Krabbeln lernen: Motiviere dein Baby mit diesen 5 Tipps!

7 August, 2019
Praktisch alle Babys lernen das Krabbeln von selbst, doch die Eltern können dabei eine wichtige Unterstützung sein und das Kleine motivieren. Probiere unsere Tipps aus!

Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind voller magischer und emotionaler Momente. Jeder kleine Fortschritt trägt zum Stolz der Eltern bei und wird gefeiert. Wir zeigen dir heute, wie du dein Baby motivieren kannst, krabbeln zu lernen.

Im Alter zwischen 7 und 9 Monaten beginnen Babys normalerweise, ganz automatsich zu krabbeln. Sie sind jetzt in der Entwicklung so weit, dass sie niemanden brauchen, der ihnen das zeigt. Doch trotzdem können die Eltern ihr kleines Kind stimulieren und motivieren, damit es Lust zum Krabbeln bekommt.

Damit beginnt seine erste kleine Unabhängigkeit, denn es kann sich jetzt selbst an einen Ort bewegen, der interessant zu sein scheint. So kann das Kind neue Dinge entdecken und entwickelt gleichzeitig seine psychomotorische Beweglichkeit. 

Unterschiedliche Arten von Krabbeln

Unterschiedliche Arten von Krabbeln
Es gibt verschiedene Arten des Krabbelns. Manche Kinder verwenden sehr einfache Bewegungsabläufe, andere werden dabei motorisch immer besser und gewandter.
Nicht alle Kinder krabbeln auf dieselbe Weise. Grundsätzlich unterscheidet man vier unterschiedliche Arten des Krabbelns. Manche davon sind einfach und rudimentär, andere jedoch sehr ausgeklügelt und geschickt. Daran erkennt man unter anderem die Entwicklungsstufe des Kindes.

Manche Kinder ziehen sich nur mit den Armen vorwärts. Sie heben den Körper kaum und verwenden die Beine nicht, ganz so wie sich ein Soldat am Boden vorwärts bewegt. Andere Kinder heben beim Krabbeln zwar den Körper, verwenden jedoch trotzdem nur die Hände, um in Bewegung zu kommen, während die Beine dazu keinen Beitrag leisten.Beim klassischen Krabbeln verwendet das Kind jedoch die Arme und stützt sich auf die Knie auf, die es dann auch bewegt, um weiterzukommen. Im Vierfüßlerstand sind manche Babys sehr geschickt und krabbeln dann auch recht schnell.

Eine weitere Möglichkeit ist, den Körper komplett zu heben und sich nur auf die Füße (nicht auf die Knie) und Hände zu stützen. Jeder hat seine eigenen Methoden!

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Wie kann man ein Kind zum Krabbeln motivieren?

1. Lege dein Kind beim Spiel auf den Bauch

Krabbeln lernen
Wenn du dein Kind auf den Bauch legst, kann es die Muskulatur trainieren, die es für seine Fortbewegung benötigt.
Meist sitzen Babys und sie schlafen auf dem Rücken. Wenn du dein Kleines jedoch beim Spiel öfters auf den Bauch legst, kann es seine Muskeln trainieren und lernen, das Köpfchen besser zu halten und zu heben.

Anfangs fühlt es sich dabei vielleicht nicht sehr wohl. Deshalb solltest du mit sehr kurzen Zeiten beginnen und es dafür mehrmals täglich probieren. Du kannst deinem Baby Spielzeug geben, um es abzulenken. Oder du legst dich selbst auf den Rücken und legst dein Kind mit seinem Bauch auf deinen, damit es lernt, seinen Oberkörper zu stützen. 

2. Stelle dein Baby vor Herausforderungen, damit es am Krabbeln interessiert ist

Sobald sich dein kleiner Schatz etwas bequemer fühlt, wenn er auf dem Bauch liegt, lege ein Spielzeug vor ihm auf den Boden. Dieses sollte sich jedoch außer Reichweite befinden, damit dein Kind Lust bekommt, es zu holen. So kannst du es dazu motivieren, sich zu bewegen.

Auch wenn das anfangs nicht leicht ist und dein Kind frustriert reagiert, solltest du ihm das Spielzeug nicht gebenEs wird eine Möglichkeit finden, sich dem Spielzeug selbst zu nähern, auch wenn es Zeit braucht. Vielleicht beginnt es sogar mit seinen ersten Krabbelversuchen!

3. Mit deinem Baby krabbeln

Kinder lernen sehr schnell durch die Beobachtung von Vorbildern. Wenn dein Baby sieht, wie du selbst krabbelst, weiß es, wie das geht. Das bedeutet nicht, dass es dich sofort nachahmen wird, doch es hilft ihm zu sehen, dass es auch selbst diese Fähigkeit entwickeln kann und zeigt ihm, wie man krabbelt.

Dem Baby krabbeln lernen.
Spiele mit deinem Kind, indem du auch selbst krabbelst. Babys lernen durch die Beobachtung von Vorbildern sehr schnell!

4. Mobile und Spiele zum Aufhängen

Wenn dein Kind liegt und du ein Mobile über ihm aufhängst, kann es damit seine Arme und Bauchmuskeln stärken. Es fühlt sich von den bunten Farben und der Bewegung angezogen und wird versuchen, die Figuren zu erreichen. Dabei trainiert es seine Muskeln, was ihm dann beim Krabbeln hilft.

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5. Hilf deinem Kind, sich zu bewegen

Verwende ein Handtuch oder ein Leintuch, das du um den Bauch deines Babys wickelst, um es damit zu halten. Hebe es dann leicht mit dem Tuch an, damit der Oberkörper etwas erhöht ist. Dein Kind wird intuitiv versuchen, sich mit den Händen auf den Boden aufzustützen. Wenn es das tut, schaukle es in dem Tuch ganz sanft etwas nach vorne und dann wieder nach hinten.

Du kannst diese Übung auch machen, indem du dein Baby mit deinen Händen an seiner Hüfte hältst. 

Was passiert, wenn das Baby nicht krabbeln lernt?

Zwar krabbeln die meisten Kinder, bevor sie gehen lernen. Doch es gibt auch viele, die vom Sitzen direkt zu Gehen übergehen, ohne dazwischen zu krabbeln. Das ist ganz normal.

Wenn du jedoch merkst, dass dein Kind Schwierigkeiten beim Krabbeln hat, solltest du deinen Kinderarzt zu Rate ziehen. Er kann feststellen, ob sich dein kleiner Liebling motorisch richtig entwickelt.

  • Developmental Continuity? Crawling, Cruising, and Walking. Karen E. Adolph, Andrew Leo. New York University. Sarah E. Berger. The College of Staten Island and the Graduate Center of the City University of New York. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3050596/