5 Verdauungsstörungen die eine Gewichtszunahme verursachen

1 März, 2018
Wusstest du schon, dass Verstopfung eine von vielen Verdauungsstörungen ist, die eine Gewichtszunahme verursachen?

Übergewicht entsteht oftmals, wenn sich Fette und Giftstoffe in großen Mengen im Körper anlagern. Dadurch erhöht sich das Körpergewicht bis zu einem ungesunden Ausmaß. Mögliche Gründe können jedoch auch in diesen 5 Verdauungsstörungen liegen.

Der wichtigste Grund für Übergewicht ist eine zu hohe Kalorienzufuhr über die Nahrung. Weitere Gründe können jedoch auch Bewegungsmangel, Hormonveränderungen oder Stoffwechselprobleme sein. 

Unsere Verdauung sorgt dafür, dass Fette aufgespalten und Nährstoffe aufgenommen werden. Wenn jedoch dieser Prozess nicht richtig funktioniert, kann es zu Beschwerden kommen.

Aus diesem Grund solltest du eine Verdauungsstörung in Betracht ziehen, wenn du die Ernährung als Grund für das hohe Gewicht ausschließen kannst.

Wir möchten an dieser Stelle gerne die 5 wichtigsten Störungen vorstellen. Dies gibt dir die Möglichkeit sie zu erkennen und daraufhin die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Finde heraus, welche es sind!

1. Gastroösophagealer Reflux

5 Verdauungsstörungen die eine Gewichtszunahme verursachen - gastroösophagealer Reflux

Der Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre kann ein unangenehmes Brennen in der Brust auslösen. Der Schließmuskel des Magens kann geschwächt sein. Infolgedessen gelangt Säure aus dem Magen zurück in die Speiseröhre.

Manche Speisen können die Symptome kurzzeitig lindern. Andere wiederum verstärken das Problem. Hier liegt auch der Zusammenhang zum Übergewicht: einige Speisen lösen sogar Ängste aus.

Kleine Portionen stellen für gewöhnlich keine Gefahr dar. Sobald das Essen jedoch verdaut wurde, kehren die Symptome zurück und somit auch das Verlangen zu essen.

Empfehlungen

  • Nutze natürliche Tees und kalorienarme Hausmittel, um den Rückfluss unter Kontrolle zu bringen.
  • Vermeide fettige oder reizende Speisen. Diese verschlimmern das Problem nämlich noch zusätzlich.

2. Magengeschwüre

Magengeschwüre sind die häufigste Folge einer übermäßigen Säureproduktion. Sie können durch Verletzungen in der Magenwand oder im Dünndarm entstehen.

Sie können ebenfalls Ängste im Bezug auf Essen auslösen und somit eine Gewichtszunahme verursachen. Es kommt zu Entzündungen im Bauchraum und anhaltender Übelkeit.

Nach dem Verzehr bestimmter Speisen verschwinden diese Symptome normalerweise wieder. Folglich nehmen Patienten mehr Kalorien zu sich, als sie benötigen. Wird die Störung nicht schnell behoben, führt sie zu einer beachtlichen Gewichtszunahme.

Empfehlungen

  • Vermeide die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten, Schmerzmitteln und Antibiotika, wenn du an einem Magengeschwür leidest.
  • Streiche Milchprodukte, scharfes oder reizendes Essen von deinem Speiseplan.
  • Nimm selbstgemachte Heilmittel mit basischen Eigenschaften zu dir. Zum Beispiel Natron oder Aloe vera.
  • Trinke viel Wasser und Tees, die die Verdauung fördern.

3. Verstopfung

5 Verdauungsstörungen die Gewichtszunahme verursachen - Verstopfung

Verstopfung beeinflusst die Gewichtszunahme am meisten. Das liegt daran, dass Abfälle im Darm lagern. Dies beeinflusst den Stoffwechsel und erschwert es, Nährstoffe in Energie umzuwandeln.

Wenn Giftstoffen im Darm zurückbleiben, kann dies Entzündungen im Bauch auslösen, sowie ein Gefühl der Schwere. Daher kann es den Anschein haben, dass die Bemühungen abzunehmen nichts bringen.

Der Körper nimmt jedoch nicht mehr Kalorien auf. Doch die angesammelten Reststoffe machen es schwer, Ergebnisse zu sehen. 

Empfehlungen

  • Erhöhe deinen Konsum von Ballaststoffen. Möglichkeiten dafür sind frisches Gemüse, Obst und Vollkornprodukte.
  • Trinke täglich 6-8 Gläser Wasser.
  • Bewege dich regelmäßig, mindestens 30 Minuten täglich.
  • Verwende natürliche Abführmittel, wie Tees oder Flüssigkeiten.

Lesetipp: Ernährung bei Reizdarm

4. Veränderungen in der Bakterienflora

Veränderungen in der Bakterienflora des Darms können Einfluss auf eine Gewichtszunahme haben. Sie beeinträchtigen den Stoffwechsel. Gleichzeitig verschlechtern sie die Aufnahme und Verwendung von Nährstoffen aus dem Essen.

Das Ungleichgewicht entsteht entweder, wenn Mikroorganismen übermäßig wachsen oder auch, wenn ihre Anzahl im Darm sinkt.

Die Folge davon ist, dass Probleme wie Verstopfung entstehen. Zudem werden damit Essgewohnheiten beeinflusst, was die Speicherung von Fetten erhöhen kann.

Empfehlungen

  • Vermeide Speisen , die den pH-Wert des Darms verändern (Fette, raffiniertes Mehl, Zucker, etc.).
  • Erhöhe den Konsum probiotischer Lebensmittel, wie Naturjoghurt oder fermentierter Kohl.
  • Trinke täglich 1,5-2 Liter Wasser

5. Reizdarm-Syndrom

Frau leidet an Verdauungsstörungen

Das Reizdarm-Syndrom ist ein Leiden, das in den letzten Jahren vermehrt auftritt. Ursache hierfür können schlechte Ernährungsweisen sein. Es wird von einer Vielzahl von Verdauungsproblemen begleitet, unter anderem Entzündungen und Veränderungen in der Bakterienflora.

Verstopfung, Magenblähungen und Schwierigkeiten beim Verdauen bestimmter Speisen können die Folge sein.

Wenn die Symptome ignoriert und nicht behandelt werden, können Patienten eine Gewichtszunahme und ein anhaltendes Krankheitsgefühl erfahren.

Empfehlungen

  • Suche einen Arzt auf, wenn du vermutest eine dieser Krankheiten zu haben.
  • Füge deinem Speiseplan probiotische Lebensmittel und solche mit Verdauungsenzymen hinzu.
  • Vermeide weitestgehend entzündliche Speisen und Getränke.

Erkennst du dich in einer dieser Krankheiten wieder? Hast du Symptome, die auf Verdauungsprobleme hinweisen? Du glaubst, dass du wegen der Verdauungsstörungen nicht abnehmen kannst? Folge den genannten Empfehlungen und suche einen Arzt auf, um eine präzise Diagnose zu erhalten.

Auch interessant