Yemotherapie: Nutzen und Anwendungen der Kräutermedizin

Die Yemotherapie hat mit der Entwässerung und Entgiftung des Körpers zu tun. Hier erfährst du mehr über diese Praxis, die auf dem Heilungspotenzial von Knospen, Trieben und anderen pflanzlichen Keimzellen basiert.
Yemotherapie: Nutzen und Anwendungen der Kräutermedizin

Letzte Aktualisierung: 25. August 2021

Im 20. Jahrhundert war der belgische Arzt Pol Henry der erste, der überhaupt von der Yemotherapie sprach. Die Methode erlangte Berühmtheit und wurde in Frankreich und Italien als ein Zweig der Phytotherapie konsolidiert. In anderen Ländern ist sie jedoch noch immer ein völliges Mysterium.

Die Yemotherapie eine Art Kräutermedizin, die das embryonale Gewebe von Pflanzen (unter anderem Knospen, Wurzeln und Knospen) verwendet, um verschiedene Gesundheitsprobleme zu behandeln. In unserem heutigen Artikel erfährst du Wissenswertes über diese alternative Therapie!

Was sind Pflanzenknospen?

Pflanzen haben Organe, zu denen auch die Knospen gehören. Diese befinden sich in der Regel in den Blattachseln und werden als Achsel- oder Seitenknospen bezeichnet. Man findet sie aber auch an der Spitze eines Zweigs (Endknospen) und an anderen Stellen, die als Adventivknospen bezeichnet werden.

Außerdem gibt es andere Arten von Knospen, die nach ihrer Funktion, Form und ihrem Zustand unterschieden werden. Pflanzenknospen werden von meristematischen Geweben gebildet, die aus Zellen bestehen, die am Wachstum von Pflanzengeweben und -organen beteiligt sind.

Yemotherapie - Basilikum
Pflanzen nutzen ihre Knospen zur Bildung von Gewebe, um zu wachsen.

Wie ist die Yemotherapie entstanden?

Obwohl der Begriff “Yemotherapie” relativ neu ist, geht die Praxis auf das Mittelalter zurück. Damals wurden beispielsweise Pappelknospen für die Zubereitung von Salben verwendet. In den späten 1950er-Jahren leistete der belgische Arzt Pol Henry Pionierarbeit bei der Erforschung der therapeutischen Wirkung von Heilmitteln auf der Grundlage von Knospen, Trieben und anderen embryonalen Pflanzengeweben.

Er entdeckte, dass diese Pflanzenorgane aus Geweben bestehen, die das Wachstum der Pflanze gewährleisten. Daher weisen sie eine Konzentration von Nähr- und Wirkstoffen aus der erwachsenen Pflanze auf.

Ein Jahrzehnt später erweiterte der französische Arzt Max Tetau die Theorie von Henry. In den späten 1970er-Jahren führte der Homöopath Teodor Caba den heutigen Namen der Methode ein: Yemotherapie.

Nutzen und Verwendung in der homöopathischen Medizin

Pflanzenknospen sind reich an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Nukleinsäuren und Pflanzenhormonen, die mit dem Wachstum in Verbindung stehen, wie Auxine und Gibberelline.

Daraus ergeben sich eine Reihe von Anwendungen und Vorteilen. Die bekannteste und von der homöopathischen Medizin angewandte ist die Ausleitung von Giftstoffen, was einer Entgiftung des Körpers gleichkommt.

Sehen wir uns weitere Vorteile an, die manche Menschen der Yemotherapie zuschreiben:

  • Erleichtert die zelluläre Entgiftung, auch bekannt als Zellreinigung. Darüber hinaus zielt dieser Prozess darauf ab, schädliche Giftstoffe zu beseitigen, die sich in den Zellen des menschlichen Körpers befinden.
  • Stimuliert die Drainage von Flüssigkeiten und Giftstoffen durch das Blut und die Lymphe.
  • Eine Quelle von Vitaminen, Mineralien, Antioxidantien, Aminosäuren und Enzymen.
  • Greift in die Immunfunktionen von Organen und Drüsen ein, die für die Ausscheidung von Abfallstoffen aus dem Körper zuständig sind.
  • Verjüngt gealtertes Gewebe.
  • Reduziert die Notwendigkeit, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
  • Des Weiteren wirkt die Yemotherapie laut einer in Planta Medica veröffentlichten Studie als Adjuvans bei der Behandlung von Spondylarthropathien, Erkrankungen, die Ähnlichkeiten mit Arthritis aufweisen.

Die am häufigsten verwendeten Pflanzenknospen und ihre Vorteile

Die Yemotherapie kann eine große Anzahl von Heilpflanzen für ihre Zwecke verwenden. Die häufigsten Knospen in dieser Praxis sind jedoch die folgenden:

  • Schwarze Johannisbeere: Sie wird auch als schwarze Sarsaparille bezeichnet und soll das Risiko von Arzneimittelallergien und rheumatischen Entzündungen verringern.
  • Rosmarin: Kann entgiftend wirken, insbesondere auf die Leber.
  • Walnuss: Soll verdauungsfördernde Eigenschaften haben und Lebensmittelvergiftungen vorbeugen.
  • Linde: Wird mit der Verbesserung von Schlafstörungen und der Verringerung von Angstzuständen in Verbindung gebracht.
  • Sanddorn: Wird zur Förderung der Genesung während der Rekonvaleszenz verwendet, insbesondere bei Verbrennungen.
Yemotherapie - Sanddorn
Sanddorn wurde im Zusammenhang mit der Heilung von Hautverbrennungen untersucht.

Kann ich zu Hause eine Yemotherapie durchführen?

Grundsätzlich: Ja. Die Homöopathie verwendet Auszüge aus Knospen oder Knospen aus einem Mazerationsverfahren. Dabei werden die Knospen 1 Monat oder 40 Tage lang in einer Flüssigkeit aus 50 % Glyzerin, 30 % Alkohol und 20 % Wasser eingeweicht. Man sollte die Flüssigkeit an einem trockenen und kühlen Ort aufbewahren und sie jede Woche schütteln.

Nach der Mazerationszeit solltest du den Inhalt in eine Glasflasche filtern und sie an einem ähnlichen Ort aufbewahren wie beim vorherigen Schritt. Was die Dosierung anbelangt, so liegt sie in der Regel zwischen 50 und 100 Tropfen in 2 Tagesdosen. Dies hängt jedoch von dem Zustand ab, für den du das Präparat verwenden wirst.

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Obwohl die Geschichte dieser Praxis bis ins Mittelalter zurückreicht, hatte sie bis zum 20. Jahrhundert keinen Namen. Damals untersuchten einige Spezialisten die therapeutische Wirkung von Knospen, jungen Trieben und anderem embryonalen Pflanzengewebe. Der erste, der dies tat, war Dr. Pol Henry. Andere Praktiker führten seine Theorie fort, bis sie schließlich ihren heutigen Namen erhielt.

In der Homöopathie ist die Yemotherapie vor allem dafür bekannt, dass sie Schlacken und schädliche Giftstoffe aus dem Körper ausleiten kann. Darüber hinaus hilft sie bei Krankheiten, die mit Gelenkentzündungen einhergehen. Es fehlen jedoch noch Studien, um diese Behauptungen zu untermauern und vor allem ihre Wirksamkeit zu beweisen.

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