Wie man mit Kindern über Wettbewerbsfähigkeit spricht

Erfahre, wie du mit Kindern über Wettbewerbsfähigkeit sprechen kannst, damit sie lernen, auf eine positive Art und Weise zu konkurrieren, die eher nützlich als schädlich ist.

Letzte Aktualisierung: 09. März 2021

Kindern beizubringen, gute Wettbewerber zu sein, mag wie eine schwierige Aufgabe erscheinen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle Anregungen geben, wie man mit Kindern über Wettbewerbsfähigkeit sprechen kann.

Wettbewerb ist ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft. Aus diesem Grund neigen wir auch dazu, unsere Familienmitglieder dazu zu ermutigen. Aber was passiert, wenn Kinder nicht mehr in der Lage sind, ihre außerschulischen Aktivitäten wie Sport oder sogar das Spielen zu genießen?

Erfahre im folgenden Artikel mehr darüber, wie du mit dieser und anderen Herausforderungen umgehen kannst.

Wie man mit Kindern über Wettbewerbsfähigkeit spricht

Bevor wir ins Detail darüber gehen, wie man mit Kindern über Wettbewerbsfähigkeit sprechen kann, wollen wir zunächst den Begriff an sich definieren. Grundsätzlich können wir sagen, dass Wettbewerbsfähigkeit bedeutet, etwas erreichen zu wollen, das über das hinausgeht, was man sich selbst zutraut. Wie du siehst, bedeutet Wettbewerb nicht, andere zu übertrumpfen. Vielmehr geht es um etwas Persönliches.

Gesunder Wettbewerb vs. toxischer Wettbewerb

Toxisches Wettbewerbsdenken beeinträchtigt den Lernprozess sowie die Fähigkeit, Sport und Spiel zu genießen.

Gute Wettbewerber wissen nicht nur, wie man gewinnt, sondern auch, wie man verliert. Sie sind sich darüber im Klaren, dass Lernen zum Verbesserungsprozess gehört und können sich zukünftige Triumphe vorstellen.

Toxisches Wettbewerbsverhalten hingegen ist nur darauf bedacht, andere zu übertrumpfen. In diesem Fall geht es nur um die Erlangung von Überlegenheit und die Überzeugung, dass durch eine Niederlage nichts gewonnen werden kann. Alles, was das Verlieren dann bewirkt, sind Frustration und andere negative Emotionen.

Was wünschst du dir also für deine Kinder?

Zweifellos ist es wahrscheinlich die erste Option. Gute Wettkämpfer genießen nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Prozess, die Reise. Das liegt daran, dass das Ergebnis für sie nicht das Wichtigste ist.

Wenn Kinder sich nur darum sorgen, zu gewinnen oder zu verlieren, wenn es ihnen nur darum geht, andere zu übertrumpfen, entwickeln sie eine toxische Beziehung zum Wettbewerb. Und diese Giftigkeit hindert sie daran, zu lernen, zu genießen und Spaß zu haben. Deshalb ist es so wichtig zu wissen, wie man mit Kindern über Wettbewerb spricht.

Wettbewerbsfähigkeit: Ideen, um sie auf positive Weise zu fördern

Wettbewerbsfähigkeit
Sprich mit deinen Kindern und vermittle ihnen diese Werte, indem du als positives Beispiel vorangehst.

Der erste Schritt, um aus Kindern gesunde Wettkämpfer zu machen, ist, mit ihnen zu reden. Deine Kleinen müssen verstehen, dass es nicht auf das Endergebnis ankommt, sondern auf die eigenen Bemühungen, die sie in das Erreichen ihrer Ziele stecken. Deshalb müssen Eltern und andere Erwachsene ein positives Beispiel abgeben. Wenn man selbst ein gesundes Wettbewerbsdenken hat, ist es wahrscheinlicher, dass auch die eigenen Kinder einen gesunden Sinn für Wettbewerb entwickeln.

Besprich dieses Thema mit deinen Kindern und erkläre ihnen, dass jeder einmal gewinnt und einmal verliert. Erzähle ihnen zum Beispiel von einem Erlebnis aus deinem eigenen Leben und sprich über deine Gefühle. Deine Kinder müssen wissen, dass es normal ist, sich nach einer Niederlage frustriert zu fühlen. Diese Gefühle sollten ihnen jedoch nicht den Spaß nehmen.

Im Folgenden findest du eine Reihe von Ideen, die einen gesunden und fairen Wettbewerb fördern. Diese Vorschläge werden deinen Kindern dabei helfen, sich zu guten Wettbewerbern zu entwickeln.

1. Wettbewerbsfähigkeit und persönliche Ziele

Damit deine Kinder zu guten Wettbewerbern heranwachsen, ist es wichtig, dass sie Ziele anstreben. Das Problem ist, dass wir oft dazu neigen, den Fokus auf das Falsche zu legen.

Der Fokus sollte sein: “Ich will mein Bestes geben” und nicht “Ich will der Sieger sein”. Diese kleine Verschiebung in der Denkweise eines Kindes wird es von Schuldgefühlen befreien, wenn es nicht gewinnt. Nehmen wir zum Beispiel an, dass dein Kind läuft. Das Ziel sollte also sein, die eigene persönliche Geschwindigkeit zu verbessern, anstatt einfach nur die anderen Läufer auszustechen.

2. Die Wichtigkeit von Anstrengung

Wettbewerbsfähigkeit
Bringe deinen Kindern bei, dass bei jeder Aufgabe, die sie erledigen, ihr persönlicher Einsatz das Wichtigste ist – nicht das Endergebnis.

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In jedem Lebensbereich kommt es vor allem darauf an, dass wir unser Bestes geben. Persönliche Bemühungen sind viel mehr wert als ein Sieg und das ist es, was du deinen Kindern gegenüber betonen musst.

Wenn Kinder sich maximal anstrengen, dann werden sie sich auch verbessern. Und nichts ist wichtiger als diese Entwicklung! Das ist in der Tat der wahre Sieg: Mit jedem Tag besser zu werden, auch wenn wir nicht immer gewinnen.

3. Man muss Fehler machen, um zu lernen

Bestimmt hat dir als Kind jemand gesagt, wie wichtig es ist, aus seinen Fehlern zu lernen. Und tatsächlich ist es so, dass Fehler der beste Weg sind, um zu lernen. Wenn wir nie Fehler machen, dann verbessern wir uns auch nie.

4. Konzentriere dich auf dich selbst

Damit Kinder Spaß an Aktivitäten haben können, müssen sie den Blick vom “Preis” abwenden. Gewinnen sollte nicht die Belohnung sein, sondern sie sollten sich vielmehr bemühen, Spaß zu haben und zu lernen. Hilf deinen Kindern, jede Erfahrung zu leben und auszukosten, damit sie sie genießen und auf gesunde Weise konkurrieren können.

5. Zeige deinen Kindern, dass du stolz auf sie bist

Kinder brauchen die bedingungslose Unterstützung ihrer Eltern. Sie müssen wissen, dass man auf ihrer Seite ist. Egal, welches Ergebnis sie erzielen, du liebst sie und bist stolz auf ihren Einsatz und ihre Ausdauer.

Gehöre nicht zu den Eltern, die am Spielfeldrand sitzen und ihre Kinder anschreien, damit sie ein Ziel erreichen. Vermeide Situationen, in denen sich dein Kind unter Druck gesetzt fühlen könnte.

Denke abschließend daran, dass auch du ein guter Wettkämpfer sein musst, damit dein Kind zu einem werden kann!

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