Depression im Jugendalter – 10 Anzeichen

· 24 November, 2015
Wenn die Anzeichen einer Depression frühzeitig entdeckt werden, kann rechtzeitig Hilfe geleistet werden. So können ernstere Folgen verhindert werden.

Die Jugend ist eine der wichtigsten Lebensetappen, in der wir viele emotionale und körperliche Erlebnisse durchgehen und unser Charakter definiert wird.

Schwierige Phasen sind in dieser Zeit nicht zu verhindern, jedoch gibt es atypische Verhaltensweisen, die auf ein ernsteres psychologisches Problem (wie beispielsweise eine Depression) hinweisen können.

Die Weltgesundheitsorganisation hat bekannt gegeben, dass weltweit mehr als 350 Millionen Menschen an einer Depression leiden, wobei die Mehrzahl der Betroffenen zwischen 10 und 19 Jahren alt sind. Besonders besorgniserregend ist dies deshalb, da das Leben der Jugendlichen davon stark beeinträchtigt wird und Depressionen an dritter Stelle der Ursachen für Selbstmord stehen.

Aus diesem Grund haben die National Assotiation of School Psychologists der USA und die Mayo Clinic die Hauptsymptome einer Depression im Jugendalter aufgelistet, um diese so früh wie möglich zu erkennen und mögliche Konsequenzen zu verhindern.

 1. Schlafstörungen

Wenn ein Jugendlicher Schlafstörungen hat, also zu wenig oder zu viel schläft, kann dies ein Anzeichen für ein Problem sein.

Ein veränderter Schalfrhythmus kann ein körperlicher Hinweis für eine Depression sein, die sich auch tagsüber durch Probleme bemerkbar macht.

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2. Ernährungsveränderungen

Depression und Ernährung

Jedes radikale Essverhalten hat ernste negative Folgen, die oft von einer Depression begleitet werden.

Zu wenig oder zu viel Essen ist meist ein klarer Hinweis auf emotionale oder psychische Probleme, die schwerwiegende Erkrankungen, wie Anorexie oder Bulimie, zur Folge haben können.

3. Interessen werden vernachlässigt

Ab einem gewissen Alter verändern sich Interessen und Hobbies, das ist ganz normal. Doch der plötzliche Verlust des Enthusiasmus für geliebte Aktivitäten oder gewolltes Alleinsein können auch auf emotionale Probleme hinweisen.

4. Reizbarkeit oder spontane Traurigkeit

Traurigkeit und Depression

Es gibt bestimmte Situationen im Jugendalter, die einen Wut- oder Weinanfall auslösen können. Vorübergehende Reaktionen auf unangenehme Situationen sind normal, wenn Emotionen jedoch eskalieren, auch wenn Familie und Freunde versuchen, zu helfen, könnte ein ernsteres Problem bestehen.

5. Selbstkritik

Verschiedene Momente im Leben und unterschiedliche Gründe können das Selbstwertgefühl des Jugendlichen verringern.

Wenn dies nicht kontrolliert wird und tiefer greift, wenn die Selbstkritik zu stark oder sogar destruktiv wird, ist sofortige Hilfe notwendig, um ernstere (psychologische oder körperliche) Probleme zu verhindern.

6. AbkapselungFreunde helfen, eine Depression zu vermeiden

Ein depressiver Jugendlicher zieht sich zurück und distanziert sich von seinen Freunden. Wenn das Alleinsein bevorzugt wird, kann das ein klares Anzeichen für eine Depression sein.

7. Konzentrationsstörungen

Wie bei Schlafstörungen oder Stress, die oft eine Depression begleiten, haben Jugendliche bei einer Depression oft Konzentrationsstörungen, Probleme, Entscheidungen zu treffen und leiden an Vergesslichkeit.

Dies macht sich natürlich an der schulischen Leistungsfähigkeit bemerkbar.

8. Gewalttätigkeit

Gewalttätigkeit oder Mobbing in oder außerhalb der Schule kann durch eine Depression entstehen, die damit ausgelebt wird.

Auch risikoreiches Sexualverhalten, Alkohol– oder Drogenkonsum können Folge einer Depression sein.

9. Selbstmordgedanken

Depression

Zweifellos ist dies das gefährlichste Anzeichen dafür, dass der Jugendliche eine sehr schwere psychologische Phase durchgeht.

Die Gedanken des Betroffenen konzentrieren sich auf den Wunsch zu sterben, das Leben macht plötzlich keinen Sinn mehr. Dies spiegelt sich in Worten, wie „am liebsten würde ich sterben“ oder „mein Leben hat keinen Sinn“, wider.

In schweren, unkontrollierten Fällen kann es zu Selbstmordversuchen oder Selbstverstümmelung kommen.

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10. Sie hauen von Zuhause ab

Dies kommt sehr häufig vor, wenn der Jugendliche Probleme in der Familie hat, sich nicht akzeptiert fühlt oder ein Konflikt mit einem Familienangehörigen hat.

Dies sollte nicht unbeachtet bleiben. Der Jugendliche benötigt Hilfe, um nicht auf die schräge Bahn zu geraten und falschen Ratschlägen zu folgen.