Wadenkrämpfe: Wie kommt es dazu?

3 Januar, 2020
Wadenkrämpfe entstehen meist dann, wenn man längere Zeit in derselben Stellung verbringt. Häufige Auslöser sind Hormon- und Stoffwechselstörungen, neurologische Krankheiten oder ein Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt. Erfahre heute mehr über mögliche Ursachen und wie man Vorsorge leisten kann. 

Wadenkrämpfe können sehr unangenehm und schmerzhaft sein, die meisten von uns kennen dieses Problem. Es kommt dabei plötzlich und unfreiwillig zu Muskelkontraktionen, die nicht kontrolliert werden können.

Meist sind Muskelkrämpfe schnell wieder vorbei und harmlos. Doch sie können auch bewirken, dass der betroffene Muskel eine Zeit lang unbeweglich ist. Im Normalfall normalisiert sich die Situation wieder von selbst, doch es kann sich um ein Symptom einer Krankheit handeln. Solltest du öfters daran leiden, solltest du dich deshalb auf jeden Fall ärztlich untersuchen lassen.

Zu Wadenkrämpfen kommt es sehr häufig. Sie können tagsüber oder auch in der Nacht auftreten und die betroffene Person mit Schmerzen plötzlich aus dem Schlaf reißen. Die Ursachen sind sehr vielseitig und außerdem nehmen Krämpfe mit zunehmendem Alter zu. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer.

Da sehr viele Personen an Wadenkrämpfen leiden (schätzungsweise die Hälfte der Bevölkerung), erklären wir in unserem heutigen Artikel die häufigsten Auslöser und wie man Vorsorge leisten kann.

Wadenkrämpfe: die häufigsten Auslöser

Wadenkrämpfe können verschiedenste Ursachen haben. Wissenschaftler erforschen noch immer die genauen Mechanismen, die dazu führen und in welchen Situationen es am häufigsten zu Krämpfen in den Beinen kommt.

Es gibt verschiedene Umstände, in denen diese vermehrt auftreten. Forscher haben festgestellt, dass Krämpfe insbesondere bei Müdigkeit und Erschöpfung der Muskeln nach dem Training häufig Beschwerden verursachen. 

Wadenkrämpfe: die häufigsten Auslöser 

Ein weiterer sehr häufiger Auslöser ist, wenn man lange Zeit liegt oder in einer bestimmten Position Druck auf die Muskeln ausgeübt wird. Dies erklärt, warum es oft während des Schlafes in den frühen Morgenstunden zu Muskelkrämpfen kommt.

Krämpfe hängen mit der Aktivität der motorischen Neuronen zusammen, welche dafür zuständig sind, die Muskelbewegungen zu stimulieren. Das lässt uns verstehen, warum Muskelkrämpfe bei vielen neurologischen Krankheiten häufig auftreten, wie etwa bei Morbus Parkinson.

Außerdem können auch bestimmte Arzneimittel zu Muskelkrämpfen in den Beinen führen. So handelt es sich zum Beispiel um eine häufige Nebenwirkung bei Krebsbehandlungen. Fast 80 % der Patienten, die wegen Krebs therapiert werden, leiden an Krämpfen.

Hervorzuheben ist ebenfalls, dass eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr zu den häufigsten Gründen für Krämpfe zählt. Auch ein unausgeglichener Hydrolythaushalt oder eine veränderte Konzentration von bestimmten Ionen im Blut sind häufige Auslöser. Meist treten diese in Kombination auf.

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Andere Ursachen für Wadenkrämpfe

Personen, die einer Hämodialyse unterzogen werden, leiden auch häufig an Krämpfen in den Beinen. Auch hier besteht ein Zusammenhang zu einem unausgeglichenen Ionenhaushalt im Blut. So kann beispielsweise der Kaliumspiegel beeinträchtigt sein.

Außerdem scheinen auch Krankheiten des Gefäßsystems (z. B. Verstopfung der koronaren Arterien oder von Blutgefäßen in den Beinen) die Wahrscheinlichkeit für Krämpfe zu erhöhen.

Andere Ursachen für Wadenkrämpfe

Was kann man gegen Wadenkrämpfe tun?

Die Behandlung der Krämpfe hängt von den Ursachen ab. Sie dauern oft bis zu 9 Minuten lang und können sich innerhalb derselben Stunde oder Nacht wiederholen. Wenn es häufig dazu kommt, leiden Betroffene meist auch an Schlafstörungen.

Die erste Maßnahme ist, sich nach Möglichkeit ausreichend zu bewegen und längeres Verweilen in derselben Position zu verhindern. Außerdem empfehlen sich auch Dehnungsübungen während des Tages oder direkt vor dem Schlafengehen.

Auch Kälte wird mit Krämpfen an den Beinen in Verbindung gebracht. Deshalb sollten Betroffene darauf achten, dass sie sich in einer warmen Umgebung befinden. Sollte es zu einem Krampf kommen, kann eine Massage des betroffenen Muskels helfen. 

Es gibt allerdings keine medizinische Behandlung, um Krämpfen vorzubeugen. Manche Ärzte empfehlen jedoch Vitaminpräparate, Magnesium oder Natrium. Die Wirksamkeit dieser Ergänzungen wurde jedoch nicht wissenschaftlich bestätigt.

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Fazit

Wadenkrämpfe sind ein häufiges, sehr unangenehmes Leiden, dem sehr unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. Die genauen Gründe dafür sind allerdings noch nicht ausreichend erforscht und es gibt auch keine spezifische Behandlung. Solltest du öfters an Krämpfen in den Beinen leiden, lasse dich von deinem Arzt untersuchen, um herauszufinden, ob es sich um ein Symptom einer anderen Krankheit handelt. Dein Arzt kann dir dann die entsprechende Behandlung empfehlen.

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