Fadenlifting: Was genau ist das?

· 2 Januar, 2019
Ein Fadenlifting ist eine Behandlung mit speziell entwickelten Fäden, die das Gesicht von Frauen und Männern verjüngen. Damit wird die Haut schmerzfrei unter lokaler Betäubung gestrafft. 

Ein Fadenlifting ist eine Behandlung mit speziell entwickelten Fäden, die das Gesicht von Frauen und Männern verjüngen. Damit wird die Haut schmerzfrei unter lokaler Betäubung gestrafft.

Erfahre mehr über diese Technik in unserem heutigen Artikel.

Wissenswertes über Fadenlifting

Wissenswertes über Fadenlifting.

Auch als „Wunderfäden-Technik“ bekannt, zielt diese Art von Facelifting darauf ab, die tieferen Gewebeschichten der Haut zu verjüngen. Das Verfahren erfolgt schnell und ohne chirurgischen Eingriff. Die dafür speziell entwickelten Fäden sind biokompatibel. Sie bestehen aus medizinischen Kunststoffen (z.B. Polydioxanon) und werden vom Körper resorbiert.

Ursprünglich stammt diese Methode aus Japan, wo sie auch erstmals eingesetzt wurde. Die Idee dazu kam einem Arzt bei einer Naht mit Fäden nach einer Herzoperation. Es handelt sich um ein schonendes Verfahren mit langjähriger Praxis, bei dem es kaum zu Komplikationen (wie Allergien) kommt.

Der Einsatz von Fäden zur Straffung der Haut war bereits in den 80er Jahren bekannt. Doch die damals verwendete „goldene Fadentechnik“ führte häufig zu unerwünschten Reaktionen. Das Hautgewebe wurde ungleichmäßig gestrafft, Verhärtungen und andere Beschwerden waren relativ häufig.

Beim Fadenlifting werden jedoch die Fäden im Gesichts- und Halsbereich mit einem netzartigen Stoff verhakt. Diese „Maske“ wird anschließend auf der Gesichtshaut platziert um das Hautgewebe zu halten und zu „liften“.

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Wie wird das Fadenlifting angewendet?

Fadenlifting strafft die Haut.

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Beim Fadenlifting werden die persönlichen Hautbedürftnisse des einzelnen Patienten berücksichtigt: Alter, Gesichtsstruktur und Hauterschlaffung werden untersucht und die Behandlung präzise auf jede Person zugeschnitten.

Zunächst werden ungefähr 10-20 Fäden mit einer Micro-Nadel in das Unterhaut-Fettgewebe eingesetzt. Die Struktur des Fadens bewirkt, dass dieser nach dem Ziehen und Spannen sich fest im erschlafften Gewebe verankert. Danach modeliert der Therapeut die Haut, die dann straff und jung aussieht. 

Es gibt nur wenige lokale Nebenwirkungen, keine Narben und auch nur sehr selten treten allergische Reaktionen auf. Die Fäden sind nicht sichtbar, die Haut sieht natürlich aus. 

Außerdem wird durch dieses Verfahren die Bildung von Fibroblasten und Kollagen gefördert, was die Haut zusätzlich festigt. 

Die Ergebnisse dieser Technik, entwickeln sich kontinuierlich und sind dadurch auf eine natürliche Weise langsam erkennbar. Die ersten Veränderungen sind nach 3 Wochen sichtbar und steigern sich innerhalb von bis zu 3 Monaten nach der Anwendung.

Die Sitzung um die Spannungsfäden unter der Haut zu platzieren, dauert nur etwa 30 Minuten und muss nach 6 Monaten wiederholt werden.

Die Nebenwirkungen dieser Schönheitsprozedur sind:

  • Rötungen der Einstichpunkte
  • Hämatom bei Kontakt mit einem Blutgefäß
  • Vorübergehende Schmerzen (verschwinden innerhalb von 2 bis 6 Tagen)
  • Leichte Schwellungen

Die Anwendung des Fadenliftings wird Frauen und Männern ab 35 Jahren empfohlen. Es ist eine gute Wahl, um Hauterschlaffung umzukehren, vorzubeugen oder zu verbessern. Diese Technik ist außerdem gut mit anderen Behandlungsmethoden wie der klassischen Mesotherapie oder Plasmaanwendungen kombinierbar.

Es sollte jedoch beachtet werden, dass diese Behandlungsmethode nicht für Menschen mit starken altersbedingten Hauterschlaffungen oder bei fehlender Elastizität durch Übergewicht oder starke Gewichtsabnahme geeignet ist.

Vorteile und Nachteile von Fadenlifting

Fadenlifting hat viele Vorteile.

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Die Hauptanwendungsbereiche sind:

  • Anhebung der Wangen
  • Beseitigung von Augenfalten
  • Halsstraffung
  • Verminderung des Doppelkinns
  • Reduktion der Nasobialfalten

Du kannst das Fadenlifting auch an anderen Bereichen deines Körpers anwenden (Gesäß, Bauch, Brust, Arme etc.).

Die Vorteile dieser Behandlungstechnik sind:

  • Unmittelbare Ergebnisse und keine Veränderungen der Gesichtsmimik.
  • Keine Narkose, kein Krankenhausaufenthalt oder spezielle Vorbereitungen sind notwendig.
  • Die Fäden sind nicht sichtbar, daher sieht das Endergebnis natürlich aus.
  • Keine Narbenbildung oder Wunde. Außerdem kannst du die Technik hervorragend mit anderen Schönheitsmethoden kombinieren.
  • Das Material besteht aus biologischen Stoffen und löst keine Allergien oder Abstoßungen aus, zudem erfolgt die Resorption ebenfalls auf natürliche Weise.
  • Der Behandlungsverlauf erfolgt schnell und ist bei Bedarf wiederholbar.

Es gibt jedoch auch Nachteile des Fadenliftings:

  • Bei manchen Patienten entstehen Blutergüsse, Schwellungen oder leichte Infektionen.
  • Wird die Behandlung von einer unerfahrenen Person durchgeführt, können Asymmetrien im Gesicht entstehen.
  • Die Ergebnisse bleiben nicht für immer bestehen und verschwinden mit der Zeit, falls keine Nachbehandlungen erfolgen. Nach 12 Monaten, sind alle Fäden komplett verschwunden solltest du keine Nachbehandlung in Erwägung ziehen.
  • Bei nur einer sehr geringen Prozentzahl, besteht die Gefahr dass einer der Fäden reißt und dadurch Gesundheitsrisiken entstehen.