Wissenswertes über Omega-n-Fettsäuren

30 Juli, 2020
Du erfährst in diesem Artikel, in welchen Lebensmittel Omega 3, 6 und 9 vorhanden sind und welche gesundheitlichen Vorteile diese Fettsäuren haben.

Immer wieder hören wir über die Wichtigkeit von Omega-n-Fettsäuren, doch kennst du die Unterschiede und die spezifischen gesundheitlichen Vorteile? Erfahre heute alles, was du über dieses Thema wissen solltest. Du erfährst, in welchen Lebensmittel Omega 3, 6 und 9 vorhanden ist und welche gesundheitlichen Vorteile diese Fettsäuren haben.

Omega-n-Fettsäuren: Was du darüber wissen solltest

Omega-n-Fettsäuren: Was du darüber wissen solltest
Unser Organismus benötigt Omega-n-Fettsäuren, um richtig funktionieren zu können.

Omega-n-Fettsäuren gelten als sehr gesunde, ungesättigte Fette, die verschiedenste Vorteile für unseren Organismus haben. Die genaue Bezeichnung hängt von der Position der ersten Doppelbindung der Fettsäure ab. Wenn sich die erste Doppelbindung an der dritten Position befindet, wird der Buchstabe mit der Zahl 3 ersetzt, das sind dann also Omega-3-Fettsäuren. Bei Omega-6-Säuren befindet sich die erste Doppelbindung an der sechsten Position.

In unserem heutigen Artikel betrachten wir die vorteilhaften Eigenschaften von Omega 3, 6 und 9.

Was sind essenzielle Fettsäuren?

Essenzielle Fettsäuren können nicht vom Organismus selbst synthetisiert werden. Deshalb müssen wir sie über die Ernährung aufnehmen. Omega 3 (Linolensäure) und Omega 6 (Alpha-Linolensäure) gehören in diese Gruppe.

Im Körper werden diese Fettsäuren in mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie Eicosapentaensäure, Arachidonsäure oder Docosahexansäure umgewandelt. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind für die Zellmembrane grundlegend.

Außerdem sind sie dafür zuständig, Prostaglandin zu produzieren. Diese Hormone regulieren verschiedene Körperprozesse, wie zum Beispiel die Blutgerinnung, und unterstützen die Aufnahme und den Transport fettlöslicher Vitamine (A, D, E und K).

Noch ein interessanter Artikel: Wissenswertes über Fettfisch und seine gesundheitlichen Vorteile

1. Gesundheitsfördernde Eigenschaften von Omega-3-Fettsäuren

Omega-n-Fettsäuren
Omega 3 ist in Lebensmitteln wie Fettfisch, Avocado und Mandeln enthalten.

Es gibt verschiedene Arten von Omega-3-Fettsäuren, die eine unterschiedliche atomare Zusammensetzung aufweisen. Wichtig sind die gesundheitlichen Vorteile dieser Fettsäuren, die wir anschließend genauer betrachten.

  • Omega-3-Fettsäuren begünstigen das „gute“ Cholesterin und senken den Triglyceridspiegel.
  • Sie tragen zur Senkung des Blutdrucks bei.
  • Der regelmäßige Konsum von Omega 3, kombiniert mit regelmäßiger körperlicher Betätigung, könnte das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. Dies geht aus einer Studie hervor, die in der Fachzeitschrift The American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde.
  • Diese Fettsäuren könnten außerdem in der Vorsorge gegen Demenz hilfreich sein.
  • Darüber hinaus könnten sie die Gehirnentwicklung von Babys positiv beeinflussen. Deshalb empfiehlt es sich, während der Schwangerschaft, in der Stillzeit und in den ersten Jahren des Kindes besonders darauf zu achten.
  • Omega-3-Fettsäuren verbessern außerdem die Knochendichte.
  • Darüber hinaus sind sie für die Blutgerinnung wichtig.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, mindestens zwei Portionen Fettfisch pro Woche zu essen, da dieser reich an Omega-3-Fettsäuren ist.

Wenn du keinen Fisch magst, mach dir keine Sorgen. Omega 3 ist ebenfalls in anderen Lebensmitteln enthalten, zum Beispiel in: Meeresfrüchten (Muscheln und Austern), Spinat, Rosenkohl, Gurken, Erdbeeren, Ananas, Mandeln und Nüssen.

2. Gesundheitsfördernde Eigenschaften von Omega-3-Fettsäuren

Omega-n-Fettsäuren in Eiern
Eier enthalten Omega-6-Fettsäuren.

Der Organismus verwendet Omega-6-Fettsäuren hauptsächlich als Energiequelle. Aus verschiedenen Studien geht allerdings hervor, dass sie auch andere wichtige Funktionen haben könnten.

  • Gamma-Linolensäure, eine der Omega-6-Fettsäuren, könnte die Symptome rheumatoider Arthritis lindern.
  • Der tägliche Verzehr von Linolensäure könnte Körperfett reduzieren wie aus einer Studie aus dem Jahr 2007 hervorgeht.

Die genannten Vorteile hängen natürlich von der Menge der verzehrten Fettsäuren ab. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass das Verhältnis dieser gesunden Fettsäuren stimmt, um tatsächlich von allen gesundheitlichen Vorteilen profitieren zu können.

Zu den Hauptquellen von Omega-6-Fettsäuren gehören: Sonnenblumenöl, Kürbis, Nüsse, Eier und Weizenkeime. Konsultiere deinen Arzt, um zu erfahren, ob du mehr Omega 6 einnehmen solltest. Wie bereits erwähnt, ist das richtige Verhältnis grundlegend.

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3. Gesundheitsfördernde Eigenschaften von Omega-3-Fettsäuren

Omega-n-Fettsäuren in Olivenöl
Ölsäure zählt zu den Omega-9-Fettsäuren und ist in Olivenöl vorhanden.
Omega 9 ist eine einfach ungesättigte Fettsäure, mit einer einfachen Doppelbindung an der neunten Kohlenstoffposition. Allerdings ist diese Fettsäure nicht essenziell, denn sie kann vom Körper selbst synthetisiert werden. Zu den wichtigsten Fettsäuren dieser Art zählen die Erucasäure, die in Raps vorkommt, und die Ölsäure, die in Olivenöl zu finden ist, das eine der wichtigsten Säulen der mediterranen Diät darstellt.

Gesundheitliche Vorteile

Die regelmäßige Einnahme von Omega 9 wird empfohlen, da diese Fettsäure verschiedene gesundheitliche Vorteile hat, von denen du profitieren kannst, wenn du sie zusätzlich über die Ernährung aufnimmst. Omega-9-Fettsäuren unterstützen die Kommunikation der Nervenzellen und haben auch andere wichtige Funktionen.

Wenn du die richtige Menge an Omega 9 aufnimmst, kannst du das gute HDL-Cholesterin verbessern, ohne dadurch das schlechte LDL-Cholesterin zu erhöhen. Auch die Insulinempfindlichkeit verbessert sich damit, wie aus einer in der Zeitschrift Molecular Aspects of Medicine veröffentlichten Studie hervorgeht.

Baue regelmäßig Omega-n-Fettsäuren in deine Ernährung ein!

Omega-n-Fettsäuren sind in der Ernährung sehr wichtig. Solltest du weitere Fragen zu diesem Thema haben, lässt du dich am besten von deinem Arzt informieren. Er kann dich individuell beraten, damit du deine Ernährung an deine Bedürfnisse anpassen kannst.

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