Chronische Verstopfung: 5 Tipps für eine bessere Lebensqualität

30 März, 2020
Chronische Verstopfung erschwert die Darmentleerung und verursacht in der Folge Schwellungen und Schmerzen. Wir haben heute verschiedene Empfehlungen, die dir in dieser Situation helfen können. 

Chronische Verstopfung erschwert die regelmäßige Darmentleerung, die Tage oder sogar Wochen auf sich warten lassen kann. Die meisten Menschen leiden nur sporadisch an Verstopfung, doch es gibt auch ernste Fälle, die sehr darunter leiden und zusätzlich Schwellungen und Schmerzen aufweisen.

Die Behandlung kann abführende Arzneimittel oder andere Medikamente erfordern. Sie hängt von den Ursachen des Problems ab und auch vom Gesundheitszustand des Patienten. Welche anderen Maßnahmen können die Situation erleichtern?

Verschiedene Veränderungen des Lebensstils spielen bei chronischer Verstopfung eine wichtige Rolle. Erfahre heute, wie du diese unangenehme Beschwerde besser kontrollieren kannst. 

Chronische Verstopfung: Mit diesen Tipps kannst du deine Lebensqualität verbessern!

Chronische Verstopfung kann durch Krankheiten wie Reizdarm, Parkinson oder Diabetes entstehen. Doch in den meisten Fällen sind eine ballaststoffarme Ernährung und Bewegungsmangel dafür verantwortlich. 

Die erste Maßnahme ist deshalb, die täglichen Lebensgewohnheiten zu verbessern, vor allem die Ernährung. Das Ziel ist, den Darmtransit zu aktivieren, damit die Darmentleerung einfacher erfolgen kann. Wenn die dafür nötigen Maßnahmen erfolglos bleiben, kann der Arzt andere Behandlungen verschreiben, um die Situation zu lösen.

1. Bewegung gegen chronische Verstopfung

Bewegung gegen chronische Verstopfung
Bewegung hat für den ganzen Körper viele Vorteile, auch für den Darm!

Regelmäßige Bewegung fördert die Darmaktivität und hilft deshalb bei chronischer Verstopfung. Mit Sport kannst du die Aktivität der Darmmuskulatur anregen, was gleichzeitig die Darmentleerung erleichtert.

Andererseits wirkt sich tägliche Bewegung auch sehr positiv auf Stress aus und hilft bei Schlafstörungen. Zusätzlich verbesserst du damit deine kardiovaskuläre Gesundheit  sowie dein physisches und mentales Wohlbefinden. Um in den Genuss dieser Vorteile zu kommen, sind 20 bis 30 Minuten tägliches Training ausreichend.

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2. Kontrolliere Stress!

Viele berücksichtigen nicht, dass sich Stress negativ auf den Verdauungsapparat auswirkt. Dadurch können sich die Symptome chronischer Verstopfung verschlimmern. Dies beeinflusst wiederum die Lebensqualität, deshalb ist es grundlegend, Strategien gegen Stress im Alltag umzusetzen.

Es gibt glücklicherweise viele Methoden und Therapien, die in relativ kurzer Zeit helfen können, mit Stress besser umzugehen. Meditation, Yoga und Atemübungen sind sehr beliebt und wirksam. Auch Massagen und Aromatherapie sind in dieser Situation sehr vorteilhaft.

3. Mehr Wasser trinken, um chronische Verstopfung zu bekämpfen

Mehr Wasser trinken, um chronische Verstopfung zu bekämpfen
Zu wenig Flüssigkeit führt zu einem verhärteten Stuhl und einer verlangsamten Darmbewegung.

Wer zu wenig trinkt, muss damit rechnen, dass sich die Darmbewegungen verlangsamen. In vielen Fällen ist Verstopfung über einen längeren Zeitraum auf Flüssigkeitsmangel im Körper zurückzuführen. Deshalb ist es grundlegend, im Laufe des Tages ausreichend Wasser aufzunehmen (im Durchschnitt 6 bis 8 Gläser Wasser).

Du musst ebenfalls berücksichtigen, dass der Flüssigkeitsbedarf von Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und Gewohnheiten abhängt. Verschiedene Krankheiten erfordern einen erhöhten Wasserkonsum. Auch bei sportlichen Aktivitäten ist ausreichend Flüssigkeit maßgeblich!

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4. Routinen und gesunde Gewohnheiten

Häufige Veränderungen der Lebensgewohnheiten können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Auch die Darmperistaltik kann darunter leiden. Wenn du keine geregelten Esszeiten einhältst, nicht ausreichend schläfst oder den Toilettengang zurückhälst, kommt der natürliche Rhythmus des Organismus durcheinander.

Deshalb ist eine geregelte Routine zu empfehlen, um chronischer Verstopfung vorzubeugen. Damit kannst du gleichzeitig Stress lindern und emotionales Ungleichgewicht unter Kontrolle bringen. Wie du weißt, wirken sich diese Faktoren ebenfalls negativ auf die Darmentleerung aus.

Folgende Tipps können dir helfen, gesunde Gewohnheiten in deinen Alltag einzubauen:

  • Halte dich an regelmäßige Esszeiten.
  • Erstelle einen ununterbrochenen Zeitplan, um auf die Toilette zu gehen.
  • Wenn du das Bedürfnis der Darmentleerung hast, solltest du diesem auch nachkommen.
  • Achte auf regelmäßige Schlafzeiten und versuche, täglich acht Stunden zu schlafen.
  • Trinke am Morgen ein Glas Wasser auf nüchternen Magen.

5. Mehr Ballaststoffe, um chronische Verstopfung zu verhindern

Mehr Ballaststoffe, um chronische Verstopfung zu verhindern
Ballaststoffe sind für die Darmgesundheit sehr vorteilhaft!

Zu den effektivsten Methoden gegen chronische Verstopfung zählt der vermehrte Konsum von Ballaststoffen. Baue diese regelmäßig in deine Ernährung ein! Damit bleibst du unter anderem länger satt, förderst eine gesunde Mikrobiota und wirkst gegen Verstopfung. 

Zwar sind Ballaststoffe als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich, doch am besten entscheidest du dich für Lebensmittel, die reich an Pflanzenfasern sind. Du darfst damit jedoch nicht übertreiben, denn auch dies ist nicht gesund.

Du findest Ballaststoffe in folgenden Lebensmitteln:

  • Vollkornkleie
  • Trockenfrüchte und Samen
  • Obst wie Beeren, Äpfel, Orangen, Bananen, Birnen
  • Getrocknetes Obst wie Rosinen, Feigen oder Dörrpflaumen
  • Gemüse wie Brokkoli, Spinat, Süßkartoffeln, Karotten, Kürbis, Avocado und Erbsen
  • Hülsenfrüchte
  • Hafermehl

Anmerkung: Du solltest Obst in seiner natürlichen Form essen, um am besten von den darin enthaltenen Ballaststoffen zu profitieren. Wenn du daraus Saft zubereitest, gehen wertvolle Ballaststoffe und Nährstoffe verloren.

Dein Bauch ist aufgebläht? Du hast Probleme bei der Darmentleerung? Wenn du an Symptomen chronischer Verstopfung leidest, solltest du diesen Empfehlungen in deinem Alltag umsetzen. Sollte sich die Situation nicht in wenigen Tagen verbessern, lasse dich unbedingt von deinem Arzt oder Apotheker beraten.

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