Asiatische Hornisse: Was tun bei einem Stich?

1 Januar, 2020
Der Stich einer Asiatischen Hornisse ist nur in wenigen Fällen gefährlich. Doch es handelt sich um einen unangenehmen Zwischenfall, der oft intensive Symptome auslöst. Ernst wird die Situation vor allem dann, wenn eine allergische Reaktion auftritt. 

Der Stich einer Asiatischen Hornisse ist zwar schmerzhaft, muss jedoch nicht gefährlicher als ein normaler Wespenstich sein. Meist entstehen dadurch keine ernsten Konsequenzen, doch der Stich kann in Einzelfällen auch tödlich verlaufen. Es wurden bereits mehrere Todesfälle aufgrund eines Hornissenstiches registriert.

Die Asiatische Hornisse wurde in Europa zum ersten Mal 2004 nachgewiesen. Sie wird deshalb so bezeichnet, da sie aus Südostasien stammt. Der wissenschaftliche Name lautet allerdings Vespa velutina. Von Frankreich aus hat sich diese schwarze Hornissenart auf andere europäische Länder ausgebreitet. Auch in Deutschland wurden bereits Exemplare dieser invasiven Spezies nachgewiesen.

Der Stich einer Asiatischen Hornisse ist dem der Europäischen Hornisse sehr ähnlich. Das Gift hat keine höhere Toxizität als das der Honigbiene. Die Entwicklung nach dem Stich hängt insbesondere davon ab, ob die betroffene Person allergisch auf diese Insekten ist oder nicht. Sollte eine Allergie vorhanden sein, kann die Situation lebensgefährlich sein.

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Der Stich der Asiatischen Hornisse

Der Stich der Asiatischen Hornisse

Der Stich der Asiatischen Hornisse führt nur in 0,08 % der Fälle zum Tod. Dies ist ein sehr niedriger Prozentsatz. Bei den meisten Patienten entsteht eine schmerzhafte Reaktion, die intensiver als bei der gewöhnlichen Wespe ist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Asiatische Hornisse mehr Gift hat.

Es handelt sich um ein Insekt, das bis zu 3,5 cm messen kann. Die Größe und die Farbe des Körpers sind charakteristisch und differenzieren sich von der Europäischen Hornisse. Im Unterschied zu einer Wespe oder Biene können Asiatische Hornissen dieselbe Person mehrfach stechen.

Das gefährlichste Risiko bei einem Stich der Asiatischen Hornisse ist eine allergische Reaktion des Immunsystems. In den meisten Fällen kann man nicht voraussehen, ob eine Allergie vorhanden ist. Es gibt keine Tests, mit denen man dies abklären könnte.

Auswirkungen des Hornissenstichs

Zuerst spüren Betroffene bei einem Hornissenstich akute Schmerzen, ähnlich wie bei einem Stich mit einer großen Nadel. Danach fängt es am Einstichort zu brennen an, fast als ob es sich um eine Verbrennung handeln würde. Danach entzündet sich die Stelle und schwillt an. In den nächsten 24 Stunden schmerzt die Einstichstelle.

Ein Risiko besteht auch darin, dass diese Hornissen in sensible Bereiche stechen, wie beispielsweise in die Schleimhaut des Mundes, in die Augen oder die Nase. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass die Hornissen ein Pheromon freisetzen, das weitere Hornissen anzieht und zum Angriff motiviert.

Sollte eine allergische Reaktion auftreten, besteht die Gefahr einer Anaphylaxie in einem Zeitraum von 30 bis 60 Minuten nach dem Einstich. Diese Reaktion verläuft in vier Phasen:

  • 1. Grad: Hautauschlag, Juckreiz, Nervosität und Unwohlsein
  • 2. Grad: Schwellung der Schleimhäute, Druck auf die Brust, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schwindel
  • 3. Grad: Atemnot, Schwierigkeiten beim Schlucken und Sprechen. Verwirrung und das Gefühl zu sterben.
  • 4. Grad: Zusätzlich kommt es zu einem zu niedrigen Blutdruck, einem Kollaps, Harninkontinenz, Blaufärbung der Haut und Bewusstseinsverlust.

Stich einer Asiatischen Hornisse: Was tun?

Stich einer Asiatischen Hornisse: Was tun?

Asiatische Hornissen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Du solltest dich deshalb auf keinen Fall einem Nest nähern, versuchen die Hornissen zu töten oder anzugreifen. Es ist sehr wichtig, bei Sträuchern und in holzreichen Gebieten vorsichtig zu sein. Denn wie immer ist auch hier die Vorsorge die beste Medizin.

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Sollte es trotzdem zu einem Stich kommen, empfiehlt es sich, etwas Kaltes auf den betroffenen Bereich aufzulegen. Damit können Schwellungen und Schmerzen reduziert werden. Auch Essigumschläge sind sehr vorteilhaft, um diesen Effekt zu erzielen. Sollten die Schmerzen sehr intensiv sein, kann eine Kortisonsalbe helfen. Außerdem kann der Arzt ein Antihistaminikum oder orale Kortikoide verschreiben, falls dies nötig sein sollte.

Bei einer allergischen Reaktion handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der sofortige ärztliche Betreuung erfordert. Wenn die Person aus vorhergehenden Erfahrungen weiß, dass sie allergisch ist, muss sie schnellstmöglich in die Notfallaufnahme gebracht werden. Auch bei starken Reaktionen ist dies sehr wichtig. Nur 3 % der Bevölkerung sind allergisch, doch die meisten wissen nicht, ob sie zu dieser Gruppe gehören oder nicht.

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