Gefäßperforation durch zentralen Venenkatheter

17 September, 2019
Die Gefäßperforation ist eine sehr seltene Komplikation. Nur 10 % der Perforationen treten bei zentralen Venen auf. Allerdings wird die richtige Diagnose meist erst spät gestellt, was eine erhöhtes Risiko darstellt und tödlich verlaufen kann. 

Zu einer Gefäßperforation kommt es dann, wenn ein Venenkatheter nicht richtig gelegt wird und sich die Spitze bewegt. Dies kann jederzeit vorkommen, ganz unabhängig davon, wo genau sich der Katheter befindet.

Es handelt sich allerdings um eine sehr selten auftretende Komplikation. Nur 10 % der Perforationen treten an zentralen Venen auf. Doch die richtige Diagnose erfolgt oft sehr spät, was eine zusätzliche Gefahr darstellt und tödich verlaufen kann.

Um zu bewerten, ob eine bestimmte Vene für die Anbringung eines Katheters geeignet ist, verwendet man Ultraschall. Damit kann der Radiologe eine korrekte Intervention planen. Erfahre heute mehr über verschiedene Venenkatheter und mögliche Komplikationen.

Venenkatheter: Welche Arten gibt es?

Venenkatheter: Welche Arten gibt es?
Im Unterschied zu einem Standard-Katheter für intravenöse Applikationen ist ein Gefäßkatheter langlebiger. Außerdem ist die Gefahr für eine Verstopfung oder Infektion geringer.

Ein Venenkatheter (Venenverweilkanüle) ist ein dünner Kunststoffschlauch, der über das Venensystem bis in die obere oder untere Hohlvene vor dem rechten Vorhof des Herzens geführt wird. Größe, Länge und Anzahl von Kanälen des Katheters sind variabel. Sie hängen von der Ursache der Verwendung ab. Anschließend beschreiben wir die am häufigsten eingesetzten Venenkatheter etwas genauer:

Peripherer Venenkatheter 

Es handelt sich um einen langen Katheter, der über eine periphere Vene am Arm oder am Bein eingeführt wird, bis er die obere oder untere Hohlvene vor dem rechten Vorhof des Herzens erreicht. Man spricht auch von einer Venenverweilkanüle oder einem peripher-venösen Zugang. Diese Art von Katheter wird häufig eingesetzt, um Medikamente oder Infusionen intravenös zu verabreichen. 

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Nicht untertunnelter zentraler Venenkatheter

Ein nicht untertunnelter Venenkatheter kann größer sein und kommt deshalb bei relativ großen Venen zur Anwendung. Es handelt sich um Venen, die zentraler liegen, wie beispielsweise die Halsvene (Jugularvene) oder die Oberschenkelvene (Vena femoralis).

Untertunnelter Venenkatheter

Bei einem untertunnelten Venenkatheter befindet sich der Eitnritt in die Vene innerhalb des Unterhautgewebes. Der Zugang ist immer möglich, es ist kein Nadelwechsel erforderlich. Es gibt verschiedene Größen und Arten untertunnelter Katheter. Besonders hervorzuheben ist in diesem Fall die Sicherheit und der einfache Zugang zur Kanüle.

Portkatheter

Es handelt sich um ein System, das einen dauerhaften Zugang zum venösen oder arteriellen Blutkreislauf ermöglicht. Der Portkatheter besteht aus einer (oder mehreren) Kammern und einem Schlauch.

Risiko einer Gefäßperforation und andere Komplikationen durch einen zentralen Venenkatheter

Risiko einer Gefäßperforation durch einen zentralen Venenkatheter
Das Anlegen eines peripheren Katheters kann schwerwiegende Komplikationen verursachen. Unter anderem kann es zu einer Gefäßperforation kommen, deshalb muss der Arzt die richtige Position ständig überwachen.

Wenn der Venenkatheter nicht richtig angelegt wird, können es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Eine mögliche Folge ist eine Gefäßperforation. Deshalb muss die richtige Position immer überwacht werden.

Zur Diagnose einer Gefäßperforation wird eine Computertomographie mit Kontrast verwendet. Es gibt bei Venenkathetern zwei Arten von Risiken: Komplikationen durch das falsche Anlegen der Kanüle und Komplikationen, die nach dem Anlegen im Körper auftreten.

Zu den häufigsten Risiken gehören folgende:

  • Infektion an der Punktionsstelle kurz nachdem der Katheter gelegt wird
  • Blutung und Hämatome
  • Pneumothorax: Es handelt sich um eine krankhafte Luftansammlung im Brustkorb, die zu einem Kollaps eines Lungenflügels führen kann. Dies wiederum verursacht eine unzureichende Atemfunktion der Lunge.
  • In seltenen Fällen kommt es zu einer Fehllage in einem arteriellen Gefäß, anstatt den Katheter in der Vene anzulegen. Sollte dies der Fall sein, muss der Arzt den Katheter wieder entfernen. In den meisten Fällen heilt die Arterie danach von selbst, doch manchmal kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein.

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Späte Infektion durch einen Venenkatheter

Bei einem Venenkatheter können zwei Arten einer späten Infektion auftreten: Infektion der Haut an der Punktionsstelle oder eine Infektion im Blutstrom. 

Wenn der Katheter nicht gut an der Haut haftet, besteht das Risiko, dass er sich ungewollt löst. Sollte dies der Fall sein, muss man schnellstmöglich einen Arzt rufen. Ziwschenzeitlich übt man mit einer sterilen Wundauflage Druck auf die Punktionsstelle aus.

Ein Blutgerinnsel könnte den Venenkatheter verstopfen, egal um welche Art es sich handelt. Dann kann der Arzt das Gerinnsel mit einem Blutverdünner auflösen, doch in manchen Fällen muss er den Katheter entfernen.

Nur selten kommt es dazu, dass der Patient das Gefühl unregelmäßiger Herzschläge hatdas auch mit dem Katheter im Zusammenhang steht.

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