Flüssigkeitsretention: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

19 Dezember, 2018
Wasser trinken ist das beste Hausmittel, um Flüssigkeitsretentionen auszuleiten. Trinke täglich 1 - 2 Liter Wasser und beginne den Tag mit einem diuretischen Tee.

Flüssigkeitsretention: auch Wassersucht genannt. Darunter leiden zahlreiche Frauen. Es handelt sich nicht um eine Krankheit sondern um ein Symptom, das auf andere Beschwerden hinweist.

Deshalb ist es sehr wichtig, die Ursachen für die im Gewebe eingelagerte Flüssigkeit herauszufinden. Verantwortlich dafür könnte nämlich eine Herzkrankheit, ein Nierenleiden oder Verdauungsbeschwerden sein.

Du solltest auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und eine entsprechende Diagnose stellen lassen.

Was ist Flüssigkeitsretention?

Als Flüssigkeitsretention bezeichnet man die Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe. Bei dieser Störung des Wasser- und Elektrolythaushalts, kommt es zu einem Ungleichgewicht, da überschüssige Flüssigkeit nicht ausgeschieden, sondern im Gewebe eingelagert wird.

Ein komplexes Hormonsystem ist für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt verantwortlich. Wenn man zu viel Wasser trinkt, wird dieses einfach über die Nieren in Form von Harn oder auch über die Schweißdrüsen ausgeschieden.

Beschwerden entstehen jedoch dann, wenn der Organismus aus irgendwelchen Gründen nicht mehr fähig ist, die Flüssigkeit auszuleiten, um das Gleichgewicht zu halten. Dann kommt es zur Flüssigkeitsretention.

Welche Ursachen können für die Einlagerung der Flüssigkeit verantwortlich sein?

Zwei verschiedene Arten von Ursachen können die Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe zur Folge haben:

  • Organische Faktoren: Entzündungen, Durchblutungsstörungen, bestimmte Organstörungen
  • Alltägliche Faktoren: Bewegungsmangel, Stress, Einnahme bestimmter Medikamente, klimatische Faktoren.

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Flüssigkeitsretention in der Schwangerschaft

Mindestens 50% der Frauen leiden im Verlauf der Schwangerschaft, insbesondere im dritten Abschnitt, an Flüssigkeitsretention. Die Hormonveränderungen machen sich meist durch leicht geschwollene Knöchel und Füße bemerkbar.

Dies ist nicht besorgniserregend, sollte jedoch trotzdem mit dem Arzt besprochen werden.

Wenn die Schwellungen sehr stark sind und sich auch an den Händen und im Gesicht bemerkbar machen, muss auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Hausmittel gegen Flüssigkeitsretention

  • Bewegung: Jede Art von Bewegung oder Sport, bei der die Beine bewegt werden, unterstützt die Arbeit der Nieren. Wenn du während der Arbeit lange sitzen musst, stehe jede Stunde kurz auf und bewege dich durch den Raum. Wenn dies nicht möglich ist, solltest du zumindest die Zehen nach unten und oben bewegen, um die Venenpumpe zu aktivieren.

Lesetipp: Wie viel Bewegung pro Tag ist ratsam?

  • Schwimmen: Bewege die Beine im Schwimmbecken oder im Meer, lass dich treiben, während du die Beine bewegst.
  • Keine enge Kleidung: Dies bezieht sich auch auf Socken, denn dadurch werden die Schwellungen nur schlimmer. Kleide dich so bequem wie möglich.
  • Wasser trinken: Je mehr Wasser du trinkst, umso mehr Wasser wird ausgeleitet. Optimal ist eine Trinkmenge von 1 – 2 Litern Wasser täglich.
  • Trinke Tee auf nüchternen Magen: Petersilie, Wacholder, Olivenblätter oder Schachtelhalm sind für einen diuretischen Tee sehr zu empfehlen. Auch ein Aufguss aus Lauch, frischer Spargel oder Gurke sind sehr wirksam.
  • Konsumiere Nahrungsmittel, die Kalium enthalten: Obst und Gemüse enthält viel Kalium. Es empfiehlt sich, täglich mindestens 400 g davon einzunehmen. Das entspricht 5 Portionen täglich.
  • Natriumarme Nahrungsmittel: Wenig Natrium enthalten Obst und Gemüse, insbesondere empfiehlt sich der Verzehr von Äpfeln, Birnen und Kirschen. Auch verschiedene Getreidesorten, wie Reis oder Hafer, sowie Kartoffeln, Soja und Hülsenfrüchte sollten nicht fehlen. Milch und Milchprodukte sind ebenfalls eine gute Wahl.
  • Kashani, A., Landaverde, C., Medici, V., & Rossaro, L. (2008). Fluid retention in cirrhosis: Pathophysiology and management. QJM. https://doi.org/10.1093/qjmed/hcm121
  • Chaney, E., & Shaw, A. (2010). Pathophysiology of Fluid Retention in Heart Failure. In Fluid Overload. https://doi.org/10.1002/9783805594172.ch6