Warum Trinken so wichtig ist

· 25 Dezember, 2018
Das ausreichende Trinken wird oft vernachlässigt, wodurch Folgeschäden entstehen, welche mit einem Glas Wasser besser zu kurieren wären als mit Medikamenten.

Oft gerät das Trinken in Hektik und Stress in Vergessenheit und Durst stellt sich ein. Durst ist jedoch schon ein Warnsignal des Körpers, der dir damit sagen möchte „du hast dich nicht richtig um mich gekümmert“. Durch das richtige Trinken kannst du Durst vorbeugen.

Warum Wasser trinken?

Wir sollten bestenfalls Wasser trinken, denn der menschliche Körper eines Erwachsenen besteht zu 65% aus Wasser, das Gehirn sogar aus bis zu über 80%! Wir bestehen quasi aus Wasser, das wir durch Trinken immer wieder auffüllen müssen.

Um alle Körperfunktionen aufrechtzuerhalten, braucht unser Körper also immer genug Flüssigkeitsnachschub, den du durch Trinken sicherstellen musst. Am besten, in Form von reinem Wasser. Achte darauf, dass das Wasser, das du trinkst, mineralreich ist.

Es lohnt sich, im Supermarkt mit etwas Zeit die Etiketten zu vergleichen. Nimm das Wasser, das den höchsten Mineralstoffgehalt hat. Schmeckt es dir nicht, wähle das mit dem zweithöchsten Mineralstoffgehalt. So führst du deinem Körper beim Trinken schon gleich wichtige Mineralien zu, die er braucht, um seine Körperfunktionen aufrecht zu halten!

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Welches Mineralwasser ist das beste für dich?

Eine Frau trinkt Wasser aus einer Plastikflasche.Wie viel solltest du trinken?

Die Faustformel für das, was du jeden Tag an Wasser zu dir nehmen musst ist ganz einfach: pro Kilo Körpergewicht sollten es ca. 40ml Wasser sein. Wiegst du also 60kg, ist deine persönliche Trinkmenge an Wasser pro Tag 2,4 Liter. Bei 70kg wären das 2,8 Liter, bei 80kg 3,2 Liter und so weiter. Diese Werte erhöhen sich noch, wenn du

  • Sport treibst,
  • schwitzt,
  • in trockener Bergluft unterwegs bist,
  • bei trockener Heizungsluft oder
  • wenn du entwässernde Medikamente nimmst.

Achte darauf, dass deine Trinkmenge pro Tag auf jeden Fall kalorienfrei ist, damit deine Flüssigkeitszufuhr sich nicht auf den Hüften niederschlägt!

Ein kleines Rechenbeispiel: 2,5 Liter Apfelsaftschorle schlagen mit 700 Kalorien zu Buche, das ist fast mehr als eine komplette Mahlzeit, die du dann einfach so zusätzlich trinkst. Als reines Wasser wäre die Kalorienbilanz gleich Null. Saftschorlen sind nicht geeignet, achte daher auf kalorienfreie Flüssigkeitszufuhr!

Mythen und Wahrheiten:

Hilft Wasser beim Abnehmen?

Folgen von zu geringer Trinkmenge

Wenn dein Körper SOS funkt, ist es schon zu spät, denn Durst ist bereits ein Notsignal, dass du zu wenig getrunken hast. Doch nicht nur Durst allein ist ein Zeichen, dass du zur Wasserflasche greifen solltest. Die folgenden Symptome sind ebenfalls deutliche Zeichen einer beginnenden Dehydratation:

Trockener Mund

Sicherlich kennst du das: die Zunge klebt dir scheinbar am Gaumen und deine Lippen sind trocken und spröde. Deine Stimme wird heiser und beim Atmen kratzt es im Hals. Was auch nach beginnender Erkältung klingt ist ein Warnsignal deines Körpers, dass du ihn mit zu wenig Flüssigkeit versorgst.

Es reicht nicht, nur einen Schluck zu trinken, um das unangenehme Mundgefühl loszuwerden. Jetzt musst du viel trinken, also schenke dir großzügig ein oder setze gleich die Wasserflasche an!

Trockene Haut

Natürlich kann trockene Haut auch durch Umwelteinflüsse entstehen, etwa durch extreme Kälte oder trockene Heizungsluft. Wird deine Haut jedoch ohne einen solchen deutlich erkennbaren Grund trocken, fängt an, etwas zu schuppen und grau und fad auszusehen, so liegt das nicht an der Heizungsluft, sondern schlichtweg daran, dass du sie nicht genug von innen befeuchtest!

Kalorienfreie Getränke, idealerweise Mineralwasser mit hohem Mineralienanteil, sind ideal.

Trockene Augen

Trockene, gerötete und gereizte Augen können auf verschiedene Ursachen, zum Beispiel Allergien, zurückzuführen sein. Meist jedoch sind gerötete Augen ein Symptom von Müdigkeit und Flüssigkeitsmangel. Insbesondere dann, wenn du über längere Zeiträume zu wenig trinkst, können die Augen dauerhaft gereizt reagieren.

Gehirn auf der HandMüdigkeit

Nur 2% Flüssigkeitsdefizit verursachen schon deutliche Leistungseinbußen. Wie eingangs erwähnt, besteht unser Gehirn zu rund 80% aus Wasser und auch unser Blut braucht Wasser, um dünn und fließfähig zu bleiben.

Ist dein Blut zu dick, weil du zu wenig trinkst, können Nährstoffe und insbesondere Sauerstoff nicht mehr optimal transportiert werden und die Leistungsfähigkeit von Gehirn und Muskeln lässt nach. Bei einem Leistungstief ist es also sinnvoll, ein großes Glas Wasser zu trinken, statt eines kleinen Espressos!

KnochenverbindungenGelenkschmerzen

Unsere Gelenke werden von einer Gelenkschmiere bei jeder Bewegung vor Reizungen, Reibungen und anderen mechanischen Belastungen geschützt.

Dieser schützende Schmierfilm braucht Feuchtigkeit, um optimal seine Schutzfunktion zu erfüllen. Trinkst du generell zu wenig, kann auch diese Schutzfunktion deiner Gelenke nicht mehr wie vorgesehen arbeiten und Gelenkschmerzen können entstehen oder sich verschlimmern.

Muskelschwäche

Wie bereits erklärt, führt ein Flüssigkeitsdefizit dazu, dass das Blut weniger fließfähig wird und somit sämtliche Körperzellen schlechter mit wichtigen Nährstoffen versorgen kann.

Auch die Muskelzellen leiden darunter. Verminderte körperliche Leistungsfähigkeit kann also auch mit zu geringer Trinkmenge zusammenhängen! Trinke nicht nur nach dem Sport genug Wasser, sondern auch davor und bei längerer Belastung auch währenddessen!

Falten

Ein einfacher Test, um herauszufinden, wie es um deine Hydrierung steht ist sehr aussagekräftig: Hebe vorsichtig eine Hautfalte an deinem Unterarm oder Handrücken zwischen zwei Fingern nach oben. Fällt sie schnell wieder zusammen, so hast du genug getrunken. Bleibt sie kurz stehen oder kehrt nur sehr langsam wieder in die Ausgangsposition, dann heißt das: Wasser marsch! Du bist bereits dehydriert und solltest sofort etwas trinken!

  • Steurer, J. (2016). Wasser trinken vor dem Essen fördert die Gewichtsabnahme. Praxis. https://doi.org/10.1024/1661-8157/a002254
  • Scheuermann, Prof. Dr. med. Ernst-H. (KfH-Nierenzentrum, F. (2016). Einfluss der Flüssigkeitszufuhr auf urologische Erkrankungen Wie viel Wasser braucht der Mensch zum Leben? Uro-News.