Baby-Massagen: Welche sind die besten?

· 14 März, 2019
Heutzutage werden Baby-Massagen empfohlen, um deren physische und emotionale Entwicklung zu fördern. Außerdem wird so die Verbindung zwischen Mutter und Kind gestärkt.

Heutzutage werden Baby-Massagen empfohlen, um deren physische und emotionale Entwicklung zu fördern. Außerdem wird so die Verbindung zwischen Mutter und Kind gestärkt.

Jeder von uns muss sich hin und wieder dem Alltagsstress entledigen. Babys sind dabei keine Ausnahme: Auch ihnen kann eine gute Massage dabei helfen, sich besser zu fühlen. In diesem Artikel lernst du daher die besten Baby-Massagen kennen.

Im Allgemeinen sind diese zu empfehlen, da sich die Kleinen dank ihnen entspannter und von ihren Eltern geliebt fühlen. Zudem tragen sie zu einer innigen Beziehung zwischen beiden Seiten bei.

Was sind Baby-Massagen?

Lachendes Baby mit Mutter

Massagen sind eine Art natürliches Werkzeug, das schon seit der Antike eingesetzt wird, um Schmerzen zu lindern. Weiterhin werden sie in erster Linie durch Hautkontakt angewendet. Auch der Geist und die Atmung spielen dabei eine Rolle.

Baby-Massagen oder solche für Kinder sind eine Technik vonseiten der Mutter, um Zuneigung und Zärtlichkeit auf das Kind zu übertragen. Während dieses Prozesses empfindet der oder die Kleine ein sowohl physisches als auch emotionales Wohlbefinden.

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Arten von Baby-Massagen

Vom ersten Moment an, wenn Neugeborene das Licht der Welt erblicken, brauchen sie die Wärme und Streicheleinheiten ihrer Mutter.

Daher ist es wichtig, Massagen für das Baby ab der Geburt und während seiner Entwicklung anzuwenden. Dadurch wirst du einige seiner grundlegenden Bedürfnisse stillen.

Nachfolgend lernst du verschiedene Arten von Massagen kennen, die bei deinem oder deiner Kleinen zum Einsatz kommen können.

1. Massagen zur Stimulierung der Gliedmaßen

Die Gliedmaßen des Babys ab der Geburt zu massieren, ist hilfreich, um dessen motorische Entwicklung zu fördern. Du kannst eine bestimmte und leichte Massage anwenden. Dabei solltest du an den Gelenken, Armen und Beinen kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn ausführen.

  • Damit die Massage effektiv ist, lege dein Baby vorsichtig auf den Rücken, beispielsweise auf dem Bett oder an einem anderen bequemen Ort.
  • Es ist wichtig, dass du als Mutter ebenfalls eine bequeme Position einnimmst. Wenn du möchtest, kannst du auch ruhige Musik im Hintergrund laufen lassen.

2. Massagen gegen Blähungen

Es passiert häufig, dass Babys während dem Stillen oder an der Flasche ein wenig Luft einatmen. Diese Luft führt zu Blähungen, die unangenehm sein können.

Dadurch können Beschwerden entstehen, beispielsweise, indem sie den Schlaf beeinträchtigen. In diesem Fall kann eine kleine Massage Abhilfe schaffen.

  • Lege dein Baby auf seinen Rücken und positioniere deine Handflächen in Höhe seines Bauchnabels.
  • Lasse deine Hände Stück für Stück nach oben und nach unten gleiten. Damit wird erreicht, dass sich die Gase langsam lösen.

3. Massagen bei Koliken

Wie auch mit den Gasen passiert es oftmals, dass Babys an Koliken leiden. Dabei handelt es sich um Muskelkontraktionen im Bereich des Darms, die durch den Organismus entstehen. Wenn diese auftreten, beginnt das Baby aufgrund seines Unwohlseins zu weinen.

  • Lege dein Baby auf den Rücken und deine Hände auf seinen Bauch, um die Beschwerden zu lindern.
  • Führe danach leichte kreisrunde Bewegungen im Uhrzeigersinn aus.
  • Du kannst zusätzlich ein Babyöl oder eine Creme verwenden, um die Massage angenehmer zu gestalten.

4. Massagen bei Verstopfung

Manche Babys haben schon von klein auf Verstopfung; insbesondere, wenn sie nicht mit Mutter-, sondern Fertigmilch gefüttert werden. Falls dein Kleiner oder deine Kleine ein solches Leiden aufweisen sollte, kann die nachfolgende Massage helfen:

  • Lege dein Baby zunächst auf dem Rücken aufs Bett oder auf die Wickelkommode.
  • Gib ein wenig leicht lauwarmes Olivenöl in deine Hände und massiere damit sanft seinen Bauch, indem du deine Hände von einer Seite zur anderen bewegst.
  • Du solltest die Massage im unteren Bereich des Bauchs ausführen, also unterhalb des Bauchnabels. Somit werden die inneren Organe beziehungsweise ihre Funktionsweisen aktiviert, vor allem des Darms.

Gut zu wissen: Warum die Stimme der Mutter für Babys so wichtig ist

Vorteile von Baby-Massagen

Mutter küsst ihr lachendes Baby

Nachfolgend nennen wir dir ein paar Vorteile, die Massagen für Babys mit sich bringen:

  • Anregung des Verdauungssystems
  • Stärkung des Atmungssystems
  • Reduzierung von Stresshormonen
  • Vermitteln eines Sicherheitsgefühls und von Vertrauen
  • Hilfe für einen tiefen und festen Schlaf
  • Stärkung des endokrinen Systems
  • Verbesserung der Entwicklung des neurologischen Systems
  • Aktivierung des Immunsystems

Es gibt zahlreiche Arten von Baby-Massagen, die von therapeutischen Varianten bis zu solchen reichen, die der Entspannung dienen. Jede Mutter kann dabei Elemente nach ihrem eigenen Stil integrieren. Andererseits ist es auch empfehlenswert, einen Arzt aufzusuchen, der passende Vorschläge macht.

Schlussendlich raten wir dir, dass du dein Baby immer dann massierst, wenn du es für notwendig hältst. Vergiss aber nicht, vorab immer euren Kinderarzt zu fragen, ob Massagen im Falle deines Sprösslings ein gute Idee sind.

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