Ernährung bei Gastritis: Tipps mit gesunden Menüs

4 August, 2019
Eine fettarme Ernährung mit wenigen Ballaststoffen und wenig einfachem Zucker erleichtert die Darmentleerung und reduziert die Säureproduktion. Deshalb können damit unangenehme Symptome und Beschwerden gelindert werden, die durch Gastritis entstehen. 

Als Gastritis bezeichnet man eine Entzündung der Magenschleimhaut, die zu Unwohlsein, Sodbrennen oder auch Übelkeit und Brechreiz führt. Menschen mit chronischer Gastritis sind meist beim Essen sehr vorsichtig, um mögliche Beschwerden zu vermeiden. Wir haben deshalb in unserem heutigen Beitrag einige Tipps für die Ernährung bei Gastritis. 

Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren!

Ursachen für Gastritis

Zu den häufigsten Ursachen dieser Krankheit gehört eine Infektion durch die Bakterie Helicobacter pylori. In Industrieländern kann diese Bakterie bis zu 50 % der Bevölkerung befallen, auch wenn nur rund 15 % davon Gastritis entwickeln.

Dabei spielen sowohl genetische, als auch umweltbedingte Faktoren (Essen, Rauchen usw.) eine Rolle. Doch es gibt auch andere Ursachen, die nicht vergessen werden dürfen:

  • Kontinuierliche Einnahme von nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Aspirin oder Ibuprofen
  • erhöhter Konsum von Alkohol, Tabak oder Drogen
  • Autoimmunstörungen wie perniziöse Anämie 
  • Großer Stress und Nervosität, da dadurch mehr Magensäure produziert wird, was zu nervöser Gastritis führen kann.
  • Häufiger Verzehr üppiger, sehr scharfer und schwerer Speisen

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Die richtige Ernährung bei Gastritis

Bei Gastritis sollte man gesund und nährstoffreich essen, jedoch möglichst auf jene Lebensmittel verzichten, die den Magen reizen oder belasten. Mit der richtigen Diät kann man die Verdauung verbessern und Schmerzen. Entzündungsprozesse und andere unangenehme Beschwerden reduzieren. Vergiss jedoch nicht, dass man bei Gastritis immer zum Arzt muss!

Allgemeine Tipps für eine gesunde Ernährung bei Gastritis

Bei der Zusammenstellung der Menüs für Personen mit Gastritis sollte man folgende Empfehlungen beachten:

  • Die Speisen sollten nicht üppig und fettig sein. Es ist besser, mehrere kleine Portionen einzunehmen und den Magen nicht zu sehr zu füllen.
  • Magenfreundliche Zutaten sollten bevorzugt werden: Kartoffeln, Reis, Karotten, Kürbis, gekochtes Kraut, Äpfel, reife Bananen und Olivenöl.
  • Auch die sanfte Zubereitung lohnt sich: am besten werden die Speisen gedämpft, gekocht, als Püree oder Suppe serviert. Frittierte, geröstete, sehr trockene oder nicht komplett gekochte Lebensmittel sollten vermieden werden.
  • Die Speisen und Getränke sollten beim Verzehr nicht zu heiß sein.
  • Am besten trinkt man den ganzen Tag über Wasser.

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Ein paar Beispiele für die Ernährung bei Gastritis

Vergiss nicht, dass die richtige Ernährung zwar sehr wichtig ist, damit die Magenschleimhautentzündung jedoch nicht geheilt werden kann.

Zum Frühstück

  • Teilentrahmte Milch / Joghurt
  • Brot mit Marmelade / Kekse / zwei Scheiben Weißbrot mit Putenschinken
  • 1 Esslöffel entrahmter Streichkäse

Am Vormittag

  • Gebackenes Obst oder Kompott / Aprikosen-, Apfel- oder Traubensaft / eine Portion Obst

Zum Mittagessen

  • Vorspeise: Kürbiscremesuppe / gekochte Kartoffeln mit Mangold / Reis / Pasta mit Kochschinken, Zucchini und Aubergine
  • Hauptspeise: Hähnchenkeule ohne Haut / angebratenes Rinderfilet / gekochter Seehecht / Weißfisch im Ofen zubereitet
  • Nachspeise: reife Banane / Pfirsichkompott / gegrillter Kürbis / Joghurt / selbstgemachte Vanillecreme mit entrahmter Milch

Am Nachmittag

Am Abend

  • Vorspeise: gekochte grüne Bohnen, Karotten und Kartoffeln / Gemüsecremesuppe / Nudelsuppe mit Hühnerbrühe / Borretsch mit Kartoffel
  • Hauptspeise: Hühnerfilet mit gekochter Kartoffel / angebratener Schinken / angebratene Seezunge mit gekochten Karotten / Heilbutt im Backofen zubereitet / Eieromelett oder Omelett mit Zucchini
  • Nachspeise: gebackener Apfel / reife Birne / Frischkäse mit Quittengelee / Vanillepudding

Du kannst abschließend auch Kräutertee für eine bessere Verdauung trinken.

Schränke deine Diät nicht allzu sehr ein. Diese Empfehlungen sind allgemein gehalten, du musst sie an deine Situation und Bedürfnisse anpassen. Versuche allerdings, vielseitig zu speisen, auch wenn du auf gewisse Lebensmittel ganz verzichten musst. Wenn sich die Beschwerden lindern, kannst du mit der Zeit weitere Lebensmittel in deinen Speiseplan aufnehmen.

  • Valdivia Roldán Mario. Gastritis y gastropatías. Rev. gastroenterol. Perú  [Internet]. 2011  Ene;  31( 1 ): 38-48. Disponible en: http://www.scielo.org.pe/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S1022-51292011000100008&lng=es.
  • MARY KAY WASHINGTON; RICHARD M. PEEK JR. TADATAKA YAMADA. Texbook of gastroenterology. Fifth edition 2009. Cap 42. Gastritis and gastropathy pag 1005 – 1025.
  • STEPHEN J. MCPHEE, MAXINE A. PAPADAKIS, LAWRENCE M, TIERNEY, JR. Current Medical Diagnosis & treatment.2008, 47 Edition. Gastritis & Gastropathy. Pag 514 – 518.