Wie komme ich morgens mühelos aus dem Bett: 10 Tricks
Für manche Menschen ist es eine echte Herausforderung, morgens das gemütliche Bett zu verlassen. Wenn der Wecker klingelt, haben viele die Angewohnheit, die Schlummertaste für weitere fünf Minuten zu aktivieren – und das mehrmals hintereinander. Bis sie dann aufwachen, sind 30 Minuten oder mehr vergangen und der Morgen fängt schon stressig an. Und wer möchte auf Dauer schon völlig abgehetzt zu seinen Verabredungen und Verpflichtungen kommen?
Die Sleep Foundation erklärt, dass das Drücken der Schlummertaste zu einem fragmentierten Schlaf führt, der weniger vorteilhaft ist als ein kontinuierlicher Schlaf und mit erhöhtem Stress verbunden ist.
Im Idealfall sollte man aufstehen, wenn der Wecker klingelt. Aber wenn du zu denjenigen gehörst, für die das ein Ding der Unmöglichkeit ist, gibt es ein paar einfache Tricks, die du anwenden kannst, um rechtzeitig aus dem Bett zu kommen. Im Laufe der Tage werden die Tipps in diesem Artikel dir helfen, schneller und dynamischer aufzuwachen, ohne in Versuchung zu geraten, „fünf Minuten länger“ liegenzubleiben.
1. Den Wecker nicht auf dem Nachttisch stehen lassen
Das ist ein einfacher, aber sehr wirksamer Trick. Normalerweise hast du deinen Wecker oder dein Handy auf dem Nachttisch stehen oder liegen, und wenn der Wecker klingelt, musst du nicht einmal aufstehen, um ihn auszuschalten oder die Schlummertaste zu drücken. Wenn du ihn aber auf die andere Seite des Zimmers platziert hast, musst du das gemütliche Bett verlassen, um ihn „zum Schweigen“ zu bringen. Damit hast du das Schwierigste schon geschafft: das Aufstehen!
2. Öffne die Vorhänge oder Jalousien
Die Sonne erleichtert das Aufstehen. Denn ihre Strahlen verringern die Produktion von Melatonin (dem Hormon, das den Schlaf fördert). Öffne einfach die Vorhänge oder ziehe die Jalousien hoch, bevor du zu Bett gehst, und das morgendliche Licht sagt dir, wann es Zeit ist, aufzustehen.
Eine andere Möglichkeit(en) ist die Verwendung eines Tageslichtweckers. Diese Geräte simulieren den Sonnenaufgang, indem sie die Farbtöne und die Intensität des Lichts verändern: von orangefarbenen Tönen bis hin zu leuchtendem Gelb, je weiter die Zeit voranschreitet. Diese Wecker sind ideal, wenn du Nachbarn in der Nähe hast und dir der Gedanke, die Vorhänge offenzulassen, unangenehm ist, oder wenn du kein Fenster in deinem Zimmer hast.
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3. Verwende rotes Licht
Obwohl Rotlicht oft zum Einschlafen verwendet wird, kann es auch helfen, morgens aus dem Bett zu kommen. Rotes Licht, das auf die geschlossenen Augenlider gestrahlt wird, verringert die Schlafträgheit. Was versteht man überhaupt unter Schlafträgheit? Das ist das Gefühl der Schläfrigkeit, das du nach dem Aufwachen hast und das dich dazu bringt, länger im Bett zu bleiben.
Um diesen Trick auszuprobieren, kannst du den oben erwähnten Tageslichtwecker benutzen, denn viele von ihnen haben eine Rotlichtoption. Du könntest auch eine Rotlichtlampe in deinem Schlafzimmer aufstellen und einen Timer mit der Weckzeit einstellen. Wenn du dich für diese Option entscheidest, suche nach einem Leuchtmittel mit einer langen Wellenlänge von 650 Nanometern.
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4. Verwende einen Wecker, der dich morgens schon herausfordert
Ein technischer Tipp, um dich aus dem Bett zu bekommen, ist, deinen gewohnten Wecker durch eine App mit Herausforderungen zu ersetzen. Was meinen wir damit? Nun, es gibt Programme wie Challenges Alarm Clock, Alarmy oder I Can’t Wake Up, bei denen du eine Aufgabe lösen musst, um den Wecker auszuschalten.
Das kann eine Matheaufgabe sein, das Erstellen eines Selfies oder etwas auswendig lernen – du wählst die Alternative, die dir am besten gefällt. So wird dein Gehirn aktiviert und du kommst leichter aus dem Bett.
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5. Probiere einen melodischen Ton aus
Ein anderer Weckton kann dir helfen, morgens aus dem Bett zu kommen. Melodische Töne werden mit weniger Schlafträgheit in Verbindung gebracht. Wenn dein Wecker oder dein Smartphone ein Gerät mit einem typischen Klingelton oder einem „Piepen“ ist, könntest du den Weckton auf einen melodischen Ton umstellen, der dir hilft, dynamischer aufzuwachen.
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6. Probiere die 10-Sekunden-Methode aus
Die 10-Sekunden-Methode hat in den sozialen Medien als Trick zum Aufstehen an Popularität gewonnen. Sie wurde von Martin Seeley, Schlafexperte und CEO von MattressNextDay, in einem Interview mit der britischen Zeitung The Mirror vorgeschlagen.
Es ist ganz einfach. Man muss nur innerhalb von zehn Sekunden nach dem Weckerklingeln aufstehen, sich in einen warmen Morgenmantel oder eine Decke wickeln und das Zimmer verlassen. So fühlst du dich angenehm temperiert und kommst nicht in Versuchung, wieder ins Bett zu schlüpfen, weil du bereits im Bad oder in der Küche bist.
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7. Starte die Heizung kurz vor dem Aufstehen
Dieser Trick wird auch von Seeley als Alternative zum Aufstehen im Winter vorgeschlagen. Du kannst die Heizung in deinem Schlafzimmer so einstellen, dass sie einige Minuten vor dem Weckerklingeln anspringt, damit du nicht frierst und dich unwohl fühlst, wenn du aufwachst. So bist du weniger versucht, länger im kuscheligen Bett zu bleiben.
8. Lass dich motivieren
Hast du schon einmal bemerkt, dass du im Urlaub schnell und mühelos aufstehen kannst, weil du dich auf den Tag freust? Dieses Prinzip kannst du auch auf deinen Alltag übertragen. Die Sleep Foundation weist darauf hin, dass es wichtig ist, etwas in deine Morgenroutine einzubauen, das dir Spaß macht und dich motiviert, aus dem Bett zu kommen.
Wenn der Wecker klingelt, denkst du zum Beispiel daran, etwas Leckeres zum Frühstück zu essen oder einen Spaziergang in der Natur zu machen (wenn dir das Spaß macht). Der Gedanke an diese Aktivitäten wird dich motivieren, aufzustehen und den Tag zu beginnen.
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9. Kaffeemaschine programmieren
Dieser Wecktrick ist ideal für dich, wenn du gerne deinen Morgenkaffee trinkst. Dazu brauchst du eine programmierbare Kaffeemaschine oder einen Timer am Gerät. Stelle die Kaffeemaschine am Vorabend so ein, dass sie einige Minuten vor dem Weckerklingeln mit der Zubereitung deines Getränks beginnt. So erwachst du mit dem Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee, wenn es Zeit zum Aufstehen ist, und hast mehr Lust, das warme Bett zu verlassen.
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10. Etabliere eine Gewohnheit
Mit der Zeit sollte das Aufstehen für dich zur Routine werden. Eine Möglichkeit, diese Gewohnheit zu etablieren, ist, sich an einen Schlafplan zu halten. Das bedeutet, dass du immer zur gleichen Zeit aufstehst, auch an Wochenenden und Feiertagen. Das hilft deinem Körper, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren, und du kommst morgens viel leichter aus dem Bett.
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Warum die Nacht zuvor so wichtig ist
Es gibt ein paar einfache Tricks, die dir beim morgendlichen Aufstehen helfen können, aber wenn du nicht gut geschlafen hast, wird es dir schwerfallen, aus dem Bett zu kommen. Wenn du zum Beispiel erst um drei Uhr morgens ins Bett gehst, wirst du Schwierigkeiten haben, um sieben Uhr morgens aufzustehen.
Du solltest also unbedingt die richtige Portion Schlaf für dein Alter bekommen. Fachleute sind der Meinung, dass ein Erwachsener mindestens sieben Stunden am Tag schlafen sollte. Außerdem ist es ratsam, eine gute Schlafhygiene zu befolgen, z. B. Koffein nachmittags und abends zu vermeiden und vor dem Schlafengehen die Bildschirmzeit zu begrenzen. Wenn du zusätzlich noch unsere oben genannten Tipps und Tricks befolgst, wirst du in Zukunft morgens mühelos aus dem Bett hüpfen.
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