Kurkuma gegen Akne: Wirkung und Verwendung

30 April, 2020
Eine Kurkumamaske hilft tatsächlich effizient gegen Akne. Allerdings solltest du vorsichtig mit dieser intensiv gelben Wurzel umgehen, da sie manchmal Allergien verursachen kann. 

Zwar ist die intensiv gelbe Wurzel vor allem als Gewürz für verschiedenste Rezepte bekannt, doch Kurkuma kommt seit langer Zeit auch als Naturheilmittel und für kosmetische Zwecke zum Einsatz. Wusstest du, dass Kurkuma gegen Akne hilft? Erfahre heute, wie du diese Heilpflanze verwenden kannst, um unschöne Pickel loszuwerden.

Der bioaktive Wirkstoff Curcumin verleiht der gelben Wurzel besonders vorteilhafte Eigenschaften: Kurkuma wirkt entzündungshemmend und antioxidativ und kann sowohl innerlich als auch äußerlich verwendet werden. 

Deshalb ist Kurkuma-Extrakt in der Hautpflege sehr beliebt. Noch sind weidere Forschungsstudien nötig, um dieses Naturheilmittel genauer zu untersuchen, doch es wurde bereits als natürliche Unterstützung gegen Akne akzeptiert. Probiere Kurkuma gegen Akne selbst aus, um dich davon zu überzeugen.

Warum hilft Kurkuma gegen Akne?

Warum hilft Kurkuma gegen Akne?
Die antibakteriellen Eigenschaften des Wirkstoffs Curcumin sind in der Hautpflege, insbesondere bei Akne, sehr hilfreich.

Kurkuma hat verschiedene interessante Eigenschaften, um Akne zu behandeln. Besonders wichtig ist die antibakterielle Wirkung dieser Wurzel. Sie bekämpft in Kombination mit Laurinsäure Mikroorganismen wie P. acnes, wobei die Wirkung beispielsweise mit den Arzneistoffen Erythromycin oder Clindamycin verglichen werden kann.

Dieses wunderbare Naturheilmittel hat außerdem entzündungshemmende Wirkungen, die bei dermatologischen Problemen sehr vorteilhaft sind. Zwar sind weitere wissenschaftliche Evidenzen erforderlich, um die genaue Effizienz gegen Akne zu untersuchen, doch anekdotische Daten legen die Wirksamkeit nahe.

Die Kurkumawurzel zeichnet sich ebenfalls durch Antioxidantien aus, die unterstützend gegen Akne helfen. Die äußerliche Anwendung fördert die Regenerierung des Gewebes und reduziert das Risiko für zurückbleibende Narben. Außerdem stimuliert Kurkuma die Bildung von Kollagen und beugt Falten vor.

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Andere Vorteile von Kurkuma, von denen die Haut profitieren kann

Im Unterschied zu konventionellen Behandlungen hat Kurkuma weitere Vorteile für die Gesundheit der Haut. Die darin enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sowie der Wirkstoff Curcumin sind eine ausgezeichnete Ergänzung in der Hautpflege.

Kurkuma gegen Akne

Kurkuma gegen Akne
In Kombination mit Kokosöl kannst du die anitmikrobiellen Wirkungen von Kurkuma zusätzlich verstärken.

Um die Vorteile von Kurkuma optimal zu nutzen, empfehlen wir dir die Kombination mit Kokosöl. Dieses enthält Laurinsäure, die für ihre antimikrobielle Wirkung bekannt ist. Damit ist die Behandlung von Akne besonders effektiv.

Außerdem sind die Eigenschaften von Kokosöl gut erforscht: Es schenkt der Haut Feuchtigkeit und hilft beispielsweise bei Schuppenflechte und Ekzemen. Wie auch Kurkuma fördert es den Wundheilungsprozess und die Regenerierung der Haut. Darüber hinaus minimiert es die schädliche Wirkung freier Radikale.

Zutaten

  • 1 Esslöffel Kurkumapulver (15 g)
  • 2 Esslöffel Kokosöl (30 g), am besten in Bio-Qualität
  • 1 Esslöffel Bienenhonig (15 g)

Herstellung

  • Vermische das Kurkumapulver mit dem Kokosöl und dem Honig.
  • Verrühre alles gut, bis eine homogene Mischung entsteht.

Anwendung

  • Reinige zuerst dein Gesicht gründlich.
  • Danach trägst du die Kurkuma-Maske auf die von Akne befallenen Stellen auf.
  • Bedecke die problematischen Stellen gut.
  • Lasse die Maske 15 Minuten lang wirken und wasche sie danach mit lauwarmem Wasser ab.
  • Wiederhole diese Prozedur mindestens dreimal in der Woche.

Anmerkung: Die Resultate sind nicht unmittelbar zu erkennen. Wichtig ist, mit der Behandlung konstant zu sein, um die gewünschten Ergebnisse zu erhalten.

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Kurkuma gegen Akne: Vorsichtsmaßnahmen

Auch wenn Kurkuma gegen Akne sehr effizient wirken kann, darfst du nicht vergessen, dass die intensiv gelbe Wurzel auch Nebenwirkungen auslösen kann. Bei der äußerlichen Anwendung kann sich die Haut zum Beispiel kurzzeitig gelblich verfärben. Doch nach der gründlichen Reinigung ist davon nichts mehr zu sehen.

In manchen Fällen können Allergien oder eine Kontaktdermatitis entstehen. In einer Studie aus dem Jahre 2015 wurde festgestellt, dass Curcumin ein Allergen ist, das zu Hautreizung, Rötung oder Schwellung führen kann.

Du solltest deshalb zuerst einen kleinen Allergietest machen, bevor du Kurkuma gegen Akne großflächig verwendest. Trage einfach etwas Kurkuma an einer kleinen Stelle am Arm auf und beobachte, ob innerhalb der nächsten 24 Stunden unerwünschte Hautreaktionen sichtbar werden. Sollte dies der Fall sein, musst du auf dieses Naturheilmittel verzichten.

Resümee

Die Kurkumawurzel wirkt effizient gegen Akne, insbesondere in Kombination mit Kokosöl. Allerdings solltest du vorsichtig vorgehen, denn sie könnte allergische Reaktionen auslösen. Doch im Allgemeinen handelt es sich um eine wirksame Alternative zu konventionellen Behandlungsformen.

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