Resilienz – wie du psychisch widerstandsfähig werden kannst

1 Oktober, 2020
Jeder muss lernen, psychisch widerstandsfähig zu sein; dabei handelt es sich lediglich um eine Reihe von Gedanken und Einstellungen, die jeder lernen und entwickeln kann, um sich an widrige Situationen anzupassen und sie zu überwinden. Von entscheidender Bedeutung sind dabei die Menschen, mit denen wir uns umgeben.

Du musst lernen, psychisch widerstandsfähig zu sein. Aber warum? Weil es dir helfen wird, mit schwierigen Situationen umzugehen, wie beispielsweise einen Verlust zu überwinden. Gut, aber was genau ist denn nun Resilienz und wie kannst du sie dir aneignen? Lies einfach weiter und finde es heraus.

Was ist Resilienz?

Resilienz könnte man folgendermaßen definieren: Es ist die Fähigkeit, Widrigkeiten zu überwinden, indem du angesichts von Tragödien, Traumata, Bedrohungen und schwerem Stress dein Bestes gibst.

Psychisch widerstandsfähig sein bedeutet aber nicht, dass ein Mensch keine Gefühle hat oder keine Schwierigkeiten erlebt. Tatsächlich fühlt jeder Mensch an einem gewissen Punkt im Leben Traurigkeit, Unsicherheit, Unbehagen und physischen oder emotionalen Schmerz.

Wie du siehst, psychisch widerstandsfähig oder resilient sein bedeutet, dass du dazu in der Lage bist, dich anzupassen und Probleme zu überwinden, und zwar trotz aller auftretenden Hindernisse und trotz der Auswirkungen, die eine bestimmte Situation auf dich haben kann.

Darüber hinaus ist Resilienz nicht etwas, das du hast oder nicht hast. Sie umfasst vielmehr eine Reihe von Gedanken, Emotionen und Einstellungen, die jeder lernen und entwickeln kann.

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Einflussfaktoren, um psychisch widerstandsfähig zu sein

Viele Studien zeigen, dass emotionale Unterstützung einer der wichtigsten Faktoren ist, wenn es darum geht, psychisch widerstandsfähig zu sein. Das liegt daran, dass du resilienter wirst, wenn du von Menschen umgeben bist, die für dich sorgen, dich unterstützen und dir vertrauen.

Andere damit verbundene Faktoren:

Wie kannst du psychisch widerstandsfähig werden?

resilient sein - spielende Katze

Die grundlegenden Eigenschaften psychisch widerstandsfähiger Menschen:

  • Sie sind realistisch.
  • Sie sind davon überzeugt, dass ihr Leben einen Sinn hat.
  • Außerdem haben sie ein starkes Bedürfnis, sich zu verbessern.

Darüber hinaus:

  • Können sie ihre Emotionen kontrollieren
  • und sind empathisch.
  • Außerdem können sie die Ursachen ihrer Probleme sehr genau identifizieren.
  • Sie halten sich selber für kompetent.
  • Und sie haben Selbstvertrauen.

Das wichtigste Merkmal einer resilienten Person liegt in ihrer Denkweise und ihrem Denkstil. Ein psychisch widerstandsfähiger Mensch ist realistisch und flexibel.

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Wie kannst du resilient sein?

Resilienz ist nicht etwas, das einige Menschen haben und andere nicht. Sie umfasst eine Reihe von Fähigkeiten und Einstellungen, die du entwickeln kannst. Aber wie? Hier sind einige Tipps, wie du daran arbeiten kannst:

1. Baue Beziehungen auf

Wir haben bereits erwähnt, dass emotionale Unterstützung einer der wichtigsten Faktoren ist, die uns helfen, psychisch widerstandsfähiger zu werden.

Gute zwischenmenschliche Beziehungen, die Fähigkeit, Hilfe und Unterstützung, die andere Menschen uns anbieten, anzunehmen, sowie jenen zu helfen, die unsere Hilfe benötigen, stärkt unsere Resilienz.

2. Realistisches und konstruktives Denken führt zu Resilienz

Du kannst nicht verhindern, dass bedrohliche oder stressige Ereignisse im Leben auftreten. Was du aber verändern kannst, ist die Art und Weise, wie du sie interpretierst und auf sie reagierst.

Betrachte die Probleme aus einer breiten Perspektive als Herausforderung, die es zu überwinden gilt. Wenn du daran glaubst, dass du in der Lage bist, dich ihnen zu stellen und Lösungen zu finden, hilft dir das, resilienter zu sein.

3. Du bist psychisch widerstandsfähig, wenn du die Realität akzeptierst

Zu akzeptieren, dass Veränderung ein wesentlicher Teil des Lebens ist, ist für die Anpassung von entscheidender Bedeutung. Das liegt daran, dass der Anpassungsprozess ohne sie stagnieren würde.

4. Vertraue in dich

Du weißt erst, wozu du fähig bist, wenn du es ausprobierst. Außerdem könntest du sogar überrascht sein, wie viel du tatsächlich erreichen kannst.

5. Entwickle und setze dir Ziele

Werde aktiv. Bleibe nicht einfach stehen und warte darauf, dass die Dinge zu dir kommen. Setze dir Ziele und kämpfe für sie.

6. Suche nach Möglichkeiten der Selbstfindung

Häufig werden Menschen klüger und weiser, nachdem sie eine Widrigkeit oder eine schwierige Situation überwunden haben. Auf diese Weise lernst du jedes Mal etwas Neues über dich selbst, wenn du dich deinen Dämonen stellst.

Darüber hinaus gibt es noch viele andere Wege, wie du deine Resilienz entwickeln kannst. Alles, was du tun musst, ist die Aktivitäten zu identifizieren, die es dir ermöglichen, deine eigene Strategie zu entwickeln, um sie zu stärken.

Zum Abschluss haben wir noch einen Satz zum Nachdenken für dich:

“Das merkwürdige Paradoxon ist, dass ich mich nur verändern kann, wenn ich mich so akzeptiere, wie ich bin.”

  • Oriol-Bosch, A. (2012). Resiliencia. Educación Médica. https://doi.org/10.4321/S1575-18132012000200004
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