Nasenspülung: 3 verschiedene Arten

22 Oktober, 2019
Beim Einatmen gelangen Allergene in die Nase, die zu einem Asthmaanfall oder anderen Beschwerden führen können. In diesem Fall ist eine Nasenspülung sehr vorteilhaft, die jedoch unbedingt richtig durchgeführt werden muss. Erfahre heute mehr zu diesem Thema. 

Bei einer Nasenspülung müssen bestimmte Grundregeln beachtet werden, insbesondere dann, wenn man sie bei Babys durchführt. Denn sie können noch nicht durch den Mund atmen und wenn die Nase verstopft ist, fällt es ihnen sehr schwer, Luft zu holen.

Viele Kinder leiden heutzutage an vermehrtem Nasenausfluss, was auf Umweltverschmutzung, die frühe Sozialisierung und häufig auftretende Allergien zurückzuführen ist, die zu Atemwegsproblemen führen.

Wir stellen dir deshalb heute drei Techniken vor, um eine Nasenspülung richtig durchzuführen.

Warum ist es so wichtig, die Nasenspülung richtig durchzuführen?

Die Wichtigkeit, die Nasenspülung richtig durchzuführen

Meist atmen wir durch die Nase ein, welche die Funktion hat, die Luft zu befeuchten, zu filtern und zu wärmen, bevor sie in unseren Körper gelangt. Dabei gelangen Partikel und Allergene in die Nase, die unter anderem einen Asthmaanfall auslösen könnten.

In diesem Fall kann eine Nasendusche Erleichterung bringen, wenn sie richtig durchgeführt wird. Insbesondere bei Babys ist dies sehr wichtig, da sie, wie bereits erwähnt, noch nicht durch den Mund atmen können.

Bei einer Nasenspülung verwendet man Salzwasser, um die Nasenhöhlen von Schleim zu reinigen und von Allergenen zu befreien, die durch das Wasser ausgeschwemmt werden.

Das Ziel ist also, möglichst viele Partikel und Allergene auszuspülen, um Allergien zu lindern und die Atemwege zu befreien. Die Nasendusche kann jedoch auch unter anderen Umständen verwendet werden:

Empfehlungen für eine Nasenspülung bei einem Kind

Für Babys verwendet man meist physiologische Kochsalzlösung aus der Apotheke für die Reinigung der Nase. Damit sich das kleine Kind wohler fühlt und besser atmen kann, kann man so viele Nasenduschen wie nötig durchführen. 

Für das Kind ist dies meist unangenehm und deshalb etwas kompliziert. Wir haben jedoch anschließend einige Tipps für dich, damit es dir leichter fällt:

  • Führe die Nasendusche vor dem Schlafen und vor dem Stillen durch.
  • Du kannst dein Baby auf den Rücken oder auf den Bauch legen, wobei jedoch der Kopf seitlich liegen muss. Pass auf, dass dein kleiner Schatz seinen Hals nicht nach hinten neigt.
  • Nach der Nasenspülung empfiehlt es sich, das Kind aufzusetzen, um das Ausstoßen des Ausflusses zu erleichtern.
  • Wenn die Nase stark verstopft ist, kannst du etwas Kochsalzlösung verwenden und eine sanfte Massage durchführen. Verwende danach noch ein paar Tropfen Kochsalzlösung.
  • Größere Kinder sind fähig, die Nasendusche selbst durchzuführen. Dabei wird der Kopf auf eine Seite gebeugt und danach auf die andere.

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3 Techniken für eine Nasenspülung

1. In Rückenlage mit dem Kopf zur Seite gedreht

Techniken für eine Nasenspülung

Dies ist die am meisten angewendete Technik, jedoch nicht die effektivste. In dieser Position wird die Salzlösung kräftig mit einer Spritze oder einer speziellen Nasendusche eingeführt.

Damit wird der vordere Bereich der Nasenhöhle gereinigt. Es handelt sich um eine schnelle, einfache Methode, doch die Kochsalzlösung gelangt damit nicht in die hinteren Bereiche, in denen sich Schleim ansammelt.

Deshalb eignet sich diese Methode nicht, wenn viel zähflüsiger Schleim vorhanden ist. Denn die Kochsalzlösung prallt daran zurück.

2. Im Sitzen

Diese Art der Nasenreinigung wird insbesondere bei älteren Kindern verwendet. Im Sitzen wird der Kopf nach vorne gebeugt, danach spritzt man die physiologische Kochsalzlösung in ein Nasenloch und das Kind zieht diese tief nach oben, damit die Lösung wirkt. Diese Technik kann bei Babys nicht verwendet werden.

Wie bei der vorhergehenden Methode können auch im Sitzen die hinteren Bereiche im Inneren der Nase nicht erreicht werden. Deshalb ist sie bei starker Verschleimung nicht sehr hilfreich.

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3. In Rückenlage oder sitzend mit dem Kopf nach hinten gebeugt

Diese Methode ist sehr effektiv. Denn wenn man den Kopf nach hinten neigt, wird die Kochsalzlösung langsam und ohne Druck aufgenommenSie rinnt nach hinten in Richtung Rachen und nimmt einen Teil des Schleims mit.

Die Nasensekrete, die an den Nasenwänden haften, werden durch die Flüssigkeit weicher und das Kind kann dann kraftvoll einatmen, damit auch der tiefsitzende Schleim in den Rachen fällt, um ihn zu schlucken oder auszuwerfen.

Wenn das Kind noch sehr klein ist, schließt du ihm den Mund, um das Weinen zu nutzen und so ein intensives Einatmen über die Nase zu erreichen. 

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