Mit gutem Beispiel vorangehen ist die beste Erziehung

2 Juli, 2017
Man darf nie vergessen, dass Kinder wie Schwämme sind und alles aufsaugen, was sie sehen. Deshalb ist die beste Art Kinder zu erziehen, indem man mit seinen Handlungen als gutes Beispiel vorangeht

Wie oft hat man schon versucht, die Kinder dazu zu bringen, die Dinge auf bestimmte Art und Weise zu tun? Aber man selbst geht nicht mit gutem Beispiel voran?

Wenn man selbst nicht das tut, was man selbst verlangt, ist es sehr wahrscheinlich, dass eine solche Erziehung fehl schlagen wird. 

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All das ist das Ergebnis von etwas, das in allen Familien passiert: Die Kinder sind aufmerksam und bemerken alles, was ihnen die Eltern vorleben.

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig immer mit gutem Beispiel voranzugehen. Denn Unstimmigkeiten im Verhalten der Eltern werden sofort bemerkt. Nur so kann man Diskussionen, Konfrontationen und eine Reihe von weiteren Problemen vermeiden.

Worte werden vom Wind verweht

Gutes Beispiel besser als reden

Es ist leicht, Dinge zu sagen wie „leg die Füße nicht auf den Tisch“ oder „wirf Papier in den Müll und nicht auf den Boden“; das Schwierige ist allerdings mit gutem Beispiel voranzugehen.

Wenn zum Beispiel der Vater die Füße immer auf den Tisch legt, wird das Kind nicht folgen. Es kann unmöglich verstehen, warum es selbst etwas nicht tun darf, was die eigenen Eltern ständig machen.

Wenn das Kind schließlich in die rebellische Phase kommt, wird es das Gleiche wie die Eltern tun. In der Konsequenz gibt es dann eine Reihe von Streits, Diskussionen und Wutanfällen. Dabei werden einige sehr interessante Sätze fallen.

  • Das Kind wird zum Beispiel die Eltern fragen „warum darf ich die Füße nicht auf den Tisch legen, wenn du es doch andauernd machst?“. Daraufhin wird ein Elternteil den berühmten Satz fallen lassen „weil ich das so sage und fertig“. 

Wir glauben wirklich, dass das funktionieren kann? Derartig dikatorische, ungerecht und inkohärente Aussagen werden niemals zu den Resultaten führen, die man sich durch sie erhofft.

Ohne es zu bemerken wird man selbst zum Auslöser für viele Streits in unserer Familie. Dabei kann man diese ohne Zweifel ganz leicht vermeiden.

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Allerdings können die Menge an Verantwortung und Aufgaben, die man im Kopf hat, verhindern, dass man sich bewusst ist, wie einfach die Dinge eigentlich sein könnten.

Auf irgendeine Art und Weise wird die Wut dann am Chef oder am Partner abgelassen. Aber wer zahlt die Rechnung? Meist der kleinste im Haushalt, der eigentlich keine Schuld trägt.

Inkohärenz: eine tickende Zeitbombe im Jugendalter

Beispiel geben verhindert Konflikte

Schon die kleinsten können damit beginnen gegen die inkohärenten Vorbilder, die sie in der familiären Umgebung finden, zu rebellieren. Wenn sie allerdings ins  Jugendalter kommen, beginnen die Dinge kompliziert zu werden.

In dieser Zeit wird Geduld besonders wichtig. Sätze wie „weil ich das so sage“ haben im Jugendalter eine deutlich größere Auswirkung auf den Nachwuchs.

Wir können nichts verlangen, was wir nicht selbst tun. Mit gutem Beispiel voranzugehen ist die beste Art und Weise für die Erziehung. Ganz im Gegenteil zu Befehlen, Anordnungen oder Bitten usw.

Eltern sind Menschen, aber die Kinder genauso. Klar ist, dass Kinder Autorität benötigen. Aber die Eltern müssen lernen, sie auf die richtige Art und Weise anzuwenden.

Man muss es sich zur Priorität machen, mit gutem Beispiel voranzugehen. Denn sonst verliert man die benötigte Autorität leicht mit Schreien, Drohungen und Wutausbrüchen, die das Haus in ein Chaos verwandeln.

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In einer Zeit wie der Jugend brauchen die Kinder besonders viel Stabilität. Gerade jetzt benötigen sie hohe Dosen an Liebe und Verständnis, aber keine Schreie oder beleidigende Worte.

Auf diese Weise provoziert man nur Hass und negative Gefühle. Dabei geht der Respekt seitens der Kinder für die Eltern oftmals verloren.

Man sollte sich nicht auf ihr Niveau begeben

Beispiel geben und nicht auf das gleiche Niveau herablassen

Wenn ein Elternteil schreit, sich aufregt oder mit seinen Kindern zu diskutieren anfängt, als ob sie im gleichen Alter wären, verlieren sie ihre Autorität komplett.

Mit gutem Beispiel voranzugehen bedeutet nicht, sich von solchen Gefühlen übermannen zu lassen und dann das Einfachste zu tun: die Stimme erheben, fordern und befehlen und sagen „weil wir deine Eltern sind und du uns gehorchen musst“.

Wenn man sich auf das gleiche Niveau wie die Kinder begibt, verschlimmert das die Situation nur. Aber um das zu verhindern, muss man natürlich zunächst mit gutem Beispiel vorangehen.

Es gibt so viele Verantwortungen, Geldprobleme und Sorgen, um die Zukunft der eigenen Kinder. Allerdings sollte man etwas besonders Wichtiges niemals beiseite lassen: ihnen die Liebe zu zeigen, die man für sie empfindet.

Denn manchmal trägt man viel mehr Konflikte und Diskussionen im Alltag aus, wie eigentlich nötig wären. Wo bleibt dabei aber die Liebe? Und das Verständnis?

Gutes Beispiel für die Kinder geben

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Man sollte sich anstrengen, jeden Tag ein etwas besserer Mensch zu werden und von den Fehlern zu lernen, die uns dank unserer eigenen Kinder vor Augen geführt werden. Nur so befindet man sich auf einem guten Weg.

Daran zu arbeiten, die beste Version von uns selbst zu werden, führt dazu, dass die Kleinen unserer Erziehung folgen, ohne dass dafür allzu große Anstrengung notwendig ist. 

Erste Abbildung bereitgestellt von © wikiHow.com

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