Basalzellkarzinom: Der häufigste Hautkrebs

Ständige Sonnenexposition ist der Hauptauslöser für Basalzellenkrebs und andere Neoplasien. Welche Symptome treten auf? Wie wird er behandelt? Hier erfährst du alles Wissenswerte!
Basalzellkarzinom: Der häufigste Hautkrebs
Leidy Mora Molina

Geprüft und freigegeben von der Krankenschwester Leidy Mora Molina.

Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2022

Hautkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten weltweit. Das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom sind die beiden vorherrschenden Arten von Hautkrebs.

Im Allgemeinen sind alle neoplastischen Erkrankungen das Ergebnis eines abnormen und unkontrollierten Wachstums einer Gruppe von Zellen. Das Basalzellkarzinom, auch als Basaliom oder Basalzellenkrebs bezeichnet, beginnt in den Basalzellen der tiefsten Schicht der Epidermis, die für die Hautregeneration verantwortlich sind.

Die American Cancer Society schätzt, dass 8 von 10 Fällen von Hautkrebs Basalzellkarzinome sind, wobei in den Vereinigten Staaten mehr als 5 Millionen Menschen betroffen sind. Eine frühzeitige Diagnose und ein rechtzeitiges Vorgehen entscheiden über eine bessere Prognose und Lebensqualität.

Häufige Symptome des Basalzellkarzinoms

Das Basalzellkarzinom ist eine langsam wachsende und schmerzlose Neoplasie, die in manchen Fällen völlig unbemerkt bleibt. Außerdem entwickelt es sich häufiger an sonnenexponierten Stellen des Körpers.

Studien bestätigen, dass 90 % der Fälle im Kopf- und Halsbereich auftreten. Davon treten 10 % an den Augenlidern auf, da dies die häufigste Form des bösartigen Lidtumors ist. Ein kleiner Teil der Fälle tritt jedoch auch an sonnengeschützten Hautstellen wie den Genitalien auf.

Meistens manifestiert sich das Basalzellkarzinom als Knoten, Beule oder Wunde auf der Haut, die langsam wächst und nicht heilt. Die Merkmale der Läsion variieren jedoch je nach Art des Basalzellenkrebses. Einige der häufigsten Läsionen sind die folgenden:

  • Ein glänzender, perlmuttartiger, durchscheinender Knoten, der zu Blutungen und Krustenbildung neigt
  • Eine braune, bläuliche oder schwarz-braune Beule mit durchscheinenden Rändern
  • Schuppiger, roter Belag mit erhabenen Rändern
  • Ein weißlicher, wachsartiger Fleck mit unscharfen Rändern, ähnlich einer Narbe

Im Laufe der Zeit können kleine erweiterte Gefäße oder Teleangiektasien auftreten, die die Hautläsionen begleiten. Letztere erhöhen das Risiko von Blutungen und Geschwüren.

Andere, weniger häufige Formen treten als kleine, oberflächliche rosa oder rote Flecken auf. Darüber hinaus kann auch eine dicke, fleischige, perlmuttfarbene Läsion auf der Haut auf das Vorhandensein der Krankheit hinweisen.

Basalzellkarzinom - Nahaufnahme
Das Basalzellkarzinom ist eine der häufigsten Formen von Hautkrebs. Der Schlüssel zur Verbesserung der Prognose ist eine frühzeitige Diagnose.

Die Ursachen des Basalzellkarzinoms

Basalzellenkrebs entsteht in der Basalzellschicht der Epidermis, der oberflächlichsten Schicht des Körpers. Basalzellen sind dafür verantwortlich, neue Hautzellen zu produzieren und alte Zellen zu ersetzen, die schließlich von der Haut abfallen.

Mutationen im genetischen Code oder der DNA dieser Zellen führen zu ihrer abnormalen Vermehrung. Schließlich fördert das unkontrollierte Wachstum der Basalzellenschicht die Bildung eines sichtbaren Tumors auf der Haut.

Die Forschung hat gezeigt, dass ultraviolette oder UV-Strahlung der Hauptauslöser für Mutationen in der DNA der Hautzellen ist. Im Allgemeinen sind die Sonnenstrahlen die Hauptquelle für UV-Strahlung, ebenso wie Solarien. Es gibt jedoch einige Formen des Basalzellkarzinoms, die nicht mit dieser Ursache in Verbindung gebracht werden.

Risikofaktoren für ein Basalzellkarzinom

Aufgrund seines langsamen und unauffälligen Wachstums tritt es häufig bei älteren Erwachsenen auf. Studien schätzen, dass dieser Krebs im Alter zwischen 55 und 75 Jahren 100-mal häufiger auftritt als bei Menschen unter 20 Jahren.

Darüber hinaus ist die Häufigkeit bei Männern tendenziell höher. Denn das Basalzellkarzinom tritt bei Männern 30 % häufiger auf als bei Frauen. Das hängt damit zusammen, dass sie beruflich häufiger der Sonne ausgesetzt sind. Andere Risikofaktoren, die mit dem Auftreten der Krankheit in Verbindung gebracht werden, sind die folgenden:

  • Helle Haut
  • Helle Augen und blondes oder rötliches Haar
  • Wiederholte Exposition gegenüber Röntgenstrahlen oder anderen Strahlungsquellen
  • Viele Muttermale und Sommersprossen
  • Eine familiäre Vorgeschichte von Hautkrebs
  • Eine persönliche Vorgeschichte mit Hauttumorläsionen
  • Sonnenbrände in jungen Jahren
  • Berufliche Tätigkeit im Freien
  • Ein geschwächtes Immunsystem
  • Die Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten
  • Exposition gegenüber Arsen

Außerdem gibt es einige erbliche Syndrome, die das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Das ist beim nevoiden Basalzellkarzinom-Syndrom – auch Gorlin-Goltz-Syndrom genannt – und bei Xeroderma pigmentosum der Fall.

Basalzellkarzinom: Komplikationen

Im Allgemeinen ist die größte Angst bei jedem Neoplasma die Ausbreitung auf andere Organe oder die Metastasierung. Wenn ein Basalzellkarzinom im Gesicht wächst – in der Nähe der Augen, Ohren oder des Mundes – können die Folgen einer Ausbreitung tödlich sein. Allerdings bilden sich glücklicherweise nur selten Metastasen.

Im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs besteht in vielen Fällen ein hohes Risiko, selbst nach einem erfolgreichen Behandlungsplan. Darüber hinaus erhöht das Basalzellkarzinom das Risiko für andere Hautneoplasien, wie z. B. Plattenepithelkarzinome.

Diagnose

Die Diagnose von Hautkrebs erfordert eine umfassende Untersuchung durch einen Facharzt. Bei der Untersuchung können Fragen zu möglichen Hautveränderungen, zur familiären Vorbelastung und zu anderen Erkrankungen gestellt werden.

Daher ist es sehr wichtig, dem behandelnden Arzt alle ungewöhnlichen Symptome oder Anzeichen zu melden. Die körperliche Untersuchung ist entscheidend, um ein Basalzellkarzinom zu erkennen, denn die meisten lassen sich mit dem bloßen Auge erkennen. Außerdem ist es wichtig, auch andere Körperregionen auf auffällige Hautveränderungen zu untersuchen.

Wenn der Verdacht auf eine Tumorläsion besteht, kann der Facharzt die Entnahme einer Probe des betroffenen Gewebes anordnen. Studien zufolge ist eine Biopsie die Methode der Wahl für die endgültige Diagnose von Hautkrebs. Die Entscheidung hängt von der Größe und der Art der Läsion ab.

Behandlung des Basalzellkarzinoms

Die Behandlung von Basalzellenkrebs konzentriert sich darauf, die Läsion aus der Haut zu entfernen und ihre Ausbreitung auf andere Gewebe zu verhindern. Die chirurgische Exzision ist in der Regel die häufigste Methode zur Entfernung. Dabei werden die Läsion und ein Stück gesunder Haut für eine spätere Analyse herausgeschnitten.

Bei einigen Arten von größeren Tumoren oder wiederkehrenden Läsionen kann eine mikrographische Operation nach Mohs erforderlich sein. Dabei handelt es sich um ein mikroskopisch geführtes Verfahren, bei dem die Läsion Schicht für Schicht entfernt und untersucht wird, bis keine Tumorzellen mehr vorhanden sind.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Techniken für Fälle, in denen eine Operation nicht möglich oder nicht empfehlenswert ist. Mit der Kürettage und der Elektrodesikkation kann die Läsion durch Schaben entfernt und anschließend mit Hitze versiegelt werden. Andere Verfahren sind die Strahlentherapie, die photodynamische Therapie und die Kryochirurgie.

Basalzellkarzinom - Radiotherapie
Die Behandlung dieser Krebsart hängt von der Läsion und dem Fortschreiten der Krankheit ab.

Basalzellkarzinom: Empfehlungen zur Vorbeugung

Derzeit gibt es mehrere Gewohnheiten, um das Risiko zu verringern, an einem Basalzellkarzinom zu erkranken. Einige Empfehlungen zur Vorbeugung dieser Art von Hautkrebs sind die folgenden:

  • Vermeide Sonneneinstrahlung während der stärksten Stunden, zwischen 10:00 und 16:00 Uhr.
  • Benutze täglich Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30.
  • Reduziere die Besuche in Sonnenstudios oder verzichte ganz darauf.
  • Trage schützende Kleidung, wenn du dich im Freien aufhältst, z. B. Hüte, lange Hosen und langärmelige Hemden.
  • Entwickle eine Routine zur Hautkontrolle.
  • Wenn du Knoten oder seltsame Läsionen bemerkst, solltest du einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren.

Früherkennung verbessert die Prognose

Wie du siehst, ist das Basalzellkarzinom die am häufigsten auftretende Form von Hautkrebs. Glücklicherweise können die meisten dieser Läsionen geheilt werden, wenn sie frühzeitig behandelt werden. Nur selten breiten sie sich über die betroffene Stelle hinaus aus.

Daher solltest du bei Hautläsionen, die sich in Größe, Farbe oder Aussehen verändern, unbedingt eine Dermatologin oder einen Dermatologen aufsuchen.

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