Hantavirus-Infektionen: Was du wissen musst

Hantavirus-Infektionen äußern sich in der Regel mit Fieber, Kopfschmerzen und allgemeinen Muskelschmerzen. Erfahre mehr im folgenden Artikel.
Hantavirus-Infektionen: Was du wissen musst

Letzte Aktualisierung: 07. Oktober 2021

Wir erleben derzeit eine Pandemie, die durch das Coronavirus verursacht wird. Aufgrund dieser Situation ist die ganze Welt in Alarmbereitschaft und hat begonnen, die Ereignisse zu dokumentieren, da sie eine Wiederholung dieser Situation befürchtet. Infolgedessen sind Hantavirus-Infektionen zu einem immer beliebteren Untersuchungsgegenstand geworden.

Hantaviren sind eine Familie von Viren, die in verschiedenen Arten von Nagetieren auf der ganzen Welt vorkommen. Obwohl Infektionen von Menschen mit diesem Virus selten sind, nimmt die Häufigkeit dieser Virusart zu und beunruhigt daher die Bevölkerung.

Dieses Virus ist im Urin und Kot von Nagetieren vorhanden. Damit sich eine Person anstecken kann, muss sie mit diesen Tieren und ihrem Kot in Kontakt kommen. Diese Infektion kann zwei Arten von Syndromen verursachen: Lungen- und Nierenerkrankungen.

Experten haben die beiden Syndrome in einigen Regionen der Welt deutlicher identifiziert als in anderen. In diesem Artikel erklären wir dir alles, was du über Hantavirus-Infektionen wissen musst.

Wo sind Hantavirus-Infektionen aufgetreten?

Wie wir bereits erwähnt haben, sind Hantavirus-Infektionen recht selten. Sie wurden erstmals im Jahr 1993 in den Vereinigten Staaten entdeckt. Normalerweise treten sporadische oder isolierte Fälle in einem einzigen Land auf.

Das liegt daran, dass sich das Virus hauptsächlich durch den Kontakt mit dem Kot infizierter Nagetiere verbreitet. Darüber hinaus gibt es Berichte über gelegentliche Ausbrüche mit Übertragung von Mensch zu Mensch, beispielsweise in Patagonien, Argentinien. Die Übertragung des Hantavirus kann auch durch das Einatmen von mit dem Virus kontaminierter Luft erfolgen.

Außerdem gibt es Beweise dafür, dass es in Gegenden, in denen es viel Staub gibt, leichter zu einer Übertragung des Virus kommt. Wie wir bereits erwähnt haben, erfolgt die Unterscheidung des Hantavirus in der Regel nach dem klinischen Syndrom, das es jeweils hervorruft.

Das Hantavirus, das in den Vereinigten Staaten auftrat, verursachte ein pulmonales Syndrom. Die Fälle traten in Kanada und anderen amerikanischen Ländern auf. Im Gegensatz dazu trat das Hantavirus-Nierensyndrom hauptsächlich in Europa, China und Korea auf. Allerdings breitete es sich aber auch in anderen Gebieten aus.

Hantavirus - Arzt mit virtuellem Bild der Lungen


Welche Symptome verursacht eine Infektion mit dem Hantavirus?

Hantavirus-Infektionen äußern sich in der Regel durch allgemeine Symptome wie plötzliches Fieber und Kopfschmerzen. Die Infektion tritt normalerweise etwa 2 Wochen nach dem Kontakt mit dem Virus auf.

Durchfall, Erbrechen und allgemeine Muskelschmerzen sind ebenfalls häufig. Die Symptome halten meist 4 bis 5 Tage an. Aber es wurden auch Fälle dokumentiert, in denen die Symptome bis zu 15 Tage anhielten.

Zusätzlich zu diesen Symptomen können Hantavirus-Infektionen ein Lungensyndrom oder ein Nierensyndrom verursachen. Bei denjenigen, die ein pulmonales Syndrom entwickeln, sind die Symptome ähnlich wie bei einer Coronavirus-Infektion.

Das heißt, es kommt unter anderem zu Husten und Kurzatmigkeit. Es handelt sich um eine ernste Erkrankung, die in etwa der Hälfte der Fälle zum Tod führt. Dies geschieht, weil sich Flüssigkeit in der Lunge ansammelt, was die Lungenkapazität stark beeinträchtigt.

Nierensyndrom

Bei Menschen, die an dem Hantavirus erkrankt sind und ein Nierensyndrom entwickeln, gibt es ebenfalls unterschiedliche Schweregrade. Manche Menschen haben eine milde und fast symptomlose Infektion.

Allerdings gibt es auch Fälle, in denen die Symptome schwerer werden. Dann kommt es zu einem Blutdruckabfall und in der Folge zu Nierenversagen. In diesen Fällen ist häufig Blut im Urin zu finden.

Hantavirus - Digitalbild der Nieren

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Wie werden Hantavirus-Infektionen diagnostiziert und behandelt?

Um eine Hantavirus-Infektion zu diagnostizieren, ist es sehr wichtig, die Krankengeschichte des Patienten genau zu kennen. Darüber hinaus sollte der behandelnde Arzt wissen, ob der Patient in einem Gebiet mit vielen Nagetieren gelebt hat oder mit Nagetierkot in Berührung gekommen ist.

Außerdem führen die Ärzte in der Regel einen Bluttest durch, um das Vorhandensein des Virus zu überprüfen und um festzustellen, ob die Nieren oder die Lungen betroffen sind. Allerdings hängt die Behandlung von den jeweiligen Symptomen ab.

Im Allgemeinen erfordert das pulmonale Syndrom Sauerstoff und künstliche Beatmung. Bei einem Nierensyndrom ist manchmal eine Dialyse erforderlich. Das hängt jedoch alles von der Schwere der Infektion und den medizinischen Entscheidungen ab, die im jeweiligen Einzelfall getroffen werden.

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