Herzgesundheit in den Wechseljahren

· 2 Dezember, 2018
Mit dem Einsetzen der Wechseljahre treten erhöhte Risikofaktoren auf, die eine Herzerkrankung auslösen können. Für die Herzgesundheit ist es daher wichtig, gute Gewohnheiten zu pflegen.

Die Wechseljahre selbst verursachen im Normalfall keine Herzerkrankungen. Doch das Risiko erhöht sich in diesem Alter. Dabei spielen natürlich auch andere Faktoren, wie Ernährung, Rauchen und ungesunde Gewohnheiten eine wichtige Rolle. Erfahre heute mehr über die Herzgesundheit in den Wechseljahren.

Das Risiko für Herzkrankheiten nimmt mit zunehmendem Alter zu. Bei Frauen können die Symptome jedoch nach Beginn der Wechseljahre bereits deutlicher ausfallen.

Das Durchschnittsalter für den Beginn der Wechseljahre beträgt 45 Jahre und wird auch Perimenopause genannt. Bei Frauen nehmen Herzinfarkte 10 Jahre nach Beginn der Wechseljahre zu.

Herzkrankheiten stellen bei Frauen die häufigste Todesursache dar. Eine von drei erwachsenen Frauen leidet an einer Herzerkrankung.

Der Zusammenhang zwischen Wechseljahren und Herzgesundheit

Meditation ist gut für die Herzgesundheit in den Wechseljahren

Die Wechseljahre treten ein, wenn eine Frau ihre Periode nicht mehr bekommt. Dies ist ein natürlicher Prozess, den Frauen im Alter von ungefähr 50 Jahren erleben. Aber die Menopause kann sich auch früher einstellen.

In den Wechseljahren hören die Eierstöcke auf, Östrogen zu produzieren. Dies ist ein Hormon, das den Menstruationszyklus steuert. Östrogen kann auch dabei helfen, die Blutgefäße stark und geschmeidig zu halten.

Denke daran, dass die Menopause keine Herzerkrankungen verursacht. Allerdings erhöht ihr Eintreten die Risikofaktoren, die Herzerkrankungen entwickeln können.

Während der Wechseljahre können folgende Risiken auftreten:

  • Höherer Blutdruck
  • Höhere LDL-Werte oder „schlechtes“ Cholesterin
  • Niedrigere HDL-Werte oder „gutes“ Cholesterin, wodurch ein Teil der „schlechten“ Cholesterinwerte reguliert wird
  • Höherer Triglyceridspiegel (Blutfett)

Es kann sein, dass ein Zusammenhang zwischen Östrogen und einem geringeren Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfall (vor den Wechseljahren) besteht.

Allerdings wird von Ärzten keine Empfehlung für die Einnahme von Östrogen ausgesprochen, um somit Herzerkrankungen nach den Wechseljahren zu verhindern.

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Symptome einer Herzerkrankung bei Frauen

Hitzewallungen in den Wechseljahren

Das Risiko für Herzerkrankungen steigt sowohl für Männer als auch für Frauen mit zunehmendem Alter.

Aber vielleicht denkst du, dass einige der Symptome normal sind und einfach mit dem Älterwerden zusammenhängen. Dies ist jedoch nicht unbedingt der Fall. Daher  ist es wichtig, dass du einen Arzttermin vereinbarst, wenn du folgende Beschwerden feststellst:

  • Atembeschwerden
  • Brustschmerzen
  • Herzklopfen
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Geschwollene Füße oder Knöchel

Beachte auch, dass die Symptome eines Herzinfarkts bei Frauen und Männern unterschiedlich ausfallen können.

Die meisten Frauen haben Brustschmerzen, Armschmerzen oder Atemnot. Andere Symptome sind mild und können folgende Beschwerden umfassen:

  • Schmerzen in der Brust oder Druck, der kommt und geht
  • Schweiß
  • Übelkeit
  • Schwindel oder Benommenheit
  • Schmerzen im Kiefer, Nacken, Arm oder Rücken
  • Übermäßige Müdigkeit

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Was du für die Herzgesundheit in den Wechseljahren tun kannst

Mäßiger Sport für eine bessere Herzgesundheit

Du kannst jedoch aktiv dazu beitragen, das Risiko für Herzerkrankungen im Alter zu senken. So empfiehlt es sich, dass du frühzeitig gesunde Gewohnheiten einführst.

Hier sind ein paar Empfehlungen, um deine Herzgesundheit in den Wechseljahren zu unterstützen:

  • Wähle eine ballaststoffreiche, gesunde Ernährung und reduziere ebenfalls die Zufuhr von Salz, Zucker und verarbeiteten Lebensmitteln.
  • Frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, magere Proteine ​​und fettarme Milchprodukte können eine wichtige Rolle dabei spielen, dein Herz gesund zu halten.
  • Führe regelmäßig körperliche Aktivitäten aus. Die American Heart Association empfiehlt, an mindestens fünf Tagen pro Woche mindestens 30 Minuten körperlichen Aktivitäten mittlerer Intensität nachzugehen. Dies kann Gehen, Radfahren, Tanzen oder Gartenarbeit sein.
  • Vermeide den Gebrauch von Tabakwaren oder höre ganz mit dem Rauchen auf. Egal wie lange du geraucht hast, es ist nie zu spät, um damit aufzuhören.
  • Finde gesunde Wege, um Stress zu bewältigen. Finde ein Hobby, versuche Meditation oder Yoga und stelle sicher, dass du dich ausreichend körperlich betätigst.
  • Lasse deine Depressionen behandeln. Einige Studien haben gezeigt, dass Frauen mit Depressionen im mittlerem Alter doppelt so häufig einen Schlaganfall haben.
  • Gehe regelmäßig zum Arzt. Durch Kontrolluntersuchungen werden die Risikofaktoren im Auge behalten. Des Weiteren geben sie dir die Möglichkeit, über Symptome zu sprechen und ermöglichen eine frühzeitige Behandlung.

Denke daran, dass die Wechseljahre keine Krankheit sind. Es handelt sich dabei um eine natürliche Phase im Lebenszyklus einer jeden Frau. Und da diese Phase mit Risikofaktoren verbunden ist, ist es wichtig, dass Frauen ihre Gesundheit in den Wechseljahren genau einschätzen.