Vitamin-D-Mangel bei Kindern: Ein wachsendes Problem

Der Vitamin-D-Mangel und seine gesundheitlichen Folgen sind schon seit längerem ein Thema. Doch in letzter Zeit gibt vor allem der Vitamin-D-Mangel bei Kindern Anlass zur Sorge. Hier erfährst du, was die Wissenschaft darüber herausgefunden hat.
Vitamin-D-Mangel bei Kindern: Ein wachsendes Problem

Letzte Aktualisierung: 15. Dezember 2021

In letzter Zeit wird verstärkt zum Thema Vitamin D geforscht, insbesondere über den Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen. Die Studien befassen sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen, die ein Mangel oder Überschuss dieses Vitamins haben könnte. Und einige Wissenschaftler untersuchen gezielt den Vitamin-D-Mangel bei Kindern und die möglichen Konsequenzen.

Da dieses Problem zunimmt, ist viel Forschung nötig. Allerdings stellt sich heraus, dass dieses Thema zwar viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, aber auch zahlreiche Kontroversen auslöst. Denn die Fachleute sind sich nicht darüber einig, wann sie Vitamin-D-Tests anordnen und wann sie gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel verschreiben sollen.

In unserem heutigen Artikel erfährst du, welche Erkenntnisse die Wissenschaft bisher über einen Vitamin-D-Mangel bei Kindern und die möglichen Konsequenzen gewonnen hat.

Was ist Vitamin-D-Mangel?

Zur Erhaltung der eigenen Gesundheit benötigt jeder Mensch eine bestimmte Menge an Vitamin D. Wenn der Körper nicht ausreichend damit versorgt ist, spricht man von Vitamin-D-Mangel. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Körper: Unter anderem ist dieses Vitamin wichtig für das Nerven-, Muskel- und Immunsystem.

Außerdem hilft Vitamin D dem Körper bei der Kalziumaufnahme. Kalzium ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Knochen. Nach Angaben der US National Library of Health beugt Vitamin D Osteopenie (Minderung der Knochendichte) vor, die manchmal bei Frühgeborenen auftritt.

Vitamin-D-Mangel bei Kindern - Baby in einem Brutkasten

Vitamin-D-Quellen

Um einem Vitamin-D-Mangel bei Kindern vorzubeugen, ist es daher wichtig zu wissen, wie man diese ausreichend damit versorgen kann. Vitamin D kann aus verschiedenen Quellen stammen:

  • Aufnahme über die Haut durch Sonnenexposition
  • Versorgung mit Vitamin D über die Ernährung und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln

Obwohl der Körper Vitamin D auf natürliche Weise nach der Sonnenexposition produziert, besteht das Problem darin, dass eine übermäßige Sonneneinstrahlung zu Hautalterung und Krebs führen kann.

Vitamin-D-Mangel bei Kindern kann zu Rachitis führen

Wie aus dieser Information der American Academy of Pediatrics hervorgeht, ist “Rachitis… eine Erkrankung, die auftritt, wenn die Knochen von Kindern im Wachstum weich werden. Das passiert, wenn die Knochen nicht genug Kalzium und Phosphor aufnehmen können, um gesunde und starke Knochen zu bilden. Obwohl es genetische und stoffwechselbedingte Ursachen für Rachitis gibt, ist die häufigste ein Vitamin-D-Mangel und wird als ernährungsbedingte Rachitis bezeichnet.”

Rachitis ist also eine Erkrankung, die besonders häufig in Entwicklungsländern oder Ländern mit schlechter Nahrungsmittelversorgung auftritt. Sie ist durch ein verzögertes Wachstum gekennzeichnet und geht mit einer Deformation der Knochen einher. In der Regel tritt sie bei Kindern im Alter zwischen 6 Monaten und 3 Jahren auf, da sie in dieser Zeit am schnellsten wachsen.

Die wissenschaftliche Gemeinschaft warnt, dass bei Säuglingen, die gestillt werden und die keine zusätzliche Vitamin-D-Versorgung erhalten, das höchste Risiko besteht. Wenn die Mutter des Babys ebenfalls einen Vitamin-D-Mangel hat, ist dieses Risiko sogar noch größer.

Vitamin-D-Mangel bei Kindern - Mutter mit Baby

Nicht nur Vitamin-D-Mangel bei Kindern, sondern auch der Überschuss dieses Vitamins stellt ein Problem dar

Laut den Informationen auf der bereits erwähnten Website der US National Library of Medicine kann zu viel Vitamin D ebenfalls schädlich für den Körper sein. Dies wird als Hypervitaminose D oder Vitamin-D-Hypervitaminose bezeichnet.

Wie diese im Pharmacological Bulletin veröffentlichte Studie aufzeigt, gibt es unter anderem folgende Anzeichen für eine Vitamin-D-Hypervitaminose:

  •  Übelkeit
  •  Erbrechen
  •  Appetitlosigkeit
  •  Verstopfung
  •  Schwäche
  •  Gewichtsverlust

Darüber hinaus kann zu viel Vitamin D auch die Nieren schädigen. Ein Übermaß an diesem Vitamin erhöht zudem den Kalziumspiegel im Blut. Ein zu hoher Kalziumspiegel im Blut, Hyperkalzämie genannt, kann zu Verwirrung, Orientierungslosigkeit und Herzrhythmusstörungen führen.

Die Forscher des Drug and Therapeutics Committee der Lawson Wilkins Pediatric Endocrine Society weisen darauf hin, dass es wichtig ist, die verschiedenen Quellen von Vitamin D zu kennen. Außerdem solltest du wissen, wie du die Synthese und Einnahme dieses Vitamins optimieren kannst.

Vitamin-D-Mangel bei Kindern

Wie du siehst, ist es sehr wichtig, den Vitamin-D-Bedarf deines Körpers zu decken. Um das zu erreichen, solltest du dich von einem Arzt beraten lassen, damit du das nicht auf eigene Faust tust.

Außerdem muss man bedenken, dass ein Zuviel an Vitamin D ebenso schädlich ist wie ein Mangel. Deshalb ist es wichtig, das richtige Gleichgewicht zwischen sicherem Sonnenbaden und ausreichender Vitamin-D-Zufuhr zu finden.

Wir hoffen, dass diese Informationen über Vitamin-D-Mangel geholfen haben, dich etwas mehr für dieses Thema zu sensibilisieren. Wenn du jedoch noch weitere Fragen hast, solltest du mit einem Kinderarzt oder einer Kinderärztin zu sprechen, damit er/sie eine angemessene Diagnose stellen und gegebenenfalls eine Behandlung für dein Kind empfehlen kann.

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