Behandlung von Krampfadern mit Mikroschaum

Unter den verschiedenen Möglichkeiten, die es heute gibt, ist die Behandlung von Krampfadern mit Mikroschaum eine der gefragtesten. Wie genau erfolgt diese Methode? Welche Risiken sind damit verbundenen? Lies weiter, um alles Wissenswerte darüber zu erfahren.
Behandlung von Krampfadern mit Mikroschaum

Geschrieben von Rafael Victorino Muñoz

Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2022

Hast du schon von der Behandlung von Krampfadern mit Mikroschaum gehört? Krampfadern, auch Varizen genannt, stellen sowohl ein gesundheitliches als auch ein ästhetisches Problem dar. Sie äußern sich entweder in Form von blauen oder violetten Besenreisern oder als Verdickung und Verdunkelung der Venen.

Aber glücklicherweise gibt es heutzutage verschiedene Behandlungen, die es ermöglichen, diese zu minimieren. Darunter findet sich auch die Behandlung mit Mikroschaum, der aufgrund seiner einfachen Anwendbarkeit und der guten Ergebnisse inzwischen sehr beliebt geworden ist. Wie genau erfolgt eine solche Behandlung und welche Risiken sind damit verbunden? In diesem Artikel gehen wir ausführlich auf diese und weitere Fragen ein.

Krampfadern

Krampfadern treten im Zusammenhang mit einer Veneninsuffizienz auf. An den Beinen zeigen sie sich als geschwollene, wulstige, geschlängelte und knotenartige Venen, die für das Auge nicht sehr attraktiv sind. Aber auch in anderen Körperbereichen und Organen kann es zu einer Verstopfung der Venen kommen, beispielsweise in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen) und im Enddarm (Hämorrhoiden).

Die Ursache von Krampfadern steht oft in Zusammenhang mit einer Herzklappeninsuffizienz oder einer Schwäche der Venenwände. Diese wiederum ist durch erbliche Faktoren, aber auch durch das Alter, die Gewohnheiten und den Lebensstil bedingt.

Die gute Nachricht ist, dass es verschiedene Methoden gibt, um sowohl den Ursachen als auch den Folgen von Krampfadern entgegenzuwirken. Diese reichen von Ernährungsumstellungen und Übungen gegen Krampfadern bis hin zu Operationen, Lasertherapie und anderen Verfahren.

In unserem heutigen Artikel werden wir dir, wie bereits erwähnt, erklären, wie die Behandlung von Krampfadern mit Mikroschaum erfolgt. Außerdem erfährst du, wie man sich davon erholt und welche potentiellen Risiken bestehen. Lies einfach weiter, um mehr zu diesem Thema zu erfahren!

Mikroschaum - Untersuchung Krampfadern
Nach der Behandlung mit Mikroschaum können Rötungen und Blutergüsse auftreten. In der Regel bessert sich dies jedoch nach kurzer Zeit.

Krampfadern sind hervortretende Venen, die mit einer Veneninsuffizienz in Zusammenhang stehen. Um sie zu behandeln ist eine Anpassung des Lebensstils erforderlich.

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Behandlung von Krampfadern mit Mikroschaum

Bei der Behandlung von Krampfadern mit Mikroschaum wird eine Substanz in die betroffenen Venen injiziert. Dadurch soll die Verhärtung und Heilung der Veneninnenwände gefördert werden, um den Blutfluss einzuschränken und umzuleiten. Anschließend werden die behandelten Venen vom umliegenden Gewebe wieder absorbiert, bis sie sich zurückbilden.

Die bei diesem Verfahren verwendete Substanz, Polidocanol, auch bekannt als Laureth-9, ist ein Verödungsmittel. Es fördert die Bildung von Gerinnseln und Narbengewebe. Dadurch verringert sich die Ausdehnung der betroffenen Venen, was das sichtbarste Merkmal von Krampfadern ist.

Darüber hinaus solltest du wissen, dass diese Behandlung keinen Krankenhausaufenthalt und keine Narkose erfordert. Dennoch muss sie von einem Fachmann unter Einhaltung eines bestimmten Protokolls durchgeführt werden.

Die einzelnen Schritte einer Mikroschaumbehandlung

  1. Lokalisierung der zu behandelnden Vene mittels Doppler-Ultraschall.
  2. Einführen des Katheters.
  3. Injektion des Mikroschaums durch den Katheter. Der Prozess wird laufend überwacht.
  4. Sobald die Injektion des Mikroschaums beendet ist, wird der Katheter entfernt und ein Verband oder eine Kompresse an der Einstichstelle angebracht.

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Anschließende Regenerationsphase und Behandlungsrisiken

Die Behandlung von Krampfadern mit Mikroschaum ist eine minimalinvasive Methode. Daher ist keine lange Regenerationsphase erforderlich. Du kannst sogar fast unmittelbar danach mit deinen täglichen Aktivitäten fortfahren. Dennoch ist eine gewisse ärztliche Überwachung erforderlich.

Außerdem können mehrere Behandlungssitzungen erforderlich sein, um gute Ergebnisse zu erzielen. Diese Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Er bestimmt außerdem die in der jeweiligen Sitzung verwendete Menge der Substanz.

Wenn du diese Behandlung in Erwägung ziehst, solltest du ebenfalls wissen, dass die Anwendung dieser Technik einige Risiken und mögliche Nebenwirkungen mit sich bringt. Nachfolgend findest du die wichtigsten Auswirkungen und möglichen Nebenwirkungen.

  • Vorübergehende Auswirkungen: Rötung, Bluterguss, Verdunkelung, Sichtbarkeit der Gefäße. Diese Auswirkungen sind vorübergehend und sollten mit der Zeit abklingen.
  • Nebenwirkungen, die du kennen solltest: Wenn du nach der Behandlungen unter Schwellungen, Hitzegefühl oder einer allergischen Reaktion leidest, solltest du einen Arzt aufsuchen. In schwereren Fällen treten kleine Gerinnsel auf, die eine Drainage erfordern.
Krampfadern Nahaufnahme
Nach der Behandlung mit Mikroschaum können Rötungen und Blutergüsse auftreten. In der Regel bessert sich dies jedoch nach kurzer Zeit.

Woran du bei der Behandlung mit Mikroschaum denken solltest

Die Durchführung einer Krampfaderbehandlung mit Mikroschaum bedeutet eine Verbesserung der Lebensqualität des Patienten im Hinblick auf die mit Krampfadern verbundenen ästhetischen Beeinträchtigungen. Darüber hinaus kann diese Behandlung auch zur Linderung anderer Symptome im Zusammenhang mit dieser Erkrankung beitragen, wie beispielsweise Schmerzen, Schwellungen und Krämpfe.

Der Eingriff gilt als minimalinvasiv, muss aber von einem Fachmann durchgeführt werden. Darüber hinaus ist es im Falle unerwünschter Reaktionen wie Entzündungen oder Allergien notwendig, sofortige ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um Komplikationen zu vermeiden.


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