalz anders als Himalayasalz?Wie viel Salz ist zu viel?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt maximal 5g Salz pro Tag. Diese Menge entspricht einem kleinen Teelöffel voll Salz.

Das sieht zunächst nach einer ganz schön großen Menge aus, jedoch schließt diese maximal empfohlene Tagesmenge auch alle Salze mit ein, die in unseren täglichen Lebensmitteln bereits enthalten sind.

So ziemlich alle Lebensmittel, die du nicht selbst aus einzelnen Zutaten zubereitest, enthalten Salz: Brot, Wurst, Käse, Backwaren…

Es ist also nicht einfach, den täglichen Konsum von Salz im Überblick zu halten. So kommt es, dass die deutsche Durchschnittsfrau pro Tag 8,4g Salz zu sich nimmt, der deutsche Durchschnittsmann satte 10g. Das ist exakt das Doppelte der empfohlenen Menge!

Dabei ist es völlig egal, ob es sich bei dem Salz um Himalayasalz oder andere als „gesund“ vermarktete Salzsorten handelt.

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