Prioritäten setzen: Ein Schlüssel zum psychischen Wohlbefinden

Um deine Zeit optimal zu nutzen, solltest du deine Ideen ordnen und alles, was du tun willst, nach Prioritäten ordnen. Dies ist einer der Schlüsselaspekte für dein psychisches Wohlbefinden. In diesem Artikel erfährst du, wie du die richtigen Prioritäten setzen kannst.
Prioritäten setzen: Ein Schlüssel zum psychischen Wohlbefinden

Letzte Aktualisierung: 25. März 2022

Der Mensch ist ein sehr komplexes Wesen. Im Laufe unseres Lebens versuchen wir, unsere körperlichen Bedürfnisse zu befriedigen und unser psychisches Wohlbefinden zu steigern. Der Mensch verändert und entwickelt sich ständig und ist auf der Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Körper und Geist. In diesem Artikel erfährst du, wie du die richtigen Prioritäten setzen kannst, da dies einer der Schlüsselaspekte für das psychische Wohlbefinden ist.

Wenn sich eine Person ihrer Fähigkeiten bewusst ist und sich den Herausforderungen des Lebens stellen kann, befindet sie sich in einem psychischen Gleichgewicht. Psychisches Wohlbefinden setzt sich aus körperlichen, geistigen und sozialen Aspekten zusammen. Außerdem ist es die Fähigkeit, sich dem Leben zu stellen und es mit Kraft zu genießen.

Um psychisches Wohlbefinden zu erreichen, muss ein Mensch zunächst etwas über sich selbst wissen, dann gesunde Gewohnheiten entwickeln und lernen, seine Zeit zu organisieren. All dies solltest du im Hinterkopf behalten, wenn du psychische Veränderungen erreichen willst, die sich wiederum positiv auf deine körperliche Gesundheit auswirken.

Wenn du weißt, wie du die richtigen Prioritäten setzen kannst, ist das ein wichtiger Aspekt, der zu mehr psychischem Wohlbefinden beiträgt. Schauen wir uns das einmal genauer an.

Prioritäten setzen und dadurch psychisches Wohlbefinden erreichen

Obwohl es nicht ganz einfach ist, echtes psychisches Wohlbefinden zu erreichen, kann es mit den richtigen Maßnahmen durchaus gelingen. Wenn die folgenden Tipps bei dir nicht funktionieren, empfehlen wir dir auf jeden Fall, eine/n Psychologin/en oder Therapeutin/en aufzusuchen.

1. Prioritäten setzen: Lerne zunächst dich selbst als Individuum kennen

Prioritäten setzen - Frau blickt sich im Spiegel an

Laut der Psychologin Carol Ryff basiert das psychische Wohlbefinden auf sechs Dimensionen. Diese stellen die Art und Weise dar, wie der Einzelne mit den Situationen umgeht, die sich im Leben ergeben.

Zunächst ist es wichtig, dich selbst mit all deinen Stärken und Schwächen zu kennen und zu akzeptieren. Erforsche deine Persönlichkeit und deine Vorlieben und Abneigungen. Wenn du dich nicht so akzeptierst, wie du bist, wird es schwierig sein, voranzukommen, weil du mit ständiger Unzufriedenheit leben wirst. Wenn du dich selbst akzeptierst, wirst du positive Beziehungen zu dir selbst und zu den Menschen um dich herum aufbauen.

Durch Selbstakzeptanz kannst du dir einen Lebenszweck mit kurz-, mittel- und langfristigen Zielen setzen. Dieser Zweck wird dich zu persönlichem Wachstum führen, weil du das Gefühl hast, dass du ein Ziel hast und einen einzigartigen Platz in der Welt um dich herum einnimmst.

Indem du dich als Individuum entwickelst, hast du Autonomie und Freiheit bei deinen Entscheidungen und kannst die Kontrolle über dein Umfeld gewinnen. Außerdem entwickelst du deine eigene Meinung und triffst Entscheidungen, ohne von anderen beeinflusst zu werden.

Wenn du deine Identität stärkst und dich selbst kennst, legst du den Grundstein für dein psychisches Wohlbefinden. Falls du allerdings Schwierigkeiten hast, deinen Weg zu finden und auf der Suche nach dir selbst vom Weg abkommst, kannst du die professionelle Hilfe eines Psychologen/einer Psychologin in Anspruch nehmen. Verabschiede dich von der absurden Vorstellung, dass “Psychologen nur für labile Menschen da sind”, und wage es, auf der Suche nach Wohlbefinden voranzukommen.

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2. Entwickle gesunde Gewohnheiten

Prioritäten setzen für mehr Wohlbefinden
Wenn du lernst, Prioritäten zu setzen, kann dir das helfen, gesunde Gewohnheiten zu entwickeln.

Manchmal hat man eine Liste von Aufgaben oder noch zu erledigenden Dingen, die man aber nicht erledigt. Obwohl die Absicht besteht, alles abzuarbeiten, mangelt es häufig an der zeitlichen Organisation. Eine Möglichkeit, deine Ziele zu erreichen, besteht darin, dass du dir Gewohnheiten oder einfache Regeln erschaffst, die es dir ermöglichen, deine Aufgaben zu erledigen.

In Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg spricht der Autor Stephen Covey über eine Reihe von Werkzeugen, die wir alle nutzen können, um Prioritäten zu setzen und Stabilität zu erreichen. Diese Gewohnheiten können mit Willenskraft und täglicher Arbeit entwickelt werden.

  • Die erste Gewohnheit ist Verantwortung. Eine Person, die ihre Aufgaben erfüllt, respektiert die Zeit anderer und entwickelt Disziplin bei der Organisation ihrer Prioritäten. Durch die Übernahme von Verantwortung wirst du zum Lenker deines eigenen Lebens.
  • Eine weitere wichtige Gewohnheit für ein gutes persönliches Management ist es, dem Wichtigen Vorrang vor dem Dringenden zu geben. Im Wesentlichen wird dies durch Instrumente zur effektiven Zeitnutzung erreicht. Wenn man sein berufliches, privates, akademisches und wirtschaftliches Leben gut organisiert, wird man auch in seinen Beziehungen zu anderen Menschen einen gegenseitigen Nutzen erzielen.
  • Außerdem ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass der Mensch ein soziales Wesen ist und eine effektive Kommunikation von grundlegender Bedeutung ist. Sie besteht darin, die andere Person zu verstehen und eine klare Botschaft zu übermitteln. In diesem Kommunikationsprozess schafft der Einzelne Interdependenz, weil er sich aus dem Wissen und den Erfahrungen der anderen nährt.

3. Wenn du lernst, Prioritäten zu setzen, kannst du deine Zeit besser einteilen und dich auf das konzentrieren, was wichtig ist

Prioritäten setzen
Wenn du lernst, Prioritäten zu setzen, kannst du besser organisiert bleiben.

Letztendlich ist eine effiziente Zeiteinteilung der Schlüssel zum Erreichen der eigenen Ziele und zu echtem psychischem Wohlbefinden. Denn Zeit ist eine Variable, die man nicht kontrollieren kann, aber es gibt Instrumente, die es uns ermöglichen, sie effizient zu verwalten.

Wenn du ein Ziel erreichen willst, musst du Prioritäten setzen. Dann legst du fest, welche Aufgaben wichtig und welche dringend sind. Die wichtigen Aufgaben sorgen für zufriedenstellende Ergebnisse bei der Erreichung deiner Ziele. Die dringenden Aufgaben hingegen sind Aufgaben, die sofort erledigt werden müssen, unabhängig davon, wie sie zu deinen Zielen beitragen.

Eine Möglichkeit, Prioritäten festzulegen, besteht darin, eine Liste mit Aufgaben zu erstellen, auf der du dir das Ziel und die Schritte zur Zielerreichung notieren kannst. Das Setzen von Zielen ist für alle Aspekte des Lebens von grundlegender Bedeutung, denn so lässt sich der eigene Fortschritt in Bezug auf das psychische Wohlbefinden definieren und verfolgen.

Tools zur Organisation deiner Zeit

Zeit ist unflexibel. Sie bestimmt das Handeln eines Menschen und kann nicht kontrolliert werden. Allerdings kannst du steuern, wie du deine Zeit aufteilst.

Dazu kannst du einen Aktivitätenkalender erstellen, in dem du Aufgaben und Termine dokumentierst. Lege Termine fest und halte diese  möglichst ein. Allerdings solltest du dabei auch flexibel sein, damit du nicht zu viel Stress erzeugst. Im Internet gibt es viele verschiedene Tools, mit denen du deine Zeit organisieren kannst. Du kannst deinen Aufgaben sogar Farben zuweisen und dich daran erinnern lassen!

In einer Agenda oder einem Journal kannst du die Details deiner Aktivitäten festhalten. Es gibt verschiedene Tagebuchformate und viele Computeranwendungen haben diese Funktionen kombiniert. Du kannst Auswahlen treffen, Aufgabenlisten erstellen, Prioritäten setzen, Fotos anhängen und sogar Diagramme hinzufügen. So behältst du den Überblick über deine Aufgaben.

Die größte Herausforderung bei der Organisation des eigenen Zeitplans ist der Kampf gegen die “Zeitdiebe”. Das sind all die Ablenkungen, die dich davon abhalten, eine Aufgabe zu erledigen. Dein Handy und soziale Netzwerke sind die größten Ablenker. Damit sie dich nicht zu sehr ablenken, solltest du ihnen nur kurze Zeiträume widmen und sie dann während der Arbeit ganz beiseite legen.

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  • Ryff, C. D. (2014). Psychological well-being revisited: Advances in the science and practice of eudaimonia. Psychotherapy and psychosomatics, 83(1), 10-28.
  • Covey, S. R. (2015). Los 7 Hábitos de la Gente Altamente Efectiva: Edición de Imágenes. Mango Media Inc..
  • OMS Base de datos. (2013). Salud mental: un estado de bienestar. https://doi.org/10.1109/AERO.2012.6187295