Lebensmittel, die bei Gastritis helfen

Bei Gastritis gibt es Lebensmittel, die den Zustand verschlimmern – aber ach solche, die Symptome lindern können.
Lebensmittel, die bei Gastritis helfen
Elisa Morales Lupayante

Geprüft und freigegeben von der Sportpädagogin und Ernährungsberaterin Elisa Morales Lupayante.

Geschrieben von Ivan Aranaga Amengual

Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2022

Wer unter Gastritis leidet, weiß meist ganz gut, welche Lebensmittel seine Symptome unnötig verschlimmern und die Heilung verzögern. Es gibt aber auch Lebensmittel, die bei Gastrits eine Heilung unterstützen können und die Symptome lindern. 

Wie kommt es zu Gastritis?

Gastritis bezeichnet eine Magenschleimhautentzündung, die meistens bakteriellen Ursprungs ist. Dein Arzt wird dir wichtige Medikamente verschreiben, die gegen die Bakterien helfen, aber du kannst auch mit Naturheilmitteln deinem Körper zusätzlich helfen, die Gastritis zu heilen.

Wichtig ist, dass du diese Naturheilmittel nur unterstützend anwendest, denn bleibt eine Gastritis unbehandelt, kann sie zu Magengeschwüren und Magenkrebs führen.

Typische Symptome einer Gastritis sind Schmerzen, die nach dem Essen erst einmal besser werden, um dann heftig zurückzukehren. Die Schmerzen befinden sich im Oberbauch, ungefähr hinter dem Brustbein und werden häufig mit Herzbeschwerden verwechselt und daher oft zu spät als Gastritis diagnostiziert.

Eine Gastritis heilt in aller Regel nur mit den richtigen, vom Arzt verordneten Medikamenten aus, jedoch hat Mutter Natur einige Mittel bereitgestellt, um diesen Genesungsvorgang zu unterstützen und die Symptome der Gastritis zu lindern und so für Besserung zu sorgen.

Welche Lebensmittel sind ungeeignet bei Gastritis?

Zur Unterstützung der Behandlung ist es wichtig, deine Ernährung anzupassen. Die beste Medizin nützt nichts, wenn du mit falscher Ernährung ständig einer Heilung der Gastritis entgegenwirkst!

Folgende Lebensmittel solltest du während dieser Erkrankung besser vom Speiseplan streichen und meiden:

  • Kaffee: Beim Rösten der Kaffeebohnen entstehen Säuren, die die Magenschleimhaut zusätzlich reizen können. Bis deine Gastritis vollständig abgeheilt ist, bleibt Kaffee für dich ganz und gar verboten!
  • Manche Gewürze reizen den Magen. Reizende Gewürze sind beispielsweise: Pfeffer, Chili, Senf, Paprika und Meerrettich.
  • Rauchen fördert die nächtliche Produktion von Magensäure. Gerade in der Nacht hat der Magen die Chance, die Entzündung abheilen zu lassen. Eine Gastritis entsteht ja durch eine durch Magensäure geschädigte Magenschleimhaut. Für eine Heilung ist die Reduzierung der Magensäure erforderlich. Wer raucht, bewirkt genau das Gegenteil!
  • Alkohol kann in größeren Mengen zu einer Magenschleimhautentzündung führen und sie somit auch begünstigen, verschlimmern oder bei der Heilung behindern. Hast du eine Gastritis, verzichte bitte komplett auf Alkohol, bis sie abgeheilt ist!
  • Manche Medikamente sind für die Magenschleimhaut äußerst reizend und sollten während der Abheilung eines Magengeschwürs niemals eingenommen werden. Einige „Alltagsmedikamente“ wie Aspirin gehören dazu. Bitte lies dir unbedingt den Beipackzettel durch – werden dort Magenprobleme erwähnt: Finger weg davon!
  • Tierisches Eiweiß fördert Entzündungen. Ein Magengeschwür ist eine Entzündung, die abheilen muss. Versuche daher, bis zur vollständigen Genesung tierische Eiweiße aus deiner Ernährung zu verbannen: kein Fleisch, keine Eier, keine Milchprodukte. Ideale pflanzliche Eiweiße sind Hülsenfrüchte, Sojamilchprodukte und Nüsse.

Es gibt aber auch Lebensmittel, die Symptome von Gastritis lindern, die Entzündung eindämmen und die Heilung fördern. Dazu zählen unter anderem folgende Lebensmittel:

Ingwertee

Ingwer wirkt entzündungshemmend und kann die Magensäure abmildern, die deine Magenschleimhaut so reizt. Für einen Ingwertee schneide frische Ingwerwurzel klein oder reibe sie über einer Gemüsereibe. Koche Ingwer nun in Wasser zirka 10 Minuten und gieße den Sud dann durch ein Sieb.

Honig wirkt ebenfalls heilend, damit kannst du süßen. Den warmen Tee in kleinen Stücken trinken.

Kamillentee

Kamille wirkt entzündungshemmend und fördert die Heilung. Trinke über den Tag verteilt in kleinen Schlucken einen starken Sud aus Kamillenblüten. Der starke Teeaufguss sollte nach Möglichkeit lauwarm sein, um deinen Magen nicht zusätzlich durch Hitze- oder Kältereize zu strapazieren.

Fencheltee

Fencheltee hat sich seit Generationen bei Verdauungsbeschwerden bewährt. Er wirkt krampflösend und kann helfen, die Verdauung trotz Schmerzen zu regulieren. Oft führen Magenschmerzen zu verkrampftem Essen und dadurch zu Blähungen, welchen Fenchel entgegen wirken kann. Je konzentrierter der Teeaufguss, desto besser!

Reiswasser

Reiswasser ist das Wasser, das übrig bleibt, wenn du Reis mit mehr Wasser als nötig gekocht hast. Das, was im Topf bleibt, wenn du Reis in Kochbeuteln gekocht hast. Und das, was du nie zu sehen bekommst, wenn du das richtige Verhältnis von Wasser zu Reis verwendest.

Reiswasser soll gut bei Magen-Darm-Erkrankungen wirken, da einige der Mineralien, die im Reis enthalten sind, in das Kochwasser übergehen und beim Trinken gegen Mineralstoffverlust helfen können.

Porridge

Porridge ist nichts anderes als Haferbrei. Ein Porridge kann auch in Ausnahmefällen aus anderen Getreidesorten zubereitet werden, er wird jedoch in der Regel aus feinen Haferflocken hergestellt. Porridge kann süß oder salzig zubereitet werden, wir empfehlen ihn in der süßen Variante zum Frühstück.

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