Die besten 5 Lebensmittel für die Schilddrüse

29 Februar, 2016
Personen, die Probleme mit der Schilddrüse haben, sollten diese von einem Arzt abklären lassen. Neben Über- und Unterfunktion exisitieren noch weitere Schilddrüsenerkrankungen, die verschiedene Therapien und eine enstprechend angepasste Ernährung erfordern

Die meisten Menschen wissen wohl, dass sie die Schilddrüse haben, aber ihnen ist nicht klar, welche Aufgabe dieses kleine Organ hat und wie es erkranken kann.

Die angemessene Achtung vor diesem zentralen Stoffwechselregler kommt meist erst dann, wenn die Schilddrüse Probleme macht und uns bewusst wird, wie viele Prozesse im Körper tatsächlich von ihr abhängen.

Die Schilddrüse ist eine der wichtigsten Hormondrüsen unseres Körpers. Im Wesentlichen besteht ihre Aufgabe darin, Hormone zu synthetisieren sowie freizusetzen, die Stoffwechsel und Wachstum regulieren.

Millionen Menschen in aller Welt leiden an Schilddrüsenproblemen, wobei nur einem Teil der Betroffenen bewusst ist, wo die Ursache ihrer Beschwerden liegt. Weil die Schilddrüse so viele Prozesse im Körper beeinflusst, sind die Symptome sehr vielfältig.

Vom Laien werden sie dann auf den ersten Blick nicht mit einem Schilddrüsenleiden in Verbindung gebracht.

Wusstest du, dass selbst im Haushalt Gefahren für die Schilddrüse lauern? – 8 Haushaltsprodukte, die auf die Schilddrüse wirken

Frauen leiden häufiger an Erkrankungen der Schilddrüse als Männer und Erwachsene häufiger als Kinder. Für alle ist es jedoch wichtig, sich der Bedeutung dieses Organs bewusst zu werden und einen Lebensstil anzunehmen, der seine Gesundheit schützt.

In diesem Artikel erklären wir, wozu die Schilddrüse da ist, welches die häufigsten Krankheiten dieses Organs sind und welche Lebensmittel seine Gesundheit fördern.

Was ist die Funktion der Schilddrüse und wie kann sie erkranken?

Untersuchung

In der Regel schenken wir der Schilddrüse kaum Beachtung, bis ihre Funktionsfähigkeit beeinträchtigt ist. Das ist zum Beispiel bei einer Unter- oder Überfunktion der Fall.

Wir sollten wissen, dass eine gesunde Schilddrüse entscheidend ist für Gesundheit und Wohlbefinden, da die von ihr produzierten Hormone den Stoffwechsel der verschiedenen Gewebe und Zellen regulieren.

Und der Terminus „Stoffwechsel“ beschreibt dabei mehr als die Zusammenarbeit von Leber sowie Darm: Keine einzige Zelle des Körpers kann existieren, ohne Stoffwechsel zu betreiben.

Auch der Calciumhaushalt und damit die Gesundheit sowie Stabilität der Knochen hängt zum Teil von diesem Organ ab.

Wenn die Funktionsfähigkeit dieser Drüse eingeschränkt ist, bemerken wir dies an verschiedenen Symptomen, die zum Beispiel Haut und Haar, Darm und Gehirn betreffen. Eine Erkrankung der Schilddrüse kann dann die Lebensqualität bedeutend beeinträchtigen.

Die häufigsten Erkrankungen dieses Organs sind eine Unter- bzw. Überfunktion. Sie werden in der Fachsprache als Hypo- bzw. Hyperthyreose benannt.

Hypothyreose

Wenn die Schilddrüse weniger stark aktiv ist, als sie sein sollte, fällt die Produktion der Hormone Trijodthyronin und Thyroxin unter das Mindestmaß ab. Der Metabolismus des Körpers schläft dann förmlich ein, was folgende Symptome zur Folge hat:

  • Kälteintoleranz
  • Gewichtszunahme
  • Ermüdung
  • Depression
  • trockene Haut
  • Haarausfall

Hyperthyreose

In vielerlei Hinsicht reagiert der Körper dann auf eine Überproduktion von Schilddrüsenhormonen mit Symptomen, die denen einer Hypothyreose genau entgegengesetzt sind. Es kommt zu einer übermäßigen Stimulation des Stoffwechsels sowie folgenden Symptomen:

  • Wärmeintoleranz
  • Gewichtsverlust
  • Nervosität
  • Erregung
  • Schlafstörungen
  • Herzklopfen
  • Muskelschwäche

Auch tumoröse Entartungen des Schilddrüsengewebes kommen vor – Schilddrüsenkrebs bei Frauen: Welche Symptome darauf hinweisen

Welche Lebensmittel fördern die Gesundheit der Schilddrüse?

Um Schilddrüsenproblemen vorzubeugen, vor allem dem besonders häufigen der Hypothyreose, ist es dann wichtig, auf den Nährstoffgehalt der Lebensmittel zu achten, die wir zu uns nehmen.

1. Nahrungsmittel, die viel Jod enthalten

Meeresfruechte

Jod wird benötigt, um die Schilddrüsenhormone zu bilden. Deshalb führt ein Jodmangel zu erniedrigten Serumspiegeln dieser Hormone und einem entsprechenden Mangel in der Peripherie.

Der Konsum von Lebensmitteln, die viel Jod enthalten, ist eine einfache aber sehr effektive Maßnahme, um dann die Synthese der Schilddrüsenhormone zu sichern.

Jodhaltige Lebensmittel sind:

  • Ei
  • Mangold
  • Kürbis
  • Sesamkerne
  • Muscheln und andere Meeresfrüchte, z.B. Miesmuscheln, Venusmuscheln und Shrimps
  • Thunfisch
  • Lachs
  • Champignons
  • mit Jod angereichertes Salz

2. Nahrungsmittel, die reich an Ballaststoffen sind

Ballaststoffe sind unverzichtbar, um Verdauung sowie Stoffwechsel zu regulieren. Wer an einer Hypothyreose leidet, kann durch entsprechenden Verzehr von Ballaststoffen einer weiteren Gewichtszunahme vorbeugen, bis dann die Therapie endgültig eingestellt ist.

Wer Probleme mit der Verdauung hat, weiß um die Bedeutung der Ballaststoffe, die übrigens auch ein langanhaltendes Sättigungsgefühl vermitteln sowie den Insulinspiegel zu regulieren helfen.

Ballaststoffe können überdies mit folgenden Lebensmitteln konsumiert werden:

  • Hafer
  • Vollkornreis
  • Bohnen
  • Linsen
  • Brokkoli
  • Mais
  • Avocado
  • Apfel
  • Birne

3. Mageres Fleisch

Fleisch

Der Konsum von Magerfleisch eignet sich dann zur Ergänzung vieler Diäten,  auch der zur unterstützenden Behandlung von Schilddrüsenleiden.

Unter Magerfleisch verstehen wir das Fleisch von:

  • Huhn
  • Pute
  • Kaninchen
  • Kalb
  • Fettfisch

4. Vitaminreiche Lebensmittel

Vitamine benötigt unser Organismus überdies nicht nur, um die Funktion der Schilddrüse aufrechtzuerhalten. Sie spielen dann eine große Rolle für das allgemeine Wohlbefinden.

Was Personen betrifft, die mit Schilddrüsenproblemen kämpfen, die sollten vor allem auf eine ausreichende Zufuhr der Vitamine A, B2, B3 sowie B6, C und E achten.

Dafür empfiehlt sich der Verzehr folgender Lebensmittel:

  • Zitrusfrüchte
  • Getreideprodukte
  • Kleie
  • Reis
  • Körner, Samen und Erdnüsse
  • Bierhefe
  • Pilze

5. Zinkhaltige Nahrungsmittel

Mandeln

Ein Überschuss an Schilddrüsenhormonen beeinträchtigt den Zinkhaushalt des Körpers.

Deshalb sollte bei Vorliegen der entsprechenden Erkrankungen verstärkt darauf geachtet werden, dass dem Organismus durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel eine ausreichende Dosis Zink zur Verfügung gestellt wird.

Zink findet sich in recht hohen Konzentrationen in:

  • Austern
  • Weizenkeime
  • Kleie
  • Lammfleisch
  • Ingwer
  • Trockenfrüchte
  • Erbsen

All diese Lebensmittel können sich positiv auf die Gesundheit der Schilddrüse auswirken. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass eine angepasste Ernährung bei bestehenden Schilddrüsenproblemen nur eine Therapiebegleitung sein kann.

Sie ersetzt weder den Besuch beim Arzt noch die Einnahme der verordneten Pharmaka.

Jede Schilddrüsenerkrankung erfordert eine Anpassung des Lebensstils und je früher diese erfolgt, umso mehr profitiert dann unsere Gesundheit.

  • Imam, S. K. (2016). Hyperthyroidism. In Thyroid Disorders: Basic Science and Clinical Practice. https://doi.org/10.1007/978-3-319-25871-3_8
  • Gilbert, J. (2017). Hypothyroidism. Medicine (United Kingdom). https://doi.org/10.1016/j.mpmed.2017.05.009