Entdecke die Erotik deiner weiblichen Sinnlichkeit

Die Einstellung zu Sexualität hängt stark von der Gesellschaft ab. Vergiss Vorurteile und beginne, an dich selbst zu denken

Es ist nicht einfach, unserer Sexualität direkt in die Augen zu schauen. Aus kulturellen und sozialen Gründen geben wir ungern zu, dass wir seit unserer Geburt nicht nur zum Atmen programmiert sind, sondern auch sexuellen Genuss benötigen.

Sexualität bedeutet nicht nur Fortpflanzung, sondern auch erotischer Genuss. In der Tat haben Frauen ein Organ, das nur diese Aufgabe hat: die Klitoris.

Auch wenn dies die erogenste Zone des weiblichen Körpers ist (sie besitzt mehr als 8000 Nervenenden), beschränkt sich die Lustfähigkeit nicht nur auf die Genitalien. Neugierig geworden? Wir erklären dir Näheres über die weibliche Sinnlichkeit!

„Beim Thema Erotik beziehe ich mich auf die Bestätigung der weiblichen Lebenskraft, der starken weiblichen kreativen Energie, die wir heute durch unser Wissen anhand unserer Sprache, unserer Geschichte, unseres Tanzes, unserer Liebe, unserer Arbeit, unseres Lebens zurückerobert haben.“

Audre Lorde

Das kulturelle Erbe

In unserer Kultur ist Sexualität stark mit unserem Aussehen und unserem Selbstwertgefühl verbunden. In diesem Sinne, können Frauen und Männer solange nicht gleichwertig sein, bis eine kahlköpfige Frau mit einem dicken Bauch als attraktiv betrachtet wird!

Weibliche Sinnlichkeit

Viele werden so erzogen, dass sie denken, dass Frauen nur dann erotisch wirken, wenn sie eine tolle Figur machen und hübsch sind. Dies führt zu vielen Ängsten und Unsicherheiten, die direkt das sexuelle Verhalten beeinflussen.

Dazu kommt bei vielen die Angst einer Schwangerschaft und der Glaube, dass der Koitus das Zentrum des sexuellen Universums ist. Folge davon ist sehr oft, dass Frauen verunsichert und verhindert sind, Sex alleine oder in Zweisamkeit zu genießen.

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Wie entdecken wir bewusst unsere Sinnlichkeit wieder

Ein Großteil der Frauen wurde auf eine oder andere Weise durch die kulturelle Sichtweise über Sexualität beeinflusst. Diese Wunde weiterhin zu betrachten und sich schuldig zu fühlen, hilft jedoch nicht weiter.

Deshalb muss jeder bei sich selbst beginnen, um eine gesunde Beziehung zur Sexualität genießen zu können. Wer dies lernt, kann ein befriedignedes sexuelles Leben beginnen.

So sollten folgende Punkte beachtet werden:

1. Sei dir über deinen Entschluss, sinnlich und sexy zu sein, bewusst

Sich attraktiv zu fühlen hat nichts mit dem Aussehen zu tun, sondern mit der inneren Einstellung. Denke dir deine eigenen Bestätigungsdevisen aus, wie z. B. „ich bin unwiderstehlich“ und wiederhole dir diese mindestens 2 Mal am Tag.

Vera Bodansky ist der Meinung, dass Frauen, die sich selbst erregen können, weil sie sich attraktiv fühlen, Signale in die Welt senden, die die Wahrnehmung anderer verändern und diese anziehen. Benutze schöne Reizwäsche, lies erotische Literatur, nimm ein entspannendes sinnliches Bad, lasse deiner Phantasie freien Lauf!

Dies kann mit Kindern im Haus, Hektik bei der Arbeit oder wenn du vieles um die Ohren hast, kompliziert sein. Deshalb ist es so wichtig, dir über deinen Entschluss, ein befriedigendes Sexualleben zu führen, bewusst und klar zu sein.

weibliche Sinnlichkeit entdecken

2. Konzentriere deine Aufmerksamkeit auf deine Sinnlichkeit

Wenn du deine Sinnlichkeit und Erotik verbessern möchtest, solltest du diesem Gedanken etwas Zeit widmen. Auch wenn in unserer Kultur Sexualität zur Verkaufssteigerung genutzt wird, denken nur wenige Menschen über die Wichtigkeit dieses Aspektes nach.

Unsere Gesellschaft hat eine passive Einstellung eingenommen, statt aktiv zu sein. Doch es fällt leichter sich zu erregen, wenn man auch aktiv daran denkt. Streichle deine Haut, experimentiere, sei sanft oder etwas stärker, beobachte deinen Körper im Spiegel, streichle deine Genitalien und entdecke, was dir am meisten gefällt.

3. Bringe dich in Form

Mit 20-minütigen aerobischen Übungen 3 Mal in der Woche wirst du dich wohler fühlen. Dies verbessert deinen Gemütszustand und dein Selbstwertgefühl.

Außerdem wird damit die Blutversorgung deines Beckens und deiner erogenen Zonen verbessert. Vergiss die Ausübung regelmäßiger Kegel-Übungen nicht.

4. Entdecke deinen Körper

Der obere linke Quadrant der Klitoris, die Lippen und die Brustwarzen sind die erogensten Zonen des weiblichen Körpers. Erforsche und experimentiere mit deinem Körper: Du kannst niemanden an einen Ort führen, wo du selbst noch niemals warst.

Auf diese Art übernimmst du selbst die Verantwortung für deinen sexuellen Genuss. Suche Phantasien, die dich erregen. Wenn du deiner Phantasie freien Lauf lässt, reagieren Körper und Geist im Einklang. Sei stolz auf den Genuss, der dir dein Körper bietet.

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5. Genieße ganz bewusst mehr

Wir Menschen besitzen eine höhere Fähigkeit des sexuellen Genusses, als uns eigentlich vorgetäuscht wurde. Sowohl Frauen, als auch Männer sind in der Lage, das Nervensystem neu zu programmieren, um einen Orgasmus zu intensivieren oder zu verlängern.

Doch diese Technik braucht Hingabe, Kompromiss und Zeit, was sich lohnt, denn das Resultat erlaubt mehr sexuellen genuss, nicht nur körperlich, sondern auch emotional.

6. Hilf deinem Partner, ein guter Liebhaber zu sein

Egal ob du einen längeren Orgasmus suchst oder nicht, solltest du bedenken, dass guter Sex erlernt werden muss. Wie wäre es mit einem Kurs über „Sexualtechniken für Liebespartner“, in dem ihr euch entdeckt und kennenlernt.

Vergiss dabei nicht, dass der Orgasmus nicht Endziel sein sollte, sondern dass ihr reden, euch küssen und streicheln könnt, um euch zu zeigen, was euch eigentlich gefällt.

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7. Sei kreativ

Neue Dinge auszuprobieren hilft, die Routine beiseite zu legen und kreativ zu werden. Wenn du dir selbst offen gegenüber stehst, kannst du deine Sinne intensivieren. Lies erotische Literatur oder höre erregende Musik.

Suche, teste und erforsche, das was dir gefällt und was du fühlst. Entdecke die Möglichkeiten deines Körpers und deines Geistes in Sachen Sexualität wieder und experimentiere mit dir selbst. Du wirst sehen, dass du voller Überraschungen steckst…

 

Quelle: Frauenkörper, Frauenweisheit von Christiane Northrup

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