Die besten Tipps für deinen eigenen Terrassengarten

Du möchtest selber Pflanzen auf deiner Terrasse züchten? Dann bist du hier genau richtig, denn wir haben dir in unserem heutigen Artikel die besten Tipps für einen Terrassengarten zusammengestellt! Mit ein wenig Geduld und unter Beachtung einiger wichtiger Aspekte wirst du schon bald dein eigenes Obst und Gemüse ernten können.
Die besten Tipps für deinen eigenen Terrassengarten

Letzte Aktualisierung: 25. Mai 2021

Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen Terrassengarten.

Allerdings begehen die meisten dabei den ein oder anderen Fehler, insbesondere wenn sie noch keine Erfahrung mit dem Gärtnern haben. Aber keine Sorge, ein Terrassengarten ist keine Hexerei! Es gibt einige Aspekte, die du beachten solltest. So kannst du auch als Anfänger schon bald erste Erfolge verbuchen.

In unserem heutigen Artikel findest du einige Tipps, die dir dabei helfen werden, die größten Fehler beim Gärtnern zu vermeiden. Stattdessen wirst du erleben, wie viel Freude es macht, das eigene Obst und Gemüse in einem Terrassengarten anzubauen und diese dann zu ernten!

Einige Menschen haben die Vorstellung, dass das Gärtnern einfach nur darin besteht, die Pflanzen an einem sonnigen Ort zu platzieren, sie regelmäßig zu gießen und den Boden zu düngen. Obwohl dies bei einigen Pflanzen durchaus genügen kann, ist das jedoch nicht immer das Vorgehen, das zu einer erfolgreichen Ernte führen wird. Es gibt noch einige zusätzliche Faktoren, die du berücksichtigen musst.

10 Tipps, mit denen du dir erfolgreich deinen eigenen Terrassengarten anlegen kannst

Wenn du dich dazu entschieden hast, einen Terrassengarten anzulegen, kannst du es vermutlich kaum noch erwarten, dir Töpfe, Erde und Samen zu kaufen und dich gleich an die Arbeit zu machen! Aber du solltest dich noch etwas gedulden. Zuerst einmal musst du dir überlegen, was du dir vorstellst und was du pflanzen kannst. Darüber hinaus musst du auch den dir zur Verfügung stehenden Raum und dessen Merkmale in Augenschein nehmen und die dort herrschenden Bedingungen eingehend überprüfen.

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1. Die Sonne

Je nach Ausrichtung deiner Terrasse solltest du dich für Pflanzen entscheiden, die entweder einen schattigen oder einen sonnigen Standort bevorzugen. Gemüse wie Knoblauch, Brokkoli, Zucchini, Zwiebeln, Artischocken, Gurken, Tomaten, Petersilie und Bohnen benötigen täglich fünf bis sechs Stunden direktes Sonnenlicht.

Im Gegensatz dazu brauchen Mangold, Sellerie, Salat, Kohl, Spinat und Radieschen nicht viel Licht.

Darüber hinaus musst du wissen, dass auch Pflanzen, die einen sonnigen Standort bevorzugen, in der ersten Wachstumsphase mit größeren Pflanzen bedeckt werden sollten. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass die Wurzeln austrocknen oder die ersten zarten Blätter von der Sonne verbrannt werden.

Wenn die Pflanzen nach oben wachsen, nicht so üppig sind oder keine Blätter am Boden haben, brauchen sie in der Regel viel Sonnenlicht.

2. Pflanzgefäße für deinen Terrassengarten

Schnell wachsende Arten wie Salat, Kohl und Spinat benötigen 15 bis 23 Zentimeter große Töpfe. Du kannst auch mehrere Töpfe in einem Abstand von jeweils 10 Zentimetern in ein langes oder quadratisches Pflanzgefäß stellen.

Gemüsesorten wie Tomaten, Zucchini, Auberginen oder Gurken sollten in 40 bis 45 Zentimeter tiefe Töpfe gepflanzt werden.

Darüber hinaus musst du darauf achten, dass die Töpfe Abflusslöcher haben, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Nun kannst du ausmessen, wie viel Platz du für deinen Terrassengarten zur Verfügung hast. Dann kannst du entscheiden, wie viele Töpfe du aufstellen möchtest und wie groß sie jeweils sein sollen.

Terrassengarten - vertikaler Garten
Der Platz, der dir zur Verfügung steht, bestimmt die Größe der Töpfe, die du auf deiner Terrasse verwenden kannst.

3. Die richtige Blumenerde für deinen Terrassengarten

Zunächst befüllst du den Boden der Töpfe mit einer 2,5 bis 3 Zentimeter dicken Schicht aus Kies oder Tonkugeln. So stelltst du eine ordnungsgemäße Entwässerung sicher. Dann füllst du den Topf mit Blumenerde auf, wobei diese aus 40 % Kokosfaser oder Reisschale, 30 % Erde oder universeller Blumenerde und 30 % Wurmguss, Kompost oder Dünger bestehen sollte. Nun wässerst du die Erde.

Idealerweise verteilst du auf dem Boden dann noch eine dünne Schicht Mulch. Dies versorgt den Boden mit zusätzlichen Nährstoffen und verhindert, dass das Wasser schnell verdunstet.

4. Samen

Die Herkunft der Samen bestimmt die Qualität, die Größe der Pflanze und ihre Resistenz gegen Krankheiten. Daher solltest du darauf achten, dass du lokal und biologisch angebaute Samen verwendest.

Wenn du Anfänger bist, beginnst du am besten mit Sämlingen, die du gleich in deine Töpfe verpflanzen kannst. Wenn du dich beim Gärtnern sicherer fühlst, kannst du aus den Samen deine eigenen Pflänzchen heranziehen.

5. Wenn du einen Terrassengarten anlegst, solltest du auch auf den Wind achten

Wenn es im Sommer auf deinem Terrassengarten sehr heißt ist, kann es passieren, dass der heiße Wind deine Pflanzen austrocknet oder die Feuchtigkeit zu schnell aus dem Boden entweicht. In diesem Fall musst du häufiger gießen. Wenn du in Küstennähe lebst, enthält die Meeresbrise Salze, die die Blätter deiner Pflanzen verbrennen, was bedeutet, dass du deine Pflanzen in diesem Fall zusätzlich schützen musst.

Wenn deine Terrasse sehr windig ist, kannst du ein spezielles Pflanzgitter benutzen, um die Stängel der Pflanzen zusätzlich zu stabilisieren. Alternativ kannst du auch eine Windschutzscheibe aus Kunststoff oder Glas installieren, um den Wind abzuhalten. Des Weiteren kannst du die Töpfe auf deinem Terrassengarten auch näher an die Wände stellen, damit sie besser geschützt sind.

6. Die Aussaat

Direktsaat-Pflanzenarten (Erbsen, Saubohnen, Spinat, Rüben, Karotten, Kürbis, Melonen, Wassermelonen, Paprika, Radieschen und Gurken) musst du direkt dort aussäen, wo sie wachsen sollen. Der Grund dafür ist der, dass sich diese Pflanzen nicht davon erholen können, wenn du sie einmal mit ihrer Wurzel aus dem Boden herausgezogen hast.

Im Gegensatz dazu kannst du sehr langsam wachsende Pflanzen wie Chili, Sellerie, Auberginen, Brokkoli, Kohl, Blumenkohl, Zwiebeln und Tomaten sehr gut verpflanzen. Infolgedessen kannst du sie zuerst in Saatbeete säen und dann die Sämlinge in ihre endgültigen Töpfe verpflanzen.

7. Terrassengarten: Die richtige Bewässerung

Ein weiterer wichtiger Tipp für einen Terrassengarten betrifft das Gießen. Bevor du eine Pflanze gießt, solltest du stets überprüfen, ob der Boden trocken ist. Dies kannst du tun, indem du mit einem Zahnstocher hineinstichst und diesen kurz dort belässt oder durch vorsichtiges Klopfen auf den Topf.

Wenn du ein trockenes und klares Geräusch hörst, bedeutet dies, dass du die Pflanze gießen musst. Darüber hinaus solltest du beachten, dass du die Pflanzen idealerweise häufiger und jeweils nur mäßig gießen solltest. So kannst du verhindern, dass die Wurzeln durchnässen und faulen. Wichtig ist also, dass du den Boden befeuchtest und ihn nicht vollkommen unter Wasser setzt.

Die beste Tageszeit dafür ist der Sonnenaufgang oder der Sonnenuntergang. Die Frequenz kann je nach Sonne oder Wind variieren. An sehr heißen Tagen oder bei trockenem Wind musst du möglicherweise ein- oder sogar zweimal täglich gießen.

8. Den Mutterboden düngen: Einer der besten Tipps für deinen Terrassengarten

Wenn du auf einer Pflanze gelbliche oder rötliche Flecken bemerkst, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Pflanze nicht genügend Nährstoffe hat. Die Stelle, an der die verfärbten Blätter auftreten (Ränder, zarte oder junge Blätter), zeigt den Nährstoff an, der möglicherweise fehlt.

Daher solltest du den Boden einmal im Monat und vor jeder Pflanzung mit einem guten Flüssigdünger düngen. Alternativ kannst du auch einmal pro Jahr eine Schicht Kompost hinzufügen. Hierbei musst du beachten, dass der Anteil des Kompost 5 % des Gesamtvolumens des Topfes betragen sollte.

9. Terrassengarten: Schädlinge und Krankheiten

Insekten wie Milben, Blattläuse, Raupen und Weiße Fliegen gelten als Schädlinge. Viren, Pilze oder Bakterien werden als Pflanzenkrankheiten bezeichnet.

Daher solltest du deine Pflanzen regelmäßig genauer untersuchen, damit du mögliche Infektionen frühzeitig erkennen kannst. Wenn eine Pflanze von Schädlingen oder Krankheiten befallen ist, solltest du sie umgehend isolieren, damit sie die restlichen Pflanzen nicht infiziert. Wenn möglich, behandelst du sie dann mit natürlichen Infusionen, die sich in ihrer Zusammensetzung je nach Schädling oder Krankheit unterscheiden.

Terrassengarten - vertrocknete Pflanze
Isoliere kranke Pflanzen, damit diese keine anderen infizieren. Diese Pflanzen müssen besonders gepflegt werden, um sich zu erholen.

10. Die Ernte

Wenn du zum ersten Mal Obst und Gemüse anbaust, solltest du dich vorab auch darüber informieren, in welchem Stadium du die einzelnen Früchte ernten solltest. Denn einige Arten müssen geerntet werden, wenn sie vollkommen ausgereift sind, während andere in einem eher unreifen Zustand geerntet werden sollten, wie beispielsweise Auberginen oder Gurken.

Darüber hinaus solltest du für die Ernte in jedem Fall eine Schere oder ein Messer benutzen, um das Obst oder Gemüse von der Pflanze abzuschneiden. Wenn du an der Pflanze ziehst, könntest du dadurch die Stiele beschädigen.

Mit diesen Tipps kannst du in deinem Terrassengarten deine eigenen Pflanzen heranziehen

Wenn du eine Terrasse hast, solltest du diese unbedingt auch dazu nutzen, dein eigenes Obst und Gemüse anzubauen. Die urbane Landwirtschaft kommt dem Planeten zugute, da sie Städte grüner macht, zur Reduzierung deines CO2-Fußabdrucks beiträgt und die Menschen dazu ermutigt, vermeintliche Abfälle wiederzuverwenden.

Darüber hinaus wird dein eigener Terrassengarten auch deine Perspektive auf die Art, wie du isst, verändern und eine neue Aufgabe zu deiner täglichen Routine hinzufügen, die dir erlaubt, dich mit der Natur zu verbinden.

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