Das Syndrom „überbeschenktes Kind“

· 7 Februar, 2019
Es kommt zu überbeschenkten Kindern, wenn die Eltern versuchen, ihre Abwesenheit durch Geschenke wiedergutzumachen. Versuche stattdessen lieber, mehr Zeit mit deinem Kind zu teilen.

Als Eltern glauben wir manchmal, dass wir Abwesenheit durch ein Spielzeug wieder gut machen können. Dadurch kommt es zum Syndrom „überbeschenktes Kind“. Solltest du Zweifel über dieses Thema und die Konsequenzen dieser Verhaltensweise haben, so lies unseren Artikel.

Du hast dein Kind unglaublich lieb und deshalb verdient es auch alles Spielzeug der Welt. Es kann ja auch zu jedem Geburtstag und Weihnachtsfest Geschenke bekommen, doch das wertvollste, was es für dein Kind geben kann, ist, Zeit mit dir zu verbringen.

Wenn du nicht besonders viel Zeit für dein Kind hast, dann könnte es unter dem Syndrom „überbeschenktes Kind“ leiden. Es möchte dann ein neues Spielzeug, jedes Mal, wenn ihr auch nur in den Supermarkt geht.

Sollte dir das bezüglich seiner Entwicklung Sorgen bereiten, so bleib ganz ruhig, denn wir haben eine Lösung für das Problem für dich parat.

Dieses Syndrom gibt es seit Beginn dieses Jahrhunderts und es kommt aufgrund unseres Lebensstils gar nicht so selten vor. Solltest du einen hektischen Alltag mit vielen Pflichten haben, so musst du dich am besten organisieren. 

Dadurch kannst du vermeiden, dass dein Kind unter persönlichen Entwicklungsstörungen leidet, wie es ein überbeschenktes Kind für gewöhnlich tut.

Worin besteht das Syndrom „überbeschenktes Kind“?

Eine ganze Stofftierfamilie

Man sagt, dass ein überbeschenktes Kind einfach zu viel Spielzeug und Geschenke erhält. Wenn es bemerkt, dass es alles haben kann, was es will, dann kann es dich manipulieren, um auch daran zu kommen.

Das Syndrom „überbeschenktes Kind“ ist ebenfalls ein Zeichen dafür, dass du zu wenig Zeit mit deinem Kind verbringst. Das Kind würde sich vermutlich anders verhalten, wenn es anstatt der vielen Geschenke mehr Zeit mit dir verbringen würde.

Man bemerkt ein überbeschenktes Kind schnell, weil es ständig meckert. Sorge dich jedoch nicht. Du kannst Regeln aufstellen, wenn dein Kind neues Spielzeug möchte. Hat es die besten Noten in der Klasse, dann kriegt es ein Geschenk.

Woher weißt du, ob auch dein Kind zu den Überbeschenkten gehört?

Wie der Name es schon verrät, spricht man von diesem Syndrom, wenn das Kind zu viele Geschenke fordert. Es kann jedoch auch zu den folgenden Symptomen kommen:

  • Das Kind toleriert nur wenig Frustration.
  • Es hat wenig Vorstellungskraft.
  • Der Zögling ist launisch.
  • Er weiß nicht zu schätzen, was er schon hat.
  • Das Kind ist sehr auf Materielles fixiert.
  • Es ist ein Egoist.

Ein Kind kann natürlich auch durch seine Kameraden beeinflusst werden. Bekommen sie neue Geschenke, dann will es vermutlich auch welche.

Man sollte ihm dann erklären, dass jede Familie anders ist und bestimmte Regeln aufstellen, wann es bei euch Geschenke gibt.

Wie können die Eltern mit dem Thema Geschenke umgehen?

Es ist unsere Aufgabe als Eltern, die Kinder in ihrem Leben zu orientieren. Deshalb ist es wichtig, täglich Zeit und Erfahrungen mit unseren Kindern zu teilen. Das geht ganz toll, indem man mit ihnen spielt.

So bemerkt dein Kind, dass die Zeit mit dir das größte Geschenk ist. Du kannst es ja als Überraschung in sein Lieblingsrestaurant einladen, wo ihr das Essen zusammen genießen könnt.

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Bring ihm bei, seine Sachen zu schätzen

Wenn deine Kinder wissen, wie du es geschafft hast, ein Geschenk für sie zu erwerben, so wissen sie es auch besser zu schätzen. Verstehen sie erst einmal deine Arbeit und was es kostet, dieses Spielzeug zu bekommen, dann sehen sie die Dinge mit anderen Augen.

Motivierst du sie dazu, auch eine Arbeit in der Zukunft zu haben, dann unterstützt du sie dabei, reif zu werden.

Die Regel der vier Geschenke

Diese Regel ist ideal für ein überbeschenktes Kind. Man schenkt ihnen das Folgende:

  • Einen Gegenstand zum Mitnehmen.
  • Ein Buch.
  • Was sie sich am meisten wünschen.
  • Was sie brauchen.

Man kann ihm beispielsweise ein Skateboard zum Mitnehmen und ein Buch seines Lieblingsgenres schenken. Ein paar Filzstifte, die es zum Malen braucht und etwas, das es sich schon seit Monaten wünscht könnten ebenfalls auf dieser Liste stehen.

So vermeidest du die Art Geschenke, die deine Kinder nach einer Woche in die Ecke schmeißen, ohne sie auch nur wirklich beachtet zu haben.

Ohne Spielzeug spielen

Kind benutzt seine Vorstellungskraft

Dein Kind kann sich auch mit dem tollsten Geschenk von allen amüsieren: mit dir! Widmest du ihm eine Spielstunde, so kannst du das Syndrom „überbeschenktes Kind“ vermeiden. So verbessern sich auch oft die Familienbeziehungen!

Solltest du gerade sehr beschäftigt sein, dann lade deinen Zögling dazu ein, neben dir zu malen oder zu singen. Das kann man auch tun, ohne Spielzeug zu benutzen. Brauchst du ein wenig Stille, dann könnte Lesen die angebrachte Aktivität für dein Kind sein.

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Das beste Geschenk ist Liebe

Wie van Gogh sagte: „Was mit Liebe geschaffen ist, ist gut.“ Widme trotz allem Alltagsstress deinem Kind viel Zeit, um ihm zuzuhören, mit ihm zu reden und zu spielen. So entspannt ihr euch beide und schafft mehr Vertrauen in eurer Beziehung.

Konsequenzen von zu viel Spielzeug

Zu viele Geschenke können Konsequenzen für dein Kind und andere in seinem Umfeld mit sich bringen. Dazu gehören:

  • Unnötige Ausgaben
  • Ein kompliziertes Kind
  • Isolation von den Eltern
  • Schwierigkeiten auszudrücken, was das Kind spürt
  • Reagiert intolerant auf Frustration
  • Weiß Personen und Dinge nicht zu schätzen

Schlussbemerkungen

Du kannst dieses Syndrom vermeiden, indem du mehr Zeit mit deinem Kind verbringst. Ihr könnt zusammen ins Kino oder den Park gehen, doch es gibt auch Aktivitäten, die ihr zu Hause machen könnt.

Es mag schon sein, dass du viele Pflichten hast, doch für dein Kind ist es am besten, wenn du jeden Tag Zeit mit ihm verbringst.

Wir hoffen, dass dieser Artikel dich auch ein wenig zum Nachdenken bringt. Beginne damit, mehr Wert auf die Personen in deinem Umfeld als auf Besitztümer zu legen. Möchtest du dies deinem Kind beibringen, so musst du es ihm auch vorleben.