Gefährliche Diäten und ihre Konsequenzen

9 August, 2019
Sehr restriktive, kalorienarme Diäten können zwar kurzfristig beim Abnehmen helfen, doch sie stellen ein Risiko für die Gesundheit dar. Außerdem wirst du damit langfristig dein Ziel nicht erreichen. 

Immer wieder kommen strikte und sehr einseitige Abnehmdiäten in Mode, die Wunder wirken sollen. Doch viel mehr handelt es sich um gefährliche Diäten, die der Gesundheit nichts Gutes tun. Verschiedene Anzeichen können auf schädliche Folgen hinweisen. Genau dies ist das Thema unseres heutigen Artikels.

Kennst du die Ananasdiät, die Thunfischdiät oder die Proteindiät? Wir könnten noch viele weitere Wunderdiäten aufzählen, die kurzfristig helfen sollen, an Gewicht zu verlieren. Doch dabei muss berücksichtigt werden, dass die Fettpölsterchen genauso schnell wieder auf den Hüften landen, wie sie verloren gingen. Die Konsequenzen für die Gesundheit kommen noch dazu.

Was sind gefährliche Diäten?

Was sind gefährliche Diäten?
Wunderdiäten beruhen nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen. Sie schaden der Gesundheit und haben den gefürchteten Jojo-Effekt zur Folge.
Wenn wir von Wunderdiäten sprechen, müssen wir auch im gleichen Atemzug erwähnen, dass diese einen Nährstoffmangel oder -überschuss zur Folge haben und so der Gesundheit schaden. So mancher findet im Internet Diäten, die schnelle Erfolge versprechen, doch wenn man wieder auf die normale Ernährung umstellt, geht das Gewicht auch wieder rasant nach oben.Langfristig kommt es damit zu Fettstoffwechselstörungen (Dyslipidämie). Es entstehen Probleme mit dem Cholesterin- und Triglyceridspiegel usw. Es gibt für diese Diäten keine wissenschaftliche Grundlagen, die meisten davon sind für den Körper gefährlich und absurd.

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Gefährliche Diäten: Anzeichen für Gesundheitsschäden

Wenn du eine gefährliche Diät hältst, könnten kurzfristig folgende Anzeichen auf Mangelerscheinungen hinweisen:

  • Haarausfall: Wenn es zu einem Mangel an Vitamin B8 (Biotin) kommt, kann Haarausfall die Folge sein. Auch graue Haare, gerötete und schuppige Haut sowie brüchige Nägel weisen auf Mangelerscheinungen hin. Darüber hinaus könntest du an Muskelschmerzen leiden.
  • Energiemangel: Sollte dein Körper zu wenig Vitamin C und zu wenig B-Vitamine erhalten, muss er sich übermäßig anstrengen, was zu Müdigkeit, Schläfrigkeit und Apathie führt.
  • Schuppige Kopfhaut: Dies könnte möglicherweise ein Hinweis auf einen Mangel an Fettsäuren sein. Essentielle Fettsäuren, wie Omega 3, sind für die Gesundheit grundlegend!
  • Wunden und Aphthen im Mund: Dazu kommt es oft bei einem Mangel an Vitamin B12. Du solltest in diesem Fall mehr mageres Geflügel, rotes Fleisch und Eier essen.
  • Kribbeln in Händen und Beinen: Vielleicht mangelt es dir an Vitaminen der B-Gruppe (B9, B6 und B12), denn dadurch kommt es zu Problemen der peripheren Nerven und in der Folge auch zu Nervosität, Depression und einem unausgeglichenen Hormonhaushalt.

Gefährliche Diäten: Konsequenzen

Sehr restriktive, kalorienarme Diäten helfen dir zwar, relativ schnell an Gewicht zu verlieren, doch sie gefährden deine Gesundheit. Folgende Konsequenzen sind sehr häufig:

  • Höheres Risiko für Stoffwechselstörungen
  • Proteinmangel, Vitamin- und Mineralstoffdefizit
  • Entwicklung von Essstörungen (Anorexie oder Bulimie), die zum Teil schwerwiegend sind (bedeutend problematischer als Übergewicht, das korrigiert werden kann)
  • negative psychologische Effekte
  • Jojo-Effekt

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gefährliche vs. gesunde Diät
Die Nährstoffe sollten bei jeder Mahlzeit ausgeglichen verteilt werden, wobei alle wichtigen Lebensmittelgruppen vorhanden sein sollten.

Damit eine Diät effektiv ist und die Gesundheit nicht gefährdet, sollte sie folgende Kriterien erfüllen:

  • Versuche, langsam und mäßig abzunehmen. Um einen Nährstoffmangel zu verhindern, solltest du ungefähr 20 bis 25 Kalorien pro realem Körpergewicht einnehmen.
  • Die ausgeglichene Nährstoffzufuhr ist sehr wichtig, um gesund abzunehmen. Du solltest deshalb die unterschiedlichen Nährstoffe in verschiedene Gruppen einteilen.
  • Du benötigst täglich mindestens 40 – 50 % Kohlenhydrate, damit das Nervensystem (Gehirn, Nerven) korrekt funktionieren kann. Auch für Herz und Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen, Blutplättchen) ist das wichtig.
  • Zwischen 20 und 30 % der Kalorien sollten aus Protein bestehen. Proteinreiche Lebensmittel sind Fleisch, Fisch, Eier Hartkäse und Trockenfrüchte.
  • 30 – 35 % sollte aus gesunden Fetten bestehen. Gesunde Fette sind wichtig, jedoch nur in Maßen.

Abschließend möchten wir noch einmal wiederholen, dass es besser ist, langsam und allmählich abzunehmen, um die Gesundheit nicht zu gefährden und gleichzeitig langfristige Resultate zu erzielen. Um dabei erfolgreich zu sein, sind oft bereits kleine Veränderungen der Lebensgewohnheiten sehr hilfreich. Du wirst es schaffen, und zwar auf ganz gesunde Weise!

  • Las dietas y productos „milagros“. Rev Pediatr Aten Primaria  [Internet]. 2013  Sep [citado  2019  Abr  09] ;  15( 59 ): e121-e121. Disponible en: http://scielo.isciii.es/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S1139-76322013000400023&lng=es.
  • „Dietas mágicas”. Documentos Técnicos de Salud Pública. Ed Dirección General de Salud Pública. Consejería de Sanidad y Servicios Sociales. Comunidad de Madrid. 1998. https://fen.org.es/storage/app/media/imgPublicaciones/181120093354.pdf
  • Agencia Española de Seguridad Española y Nutrición (AESAN). Ministerio de Sanidad y Consumo (2013) Dietas milagro para adelgazar sin fundamento científico y con riesgo para la salud.
  • British Dietetic Association, The (2011) Top 5 Worst Celebrity Diets to Avoid in 2011. En línea: www.bda.uk.com/news/101213weirddiets.htm