Erziehung in Liebe nicht durch Angst

· 12 Dezember, 2016
Glückliche und gerechte Kinder werden mit Respekt und Liebe erzogen nicht durch Angst. Regeln und Grenzen müssen respektiert werden, weil diese gerecht sind, nicht weil sie Angst machen.

Strenge oder gar Angst heißt noch lange nicht, dass die Erziehung erfolgreich ist. Damit wird nur Unsicherheit erzielt, doch trotzdem wird ein „braves, folgsames Kind“ von den meisten Familien als wünschenswert angesehen.

Hinter einem folgsamen Kind versteckt sich jedoch oft ein schlechtes Selbstwertgefühl und Unglück. In einer Erziehung, die nur aus Mauern besteht, wird das Leben zum Gefängnis.

Darüber hinaus werden so Kinder erzogen, die nicht fähig sind, die Initiative zu ergreifen, da sie sich von anderen erwarten, zu erfahren, was man tun kann und was nicht.

Ein glückliches Kind muss seine Welt erkunden, wortwörtlich begreifen, lachen und sich mit anderen kommunizieren. Angst und Strenge stutzen die Flügel des Wachstums und des Selbstwertgefühls zurecht.

Deshalb ist es wichtig, Kinder in Liebe und mit Respekt zu erziehen, um ihnen zu ermöglichen, mit Integrität aufzuwachsen. Sie müssen lernen, mit Respekt glücklich zu sein und andere glücklich zu machen.

Anschließend findest du einfache Empfehlungen, um über dieses Thema nachzudenken.

Strenge Erziehung

Wir alle wünschen uns gehorsame, gewissenhafte Kinder, die Regeln beachten und Grenzen respektieren.

Lesetipp: Respektvolle Kinder entstehen aus respektvoller Erziehung

Natürlich ist dies wünschenswert, doch dabei müssen auch noch andere Verhaltensweisen berücksichtigt werden.

  • Die Befolgung der Regeln muss durch Verständnis erreicht werden.
  • Ein Kind muss verstehen, was man von ihm in verschiedenen Situationen erwartet, und warum bestimmte Regeln zu befolgen sind.

Ich folge meiner Mama, weil ich weiß, dass sie das Beste für mich will. Ich räume jeden Abend das Spielzeug auf, weil das Zimmer ordentlich sein muss. Ich bin still, wenn andere sprechen, damit ich zuhören und respektieren kann. 

  • Kinder sollen nicht aus Furcht gehorsam sein, aus Angst vor einer Strafe. Die Verhaltenspsychologie funktioniert in der Erziehung nicht immer.
  • Wenn sich Kinder daran gewöhnen, dass jeder Fehler und jedes falsche Verhaltun mit Schreien, Vorwürfen und extremer Strenge bestraft wird, entwickeln sie Furcht und Zorn gegen ihre Eltern.

Anschließend gehen wir näher auf dieses Thema ein.

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Erziehung, die auf Angst beruht, bringt Unglück

Die erste Kindheit bis zu einem Alter von 7 Jahren ist ausschlaggebend für die spätere Entwicklung des Kindes.

Lesetipp: Emotionale Vernachlässigung beeinträchtigt die Entwicklung des Kindes

  • Alle Eltern wünschen sich, dass Kinder gehorchen, wenn man etwas von ihnen verlangt.
  • So kann man Risiken verhindern und die Kinder integrieren sich in die Familiendynamik.

Kinder versuchen jedoch immer, etwas weiter zu gehen und ihre Grenzen zu suchen.

  • Wenn sie jedes Mal auf der Suche nach den Grenzen mit Strenge, Schreien oder verachtenden Vorwürfen bestraft werden, können Kinder zwei Verhaltensweisen entwickeln.
  • Sie können damit ihre Wut und ihren Zorn nähren und folglich ihre Eltern noch mehr herausfordern, oder sich in sich selbst verschließen.
  • Die erste Kindheit sollte auf keinen Fall von einem ständigen Angstgefühl geprägt sein.
  • Angst zerstört das Selbstwertgefühl und erzeugt Stress im Gehirn des noch reifenden Kindes.
  • Erziehung, die auf Strafen aufbaut, bewirkt, dass Kinder nur in der Anerkennung von außen leben. So werden unsichere, unentschiedene Menschen erzogen, die keine Selbstsicherheit besitzen.

Alle die in ihrer Familie in Angst aufwachsen, erfahren Unglück schon in frühen Kindertagen.

„Wenn mir jene Personen, die mich am meisten lieben, Angst machen, ist die Welt ein kranker Ort, vor dem ich mich verteidigen muss.“

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In Liebe und mit Respekt erziehen

  • Mit Respekt erziehen bedeutet, dem Kind zu lernen, was von ihm in jeder Situation erwartet wird. Es muss frei sein, sein eigenes Wesen zu leben und die Welt sicher an der Seite seiner Eltern zu erkunden.

Lesetipp: Fütterst du Kindern Liebe, sterben ihre Ängste den Hungertod

  • Erziehung in Liebe benötigt keine Schreie sondern Argumente, die entspannt, klar und nahe dargelegt werden.
  • Wer seine Kinder in Liebe zum Gehorsam erziehen möchte, muss zuhören können. Das Ideal ist, glückliche Kinder zu erziehen, die die Regeln der Familie und der Gesellschaft respektieren. 
  • Kinder benötigen eine Stimme. Wenn die Erziehung nur auf Strafen und Vorwürfen beruht, wenn Kinder nur darauf hingewiesen werden, was sie falsch machen, werden sich diese in der Zukunft nicht behaupten können.
  • Statt übertriebener Strenge benötigen Kinder Erklärungen, um zu lernen, wie Falsches richtig gemacht werden kann. 
  • Man sollte von Kindern nicht zu viel fordern, denn wer will schon ideale Kinder, die sich jedoch unterwerfen und schweigen.

Beobachte natürliche Talente deiner Kinder, damit sich diese glücklich fühlen können, wenn sie ihre Wünsche und Ziele erreichen.

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Lerne, eine gesunde Beziehung zu deinen Kindern aufzubauen, anstatt diese in Angst zu erziehen. Wenn du die Bedürfnisse deiner Kinder kennst, kannst du sie in der täglichen Erziehung besser orientieren.