Blutgerinnsel: 8 Warnsignale

Die Blutgerinnung ist lebenswichtig, um vor Blutungen und Blutverlusten zu schützen. Ein Blutgerinnsel kann jedoch die Gesundheit ernsthaft gefährden.

Die Gerinnung des Blutes ist zwar lebenswichtig zum Schutz gegen Blutungen und Blutverluste, doch ein Blutgerinnsel kann die Gesundheit stark gefährden! Wenn ein Blutgerinnsel, das sich aus Bluteiweißen zusammensetzt, ein Blutgefäß teilweise oder ganz verschließt, spricht man von einer Thrombose.

Ein Blutgerinnsel kann über die Blutgefäße durch den ganzen Körper wandern, was sehr gefährlich ist, denn es kann das Herz, das Gehirn oder die Lungen gefährden. Wenn die Arterien betroffen sind, liegt ein Herzinfarkt vor, bei einer Verstopfung eines Blutgefäßes in der Lunge spricht man von einer Lungenembolie.

Man unterscheidet zwei Arten von Blutgerinnseln:

  • Arterielle Thrombose. In diesem Fall befindet sich das Blutgerinsel in einer Schlagader (Arterie) und behindert die Sauerstoffversorgung der wichtigsten Organe. Die Folgen können schwerwiegend sein: Herzinfarkt, Hirnschlag, intensive Schmerzen…
  • Venöse Thrombose. Das Blutgerinnsel bildet sich in den Venen, die Beschwerden machen sich deshalb stufenweise bemerkbar:
    • Häufig kommt es in den Armen, Beinen oder im Beckenbereich zu einer Venenthrombose.
    • Die Blutgerinnsel stecken meist fest, doch es kann zu schwerwiegenden Komplikationen kommen, wenn sie in Richtung Herz weggeschwemmt werden. Das Blutgerinnsel könnte zum Beispiel durch das rechte Herz in die Lungengefäße gelangen und zu einer Lungenembolie führen.

Risikofaktoren für Blutgerinnsel

Bestimmte Gewohnheiten und Faktoren können das Risiko für eine Thrombose erhöhen:

  • Langes Verweilen in derselben Position, was den Druck auf die Blutgefäße erhöht und deshalb den Blutfluss hemmt.
  • Lange Reisen (über 4 Stunden) stellen ebenfalls ein erhöhtes Risiko dar, denn durch das lange Sitzen kann das Blut nicht richtig fließen.
  • Lange Bettlägerigkeit oder Ruhezeiten.
  • Bestimmte orale Verhütungsmittel
  • Genetische Veranlagung
  • Bewegungsmangel
  • Alter
  • Adipositas
  • Tabakkonsum

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Warnsignale, die berücksichtigt werden sollten

1. Unerklärlicher Husten und Atembeschwerden

Unerklärlicher Husten und Atembeschwerden als Warnsignal für Blutgerinnsel

Ein Blutgerinnsel in den Lungen verlangsamt den Sauerstofftransport, was den Herzrhythmus verschnellert. Wenn beschleunigtes Herzklopfen und Atembeschwerden vorliegen, solltest du dich untersuchen lassen, denn es könnte sich um ein Warnsignal vor einer Lungenembolie handeln.

2. Stimmungsschwankungen

Symptome wie Reizbarkeit, Verwirrung, Halluzinationen oder Krämpfe können auf die Gefahr einer arteriellen Thrombose im Gehirn hinweisen.

Wenn ein Blutgerinnsel die Sauerstoff- und Glukoseversorgung behindert, kann das Gehirn nicht richtig funktionieren. 

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3. Müdigkeit als Warnsignal für ein Blutgerinnsel

Müdigkeit als Warnsignal für ein Blutgerinnsel

Bei einem Blutgerinnsel aktiviert der Organismus seinen Verteidigungsmechanismus, was oft zu Müdigkeit und Erschöpfung führt.

Die Ursachen für Erschöpfung sind vielseitig und schwer zu diagnostizieren, du solltest deshalb immer auch auf andere mögliche Symptome achten, die einen Hinweis geben können.

Oft entsteht Müdigkeit ohne sichtbaren Grund, manchmal sogar, wenn du dich lange ausgeruht und gut geschlafen hast. Lasse dich in diesem Fall von einem Arzt untersuchen.

4. Schwellungen an den Beinen

Die Beinvenenthrombose ist eine relativ häufige Krankheit, bei der die Durchblutung der Beine gestört ist und die Organe nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden können. Man spricht von einem Verschluss der tiefen Beinvenen.

Begleiterscheinungen sind Schwellungen, die sich schnell entwickeln und schmerzhaft sein können. Du solltest diese Schwellungen nicht mit Flüssigkeitsretention verwechseln. Darüber hinaus kommt es meist zur Überwärmung und dumpfen Schmerzen im Bein.

Komplikationen können durch die Verschleppung des Blutgerinnsels in die Lunge entstehen.

Normalerweise werden Kompressionsstrümpfe empfohlen und gerinnungshemmende Medikamente verschrieben.

5. Schmerzen in Armen oder Beinen

Schmerzen in Armen oder Beinen als Anzeichen für Blutgerinnsel

Stechende Schmerzen an einem ganz bestimmten Ort, der häufig beim Gehen oder Abbiegen der Beine entsteht, können auch ein Signal für eine Thrombose sein. Es kann auch zu einem Taubheitsgefühl kommen.

6. Erweiterte Venen

Erweiterte Venen sind meist kein schwerwiegendees Problem, doch wenn ein Blutgerinnsel auf das Blutgefäß Druck ausübt, kann dieses platzen, oder es können Rötungen und blaue Flecken entstehen.

Krampfadern können manchmal die Folge einer Venenthrombose in den Beinen sein. 

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7. Hautrötungen als Anzeichen für ein Blutgerinnsel

Hautrötungen als Anzeichen für ein Blutgerinnsel

Eine lokale Hautrötung entlang einer Vene könnte ebenfalls ein Warnsignal für ein Blutgerinnsel sein. Du solltest auch andere Hautveränderungen beobachten und dich gegebenenfalls untersuchen lassen.

Häufig kommt es gleichzeitig zu Schwellungen und einem Wärmegefühl.

8. Fieber

Ein Blutgerinnsel im Blutstrom kann Fieber verursachen. Häufig kommt es zeigleich zu vermehrtem Schwitzen, Zittern, Migräne, Trockenheit, körperlicher Schwäche und Appetitlosigkeit. 

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Wie kann man ein Blutgerinnsel verhindern?

  • Achte in deiner Ernährung auf ausreichend Vitamin B3, C und E (Knoblauch), Zink, Magnesium und Mangan, um eine gute Durchblutung zu garantieren.
  • Solltest du Rauchen, ist die Vorsorge gegen Blutgerinnsel ein wichtiger Grund, damit aufzuhören! Auch deine Allgemeingesundheit wird dir dankbar sein.
  • Achte auf ein gesundes Gewicht, indem du dich ausreichend bewegst und gesund ernährst. Übergewicht, Adipositas und Bewegungsmangel zählen zu den häufigsten Ursachen für einen Herzinfarkt durch ein Blutgerinnsel, das in Richtung Herz transportiert wird. 
  • Bei oralen Verhütungsmitteln solltest du vorsichtig sein, denn damit erhöht sich die Gefahr für ein Blutgerinnsel. Lasse dich von deinem Arzt beraten!
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