8 Krankheiten, die Knoten im Körper verursachen

Krankheiten, die zu Knoten am Körper führen, sind in der Regel gutartig, und die meisten von ihnen können wirksam behandelt werden. Hier erfährst du alles Wissenswerte!
8 Krankheiten, die Knoten im Körper verursachen

Letzte Aktualisierung: 16. Januar 2022

Das Auftreten von Knoten unter der Haut löst bei den Menschen oft große Besorgnis aus. Die meisten dieser Läsionen sind jedoch nicht bösartig und verschwinden mit einer Behandlung. Willst du mehr über 8 Krankheiten erfahren, die Knoten am Körper verursachen? Dann solltest du unbedingt weiterlesen!

Knoten sind tastbare und sichtbare Hautveränderungen, die mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung stehen. Sie sind ein Warnzeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Außerdem sind Knoten in der Regel entzündlich und werden von Schmerzen und Rötungen der Haut begleitet.

Einige Krankheiten verursachen durch die Ansammlung von Sekreten Knoten im Körper. Darüber hinaus können diese auf einen Leistenbruch sowie auf die Vermehrung von Tumorzellen hinweisen.

Krankheiten, die Knoten verursachen

Knoten können gut- oder bösartig sein. Glücklicherweise sind die meisten dieser Läsionen nicht besorgniserregend und stellen keine langfristigen Risiken dar. Anhand der Textur, der Konsistenz, der Regelmäßigkeit und der Entzündungszeichen lässt sich die jeweilige Knotenart oft leicht erkennen.

1. Einige Infektionserkrankungen können zur Bildung von Knoten führen

Bakterielle und virale Infektionen sind die wichtigsten Krankheiten, die zu Knotenbildung führen. Sie sind die Folge einer Entzündung der Lymphknoten als Reaktion auf den Infektionsherd. In der Regel lassen sich vergrößerte Lymphknoten im Kiefer, am Hals, in den Achselhöhlen, in der Brust, im Bauch und in der Leistengegend ertasten.

Der medizinische Begriff für vergrößerte Lymphknoten lautet Adenomegalie. Studien bestätigen, dass 80 % der Adenomegalien bei Menschen unter 30 Jahren gutartig sind und auf infektiöse Prozesse zurückzuführen sind.

Einige Erkrankungen, die Knoten im Körper verursachen, sind die folgenden:

  • Grippe oder Erkältung
  • Erworbenes Immunschwächesyndrom (AIDS)
  • Pharyngitis
  • Mandelentzündung
  • Mononukleose
  • Zytomegalievirus
  • Syphilis

Darüber hinaus können auch Röteln, Masern, Windpocken und Mumps eine Vergrößerung der Lymphknoten verursachen. Zudem sind Knoten unter der Haut ein Symptom von Borreliose.

Vergrößerte Lymphknoten
Vergrößerte Lymphknoten weisen auf einen entzündlichen oder infektiösen Prozess hin.

2. Knötchenartige Prozesse

Granulome sind kleine feste Knoten, die in der Regel größer als 1 Zentimeter sind. Sie können an jeder Stelle des Körpers auftreten.

Diese Läsionen können vereinzelt oder mehrfach und fokal oder gestreut auftreten. Das Erythema nodosum ist eine der häufigsten Krankheiten, die derartige Granulome verursachen. Die Knoten sind in der Regel schmerzhaft und befinden sich an den Streckseiten der unteren Gliedmaßen.

Darüber hinaus treten diese Läsionen auch bei rheumatoider Arthritis und verschiedenen Arten der Pannikulitis auf. Die medizinische Behandlung hängt von den Wachstumseigenschaften der Granulome und ihrer anatomischen Lage ab.

3. Zysten

Zysten sind kleine Hohlräume in Körpergeweben, die mit Flüssigkeit, Luft oder anderen Sekreten gefüllt sind. In der Regel sind sie weich und sie können sich in fast jedem Bereich des menschlichen Körpers bilden. Talg- und Fettzysten entstehen durch die Ansammlung von Talg und Fett und sind häufig am Kopf, im Gesicht, am Rücken und an den Beinen zu finden.

Darüber hinaus gibt es weitere Zystenarten, die sich je nach Inhalt unterscheiden. Unter anderem die folgenden:

4. Lipome

Ein Lipom ist eine gutartige Geschwulst, die aus Fettgewebe besteht. Einigen Studien zufolge stehen sie mit 16 bis 50 % der Fälle an erster Stelle der Weichteiltumore, je nach untersuchter Serie. Lipome wachsen langsam und können sich seitwärts bewegen, wenn man auf sie drückt.

Bislang ist keine spezifische Ursache für diese Erkrankung bekannt. Es gibt jedoch eine hohe Inzidenz in Verbindung mit der Familiengeschichte. Darüber hinaus treten Lipome am häufigsten zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf.

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5. Kropf

Ein Kropf ist eine abnorme Vergrößerung der Schilddrüse, die sich im vorderen Teil des Schilddrüsenknorpels befindet. Charakteristisch für diese Krankheit ist ein mehr oder weniger großer Knoten an der Vorderseite des Halses mit kleinen, manchmal tastbaren Knötchen.

Ein Kropf deutet normalerweise auf eine Fehlfunktion der Schilddrüse hin. Die häufigste Ursache für diese Erkrankung ist Jodmangel in der Nahrung.

Auch Morbus Basedow und Schilddrüsenkrebs können für eine Schilddrüsenvergrößerung verantwortlich sein. Die Betroffenen zeigen in der Regel die folgenden Symptome:

  • Engegefühl in der Kehle
  • Husten
  • Heiserkeit
  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Erstickungsgefühl

6. Follikulitis und Furunkel

Follikulitis ist eine Entzündung der Haarfollikel. Furunkel sind die Folge einer schmerzhaften Entzündung mehrerer Follikel und der darunter liegenden Haut.

Diese Veränderungen resultieren in der Regel aus einer Infektion durch Bakterien oder Pilze, wobei Staphylokokken die häufigsten Erreger sind. In den meisten Fällen tritt diese Art von Läsion im Gesicht, in den Achselhöhlen, am Hals, am Gesäß und an den Oberschenkeln auf.

Bei guter Hygiene klingt die Follikulitis in der Regel nach ein paar Tagen von selbst ab. Allerdings ist in manchen Fällen auch die Anwendung topischer Antibiotika erforderlich. Zudem kann bei der Behandlung einiger Furunkel eine Drainage und die Einnahme oraler Antibiotika angezeigt sein.

7. Hernien

Eine Hernie ist die Vorwölbung eines mit Bauchfell bedeckten Eingeweides durch eine geschwächte natürliche Öffnung. Hernien können an verschiedenen Stellen des Körpers als Beule ertastet werden. Normalerweise bilden sie sich auf Höhe des Nabels, der Leiste, der Oberschenkel und des Oberbauchs.

Übermäßige körperliche Anstrengung, Verstopfung, Fettleibigkeit und chronischer Husten sind häufige Ursachen. Außerdem werden Hernien oft von Unwohlsein oder starken Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen begleitet. Durch einen chirurgischen Eingriff kann dieser Zustand dauerhaft behoben werden.

Knoten - Leistenbruch
Leistenbrüche sind eine der häufigsten Hernien in der klinischen Praxis. Leichte Fälle sind nicht gefährlich, aber schwere Fälle können einen operativen Eingriff erforderlich machen.

8. Bösartige Knoten

Krebstumore zeigen sich meist als harter, unregelmäßiger und nicht schmerzhafter Knoten. Außerdem sind sie in der Regel fest mit dem darunter liegenden Gewebe verbunden. Zudem treten Veränderungen in der Farbe und Textur der Haut auf.

Derartige Knoten sind eher selten und lassen sich beispielsweise in der Brust, den Hoden und am Hals ertasten. Wenn der Verdacht auf eine Tumorläsion besteht, ist es wichtig, so schnell wie möglich einen Arzt/eine Ärztin zu konsultieren.

Wann solltest du einen Arzt aufsuchen?

Krankheiten, die Knoten am Körper verursachen, sind fast immer gutartig und können wirksam behandelt werden. Dennoch solltest du sie nicht auf die leichte Schulter nehmen und unterschätzen.

Wenn sich ein Knoten vergrößert, du stärkere Schmerzen verspürst und noch weitere Symptome auftreten, sind dies Anzeichen dafür, dass eine sofortige Behandlung erforderlich ist. Wenn du dich in ärztliche Behandlung begibst, erhältst du die für dich erforderliche Therapie. Außerdem lässt sich auf diese Weise das Risiko von Komplikationen verringern.

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