Exanthem: Typen und Hauptursachen

4 Januar, 2021
Ein Exanthem kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel genetische Faktoren, Infektionen, Allergien, Umweltfaktoren und vieles mehr. Die Behandlung hängt weitgehend von dem verursachenden Erreger ab.

Ein Exanthem ist ein akut auftretender Hautausschlag. Dabei handelt es sich um eine Veränderung der Epidermis, die die Farbe, das Erscheinungsbild, die Form oder die Textur der Haut beeinflussen kann. Dies kann auf der Kopfhaut, im Gesicht, am Hals, auf der Brust, am Rücken und an anderen Körperstellen auftreten.

Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass in Ländern mit hohem Einkommen die Prävalenz der Neurodermitis – eine der Krankheiten, die Hautausschläge verursachen – bei 15 bis 30 % der Kinder liegt. Dies bedeutet, dass Hautkrankheiten auf dem Vormarsch sind.

Die Haut ist – zusammen mit Speichel, Tränenflüssigkeit und Schleimhäuten – die erste Barriere, die uns vor möglichen Krankheitserregern schützt. Daher ist es wichtig, auf schädigende Prozesse zu achten. Der heutige Artikel liefert hilfreiche Informationen über die Arten von Exanthemen und deren Ursachen.

Welche Arten von Exanthem gibt es?

Die Definition des Begriffs „Hautausschlag“ oder „Exanthem“ bezieht sich auf mehrere Krankheiten. Laut der Mayo Clinic sind die häufigsten Arten die folgenden:

  • Neurodermitis (Atopische Dermatitis) ist eine dauerhafte Erkrankung, die Rötungen und Juckreiz der Haut verursacht. Es gibt keine Heilung dafür, aber Behandlungen können den Juckreiz und das Auftreten neuer Ausbrüche lindern.
  • Kontaktdermatitis ist ein Ausschlag, der durch direkten Kontakt mit Substanzen verursacht wird, die die Person nicht verträgt. Sie kann sich als Reizung (die häufigste Form) oder Allergie äußern.
  • Schweißbläschen (Miliaria) sind auf die Ansammlung von Schweiß in den Hautkanälen zurückzuführen, meist aufgrund eines sehr heißen Klimas. Sie manifestieren sich als kleine Pusteln, die einen starken Juckreiz verursachen.
  • Intertrigo tritt häufig bei fettleibigen Menschen auf. Dieser Ausschlag entsteht durch die Reibung von Hautfalten und die Ansammlung von Bakterien und Schweiß.
  • Psoriasis ist eine entzündliche Hauterkrankung mit autoimmunem Ursprung. Sie führt zu schuppenden Läsionen.

Wir haben einige Beispiele für Hautausschläge vorgestellt, aber es gibt noch viele weitere: Ringelflechte, Rosazea oder Gürtelrose – verursacht durch Herpes Zoster. Ärzte kennen die Ursachen für diese Gruppe von Erkrankungen bis jetzt noch nicht.

Allergie Dermatitis
Ein Exanthem kann durch eine Vielzahl von Hautkrankheiten verursacht werden. Unter diesen ist die Dermatitis eine der häufigsten.

Lies hier weiter: Atopische und Seborrhoische Dermatitis: Was ist der Unterschied?

Was sind die Hauptursachen?

Laut der U.S. National Library of Medicine wird ein einfaches Exanthem – insbesondere Kontaktdermatitis – durch die Berührung von Dingen herbeigeführt, die die Haut schädigen, wie zum Beispiel Chemikalien, Kosmetika, Farbstoffe und bestimmte giftige Pflanzen.

Andererseits werden einige Hautausschläge durch eine virale, pilzartige oder bakterielle Invasion der Epidermis verursacht. Ein Beispiel dafür ist Impetigo bei Kindern, die durch eine Infektion mit dem Bakterium Streptococcus pyogenes entsteht.

Außerdem können Mikroorganismen wie Ringelflechte oder Dermatophyten ein Exanthem verursachen. Diese siedeln sich als Pilzkolonien auf der Haut an und ernähren sich von Keratin, was zu Schäden auf der Gewebeebene führt. Schließlich dürfen wir nicht vergessen, dass viele Hautausschläge auf Allergien zurückzuführen sind.

Empfehlungen für die Pflege von einem Exanthem

Es ist selbstverständlich, dass die Behandlung weitgehend von dem verursachenden Erreger abhängt. Ringelflechte behandelt man mit Anti-Pilz-Mitteln, Gürtelrose mit antiviralen Mitteln und Impfstoffen und Impetigo mit antibiotischen Salben.

Die Art des eindringenden Erregers bestimmt, welcher Ansatz in jedem Fall zu befolgen ist. Daher kommt eine Selbstmedikation bei diesem Krankheitsbild nicht infrage.

Andererseits gibt es bei chronischen Krankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte keine vollständige Heilung. In diesen Fällen weisen Portale wie die American Academy of Asthma and Immunology auf die folgenden Strategien hin:

  • Vermeide es, die Haut übermäßig zu reiben
  • Trage bequeme Kleidung
  • Verwende Cremes, Lösungen und Lotionen, die dir dein Dermatologe verschreibt, um den Juckreiz zu lindern.
  • Lasse an die betroffene Stelle so oft wie möglich Luft kommen
  • Versuche Seife zu vermeiden und sie durch pH-neutrale Gele zu ersetzen
  • Im Allgemeinen behandelt einprozentige Hydrocortisoncreme effektiv Rötungen, Schwellungen und Schmerzen der Haut. Diese Medikamentenfamilie ist normalerweise rezeptfrei in Apotheken erhältlich.
Behandlung Hautausschläge Exanthem
Die Behandlung von einem Exanthem hängt von seiner Ursache ab. Im Allgemeinen eignen sich jedoch Produkte zur topischen Anwendung, die Juckreiz und Reizungen lindern.

Wann ist es an der Zeit, einen Arzt aufzusuchen?

Einige Arten von Hautausschlägen klingen ab, ohne dass eine spezielle Behandlung erforderlich ist. Du solltest jedoch einen Arzt aufsuchen, wenn andere Symptome wie Gelenkschmerzen, Atembeschwerden, ein geschwollenes Gesicht, übermäßig empfindliche und schmerzhafte Bereiche oder Rötungen auftreten.

Wie bereits erwähnt, werden viele Hautausschläge durch chronische Erkrankungen verursacht, die kein großes Problem darstellen – wie zum Beispiel Dermatitis. In anderen Fällen ist die Lösung leider nicht so einfach, da dort der Auslöser eine Virus-, Pilz- oder Bakterieninfektion ist, die sofort behandelt werden muss.

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Dinge, die man bei einem Exanthem beachten sollte

Wie wir ausführlich beschrieben haben, kann ein Ausschlag genetische Gründe haben oder durch Infektionen, Umweltbedingungen, Allergien und viele andere Faktoren – oder eine Kombination aus mehreren – zurückzuführen sein.

Im Allgemeinen ist es eine gute Idee, einen Arzt aufzusuchen, wenn du irgendwelche Zweifel hast oder dich unwohl fühlst. Da dieser Erkrankung viele Ursachen zugrunde liegen können, ist eine Selbstmedikation nicht empfehlenswert.

Ein Spezialist beurteilt das Exanthem und bestimmt, welche therapeutischen Möglichkeiten im Einzelfall angemessen sind. Außerdem kann er dich über zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten aufklären, um Komplikationen zu vermeiden.

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