Was sind thrombosierte Hämorrhoiden? Wie kannst du sie erkennen?

12 März, 2021
Thrombosierte Hämorrhoiden sind die schwerste Komplikation einer Hämorrhoidenerkrankung. Betroffene leiden an anhaltenden, starken Schmerzen.

Das Hämorrhoidalleiden ist die häufigste proktologische Erkrankung und zählt zu den Hauptgründen für eine ärztliche Beratung. Rund 5 % der Weltbevölkerung leiden an entsprechenden Symptomen, nach dem 50. Lebensjahr liegt eine Prävalenz von 50 % vor. Thrombosierte Hämorrhoiden sind die schwerwiegendste Form dieser Krankheit.

Obwohl Hämorrhoiden im Erwachsenenalter sehr häufig sind, erfordert die thrombosierte Form sofortige ärztliche Hilfe. Die Schmerzen sind so stark und stechend, dass der Patient in einigen Fällen nicht einmal aufstehen kann. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, lies weiter!

Was sind thrombosierte Hämorrhoiden?

Nach Angaben der National Library of Medicine der Vereinigten Staaten sind Hämorrhoiden entzündete oder geschwollene Venen um den Anus oder den unteren Teil des Rektums. Aufgrund ihrer Lokalisation und Symptome werden sie interne und externe Hämorrhoidenleiden unterschieden.

Im Allgemeinen verursachen die äußeren mehr Beschwerden, aber in beiden Fällen kommt es zu Blutungen im Stuhl. Wie von der Proctological Clinic angegeben, gibt es verschiedene Grade von Hämorrhoiden, von mild bis thrombosiert. Die Stadien werden wie folgt klassifiziert:

  • Grad I: Die Hämorrhoiden sind äußerlich weder sichtbar nocht tastbar. Die Schwellkörper liegen oberhalb der Linea dentata und sind von Rektumschleimhaut überzogen, es kommt zur typischen Verdickung der Venen.
  • Grad II: Die Entzündung schreitet voran, die Venen wölben sich beim Stuhlgang nach außen und sind sichtbar. Danach ziehen sie sich wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück.
  • Grad III: Der Prolaps ist kontinuierlich, das heißt, die Hämorrhoiden sind jederzeit von außen sichtbar, können allerdings noch zurückgeschoben werden.
  • Grad IV: Die Hämorrhoiden liegen dauerhaft außerhalb des Kanals und lassen sich nicht mehr zurückschieben. Wir sprechen von thrombosierten Hämorrhoiden, wenn es zu einem Blutgerinnsel kommt. Bei thrombosierten Hämorrhoiden verhindert also ein Blutgerinnsel den ordnungsgemäßen Blutfluss. In diesem Fall ist eine dringende ärztliche Behandlung nötig.
Was sind thrombosierte Hämorrhoiden?
Wenn es in den Hämorrhoidalknoten zu Gefäßverschlüssen (Thrombose) kommt, stehen wir vor einer schwerwiegenden klinischen Form, die sofort behandelt werden muss.

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Hauptsymptome

Laut dem Portal für kolorektale Chirurgie leidet der Patient bei thrombosierten Hämorrhoiden unter starken, anhaltenden, stechenden Schmerzen. Es kommt nicht mehr nur beim Stuhlgang zu Beschwerden, Betroffene können nicht einmal mehr sitzen.

Bevor dieser Punkt erreicht ist, ist es möglich, die Krankheit anhand anderer klinischer Symptome zu erkennen, je nachdem, ob interne oder externe Hämorrhoiden vorliegen. Einige Anzeichen sind:

  • Juckreiz oder Reizung im Analbereich (bei äußeren Hämorrhoiden)
  • Schmerzen oder Beschwerden
  • Schwellung um den Anus (auch außen)
  • Blutung: Leuchtend rot, als wäre es eine frische Wunde; im Gegensatz zu Geschwüren und anderen Beschwerden, die im oberen Magentrakt auftreten und dunklen Stuhl zur Folge haben, da das Blut bereits teilweise verdaut wurde.

Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn eines dieser Symptome vorliegt, um eine hämorrhoide Thrombose zu vermeiden. Rektale Blutungen können auf Hämorrhoiden oder ernste Erkrankungen zurückzuführen sein.

Wie entstehen thrombosierte Hämorrhoiden?

Nach bereits zitierten Quellen treten Hämorrhoiden auf, wenn zu viel Druck auf die Venen um den Anus ausgeübt wird. Die Mayo-Klinik erwähnt Ursachen wie Schwierigkeiten bei der Darmentleerung, zu langes Verweilen auf der Toilette, Fettleibigkeit oder ballaststoffarme Ernährung.

Andererseits können relativ häufige Beschwerden wie Bluthochdruck oder ein zu sitzender Lebensstil Auslöser sein. Hämorrhoiden entstehen nicht aus einer bestimmten Ursache; in den meisten Fällen sind sie auf eine Reihe von gleichzeitigen Ereignissen zurückzuführen.

Fettaufnahme, Bewegungsmangel und Fettleibigkeit begünstigen das Auftreten von Hämorrhoiden erheblich.

Wie werden thrombosierte Hämorrhoiden diagnostiziert?

Wie die Gesundheitsbibliothek erklärt, untersucht der professionelle Proktologe den Anus und das Rektum des Patienten mit einem Proktoskop. Dieses Gerät ist ein kurzes Metallrohr (ungefähr 15 cm lang), das in das Rektum eingeführt wird.

Damit kann ein Arzt Veränderungen der Schwellkörper, thrombosierte Hämorrhoiden und Analpolypen erkennen. Um Beschwerden zu verhindern, kann eine Lokalanästhesie zur Anwendung kommen. Manchmal ist dies jedoch nicht erforderlich, da in vielen Fällen eine manuelle Untersuchung (Einführen eines Fingers in den Anus) ausreicht.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung kann chirurgisch oder nicht chirurgisch erfolgen. Wir schauen uns anschließend die verschiedenen Möglichkeiten an.

Nicht chirurgisch

Wie aus den bereits zitierten Referenzen hervorgeht, kommt bei milden Fällen eine konservative Behandlung zur Anwendung. Wenn das Gerinnsel bereits vor über 72 Stunden gebildet wurde, empfiehlt der Arzt dem Patienten verschiedene Maßnahmen, die er zu Hause durchführen kann:

  • Die Verwendung von entzündungshemmenden Cremes und Zäpfchen zur Schmerzlinderung.
  • 4 bis 5 Mal täglich baden, und zwar 10 bis 15 Minuten lang mit lauwarmem Wasser, um die akutesten Episoden zu vermeiden.
  • Schmerzmittel zur Schmerzlinderung.
  • Ernährungsumstellung, insbesondere bei adipösen Patienten oder schwangeren Frauen.

Chirurgisch

Der chirurgische Ansatz sieht zwei Methoden vor: die Thrombektomie und die Hämorrhoidektomie. Das erste Verfahren bezweckt die operative Entfernung des Blutgerinnsels durch einen Einschnitt unter örtlicher Betäubung, der ambulant erfolgt. Die Rückfallwahrscheinlichkeit ist bei dieser Methode allerdings hoch.

Bei einer Hämorrhoidektomie entfernt der Chirurg die Hämorrhoiden. Auch dies kann ambulant erfolgen, zum Teil ist jedoch eine Krankenhauseinweisung nötig. In beiden Fällen wird der Patient örtlich betäubt. Meist handelt es sich um die beste Lösung, um definitiv mit dem Hämorrhoidenleiden Schluss zu machen.

Hämorrhoidektomie bei einer Frau.
Die Entfernung der Hämorrhoiden ist bei Thromben das chirurgische Verfahren der Wahl.

Prävention

In vielen Fällen ist die Vorbeugung einfach nicht möglich. Viele Personen sitzen aus beruflichen Gründen lange Zeit (mehr als 7 Stunden) in derselben Position vor einem Computer. Doch bestimmte Tipps können helfen,  die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, an thrombosierten Hämorrhoiden zu leiden. Einige davon sind:

  • Ballaststoffreiche Ernährung und spezifische Nahrungsergänzungsmittel, die von einem Arzt oder Ernährungsberater empfohlen werden. Der Ballaststoffanteil sollte 30 Gramm pro Tag betragen.
  • Ausreichend Flüssigkeit. Dies kann den Stuhl erweichen und somit die Belastung während des Stuhlgangs verringern.
  • Bewegung und Vermeidung eines sitzenden Lebensstils. Ein gesunder Lebensstil verhindert nicht nur thrombosierte Hämorrhoiden, sondern auch Bluthochdruck und Diabetes.

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Achte auf Blut im Stuhl

Thrombosierte Hämorrhoiden sind eine seltene Komplikation. In den meisten Fällen sind Hämorrhoidenleiden mild, jedoch störend. Bei Symptomen ist es jedoch am besten, sofort einen Arzt aufzusuchen. Wenn du rötliches Blut im Stuhl entdeckst oder Schwierigkeiten bei der Stuhlentleerung hast, empfehlen wir dir, dich an einen Ernährungsberater zu wenden. Nur so kannst du Komplikationen vermeiden.

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