Die besten Lebensmittel bei einer Magenverstimmung

20 Oktober, 2020
Eine Magenverstimmung, häufig auch als Dyspepsie bezeichnet, ist eines der häufigsten gastrointestinalen Probleme. Wenn du an diesem Problem leidest, könnte dieser Artikel interessant für dich sein. Wir berichten, welche Arten von Lebensmitteln du essen und welche du vermeiden solltest, um die Beschwerden zu beseitigen.

Es gibt viele Parameter in einer Diät, um eine Magenverstimmung zu lindern, die auch als Dyspepsie bekannt ist. Derartige Beschwerden im Oberbauch sind normalerweise entweder auf eine Helicobacter pylori-Infektion oder auf einen wiederkehrenden gastroösophagealen Reflux zurückzuführen.

In unserem heutigen Artikel werden wir dir einige Hinweise in Bezug auf mögliche Veränderungen geben, die du in deiner Ernährung vornehmen kannst. Daher solltest du unbedingt weiterlesen, um sie baldmöglichst in die Praxis umzusetzen. Dadurch wirst du nicht nur deine Beschwerden lindern, sondern auch wieder zu deinem normalen Lebensstil zurückkehren können. Wenn die Magenverstimmung dennoch weiterhin anhält, solltest du einen Arzt konsultieren, damit er eine genaue Diagnose stellen kann.

Lebensmittel, die du bei einer Magenverstimmung essen oder vermeiden solltest

Wir haben einige Lebensmittelgruppen aufgelistet, die du essen oder vermeiden solltest, wenn du dir eine Magenverstimmung zugezogen hast. Diese Übersicht wird dir helfen, deine Ernährung anzupassen, um die Symptome zu lindern.

Arten von Lebensmitteln, die in deinem Ernährungsplan enthalten sein sollten

Fisch und mageres Fleisch gehören zu den Lebensmitteln, die einen Teil deiner Diät bilden sollten, wenn du eine Dyspepsie hast. Das liegt daran, dass sie dich mit Proteinen versorgen, die bei der Regeneration von Gewebe helfen können. Darüber hinaus enthalten sie nur wenige Lipide, die für Verstopfung verantwortlich sind und damit auch die Ursache für die Beschwerden darstellen.

Daher solltest du dich immer für Fisch und andere weiße Fleischsorten entscheiden, denn sie verbessern die Verdauung. Zumindest geht dies aus einer Publikation in der Fachzeitrift Journal of Gastroenterology and Hepatology hervor. Deine Priorität besteht darin, deine Fettaufnahme zu beschränken, um den Reflux zu reduzieren, denn dieser verschlimmert die Dyspepsie.

Darüber hinaus versorgen dich mageres Fleisch und Fisch mit den Proteinen, die dein Körper täglich benötigt. Ebenso solltest du deine Ernährung mit allen Arten von Nährstoffen anreichern, die deine natürlichen Stoffwechselprozesse unterstützen. Bedenke, dass eine ausgewogene Ernährung zur Aufrechterhaltung und Vorbeugung deiner kardiovaskulären Gesundheit beiträgt.

Außerdem solltest du fermentierte Lebensmittel in deinen Ernährungsplan aufnehmen, da sie Probiotika enthalten. Zwei gute Beispiele hierfür sind Joghurt und Kefir. Vielleicht weißt du das nicht, aber der regelmäßige Verzehr von Probiotika kann Magenverstimmung und andere gastrointestinale Beschwerden lindern.

Magenverstimmung - Schweinefleisch
Mageres Fleisch erleichtert den Magen-Darm-Transit. Dadurch wird der Reflux minimiert.

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Diese Arten von Lebensmitteln solltest du bei einer Magenverstimmung nur in Maßen verzehren

Reduziere deinen Konsum raffinierter Mehle und Zucker, weil diese häufig zu gastrointestinalen Problemen führen.

Nach Aussagen von Experten können Menschen mit Dyspepsie Fruktose nicht richtig absorbieren und dies beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Zucker zu verdauen und zu metabolisieren.

Darüber hinaus solltest du auch deinen Konsum von Ballaststoffen einschränken. Obwohl eine gewisse Menge für den intestinalen Transit erforderlich ist, kann ein Übermaß zu Verstopfung führen. Und dies wiederum verschlechtert deine Magenverstimmung.

Aus diesem Grund musst du auch deinen Konsum raffinierter Nudeln und Zerealien einschränken. Stattdessen solltest du deinen Kohlenhydratbedarf mit Wurzelgemüsen decken.

Außerdem ist es wichtig, dass du die Aufnahme schlechter Fette reduzierst und möglichst wenig frittierte Lebensmittel konsumierst. Denn derartige Mahlzeiten erhöhen das Risiko für Reflux und führen zu einer langsamen Verdauung. Daher solltest du gegrillte, im Ofen oder im Dampfgarer zubereitete Lebensmittel bevorzugen.

Überdies solltest du auch weitgehend auf schwere Saucen verzichten, denn sie enthalten nicht nur viele Kalorien, sondern führen außerdem auch noch zu Verstopfung. Und diese wiederum würde deine Magenverstimmung weiter verschlimmern.

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Vermeide diese Lebensmittel, wenn du an einer Magenverstimmung leidest

Wenn du an einer Dyspepsie leidest, gibt es viele Arten von Lebensmitteln, die du von deinem Ernährungsplan streichen solltest. Alkohol und saure Produkte wie Kakao beispielsweise.

In der Tat ist ein regelmäßiger Alkoholkonsum einer der Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung einer funktionellen Dyspepsie. Dies geht zumindest aus einer in der Fachzeitschrift Revista de Gastroenterología de Mexico veröffentlichten Studie hervor. Darüber hinaus enthalten viele dieser Produkte normalerweise sehr viel Zucker oder künstliche Süßstoffe, welche beide zu einer Verschlechterung der Beschwerden führen.

Ebenso solltest du deinen Konsum scharfer Speisen einschränken, denn sie reizen deinen Magen. Tatsächlich gibt es ausreichende wissenschaftliche Belege dafür, dass jeder, der von gastrointestinalen Erkrankungen betroffen ist, auf sie verzichten sollte.

Magenverstimmung - Schokolade
Die meisten kommerziellen Schokoladen enthalten große Mengen Zucker und dieser kann in Kombination mit der natürlichen Säure des Kakaos zu einer Verschlechterung der Symptome führen.

Eine ausgewogene Ernährung kann deine Beschwerden lindern

Wie du siehst, sind die erforderlichen Anpassungen in deiner Ernährung zur Behandlung einer Dyspepsie ziemlich umfassend und nicht ganz einfach zu erklären. Daher ist es wichtig, dass du einen Arzt konsultierst und von ihm eine genaue Diagnose sowie die für dich passende Behandlung erhältst. Dennoch sind alle Änderungen, die du in deiner Ernährung vornimmst, von entscheidender Bedeutung.

Wenn du chronische Magenbeschwerden hast, solltest du deine Aufnahme von Fett und Ballaststoffen einschränken und deinen Konsum fermentierter Produkte erhöhen. Darüber hinaus kannst du auch mit deinem Arzt über Probiotika sprechen und ihn darum bitten, dir einige für deine Diagnose geeignete Ergänzungsprodukte zu empfehlen.

Darüber hinaus solltest du auf Alkohol und Reizstoffe verzichten. Um größere Komplikationen zu vermeiden, solltest du sie vollkommen von deinem Ernährungsplan streichen. Wie immer ist es wichtig, dass du einen Arzt oder einen Ernährungsberater konsultierst, der dir bei der Zusammenstellung eines auf deine persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenen Ernährungsplanes behilflich sein wird.

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