4 Ratschläge zum Thema Reizdarm

Wer unter einem Reizdarm leidet weiß, dass eine Veränderung der Ernährung positive Effekte hat.

Der Reizdarm hat vielfältige und unangenehme Symptome: Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall. Einige kleine, aber durchaus wirkungsvolle Ratschläge können helfen, die Lebensqualität Betroffener zu verbessern.

Wie entsteht der Reizdarm?

Der Reizdarm ist eine der häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts in Deutschland.

Die Ursachen sind vielfältig: psychische Ursachen, gestörte Darmflora, Operationen, Medikamente, Fehlernährung und mehr. Symptome eines Reizdarms sind Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung oder Durchfälle, häufig bei Stress.

Die Krankheit ist sehr belastend aber nicht gefährlich.

Reizdarmpatienten neigen oft dazu, allzu strikte und ungesunde Ernährungsformen auszuleben. Dies führt oft zu Fehl- oder Mangelernährung und zu einer Schwächung des ganzen Körpers – der ohnehin durch die Auswirkungen eines Reizdarmes nicht der fitteste ist!

Es ist daher zwingend notwendig, sich bei Diagnose eines Reizdarmes von einem Experten beraten zu lassen.

Ernährungsmediziner oder Oecotrophologen stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Die Krankenkasse übernimmt auch einen Teil der Kosten, wenn der Arzt die Diagnose Reizdarm gestellt hat.

Der erste Schritt sollte daher immer der Arzt sein, der die Diagnose stellt. Erst dann sollte mit Hilfe von Fachleuten die individuelle Ernährungsstrategie erstellt werden!

Grundsätzlich gelten aber folgende Ratschläge:

Gemüse bei ReizdarmPflanzliche Ernährung ausprobieren

Vegetarier leben gesünder und erkranken seltener an Krebs und Herzkrankheiten.

Auch Rheuma und andere entzündliche Gelenkerkrankungen sind unter Vegetariern selten.

Dahinter steckt der Verzicht auf Fleisch von Landtieren, das sich nämlich entzündungsfördernd auswirken kann. Schuld daran ist eine Fettsäure, die in Fleisch enthalten ist: die Arachidonsäure bildet im Körper die Grundlage für die Bildung von Entzündungsbotenstoffen.

Milchprodukte stehen oft im Verdacht, an den Symptomen des Reizdarms schuldig zu sein. Oft liegt dabei aber eine Milchzucker-Unverträglichkeit vor.

Dies sollte vom Arzt unbedingt abgeklärt werden. Es gibt heute viele laktosereduzierte oder laktosefreie Milchprodukte, die bei Patienten mit Laktoseintoleranz verzehrt werden können, ohne dass Verdauungsbeschwerden auftreten.

Eine weitere Unverträglichkeit ist die Milcheiweiß-Unverträglichkeit oder –Allergie. Auch diese muss unbedingt von einem Arzt diagnostiziert werden!

Auf laktosehaltige Milchprodukte oder Milchprodukte generell zu verzichten, könnte auch eine Maßnahme bei Reizddarm sein. Austesten lassen und ausprobieren!

Es gibt mittlerweile sehr gute und schmackhafte Alternativen zu Kuhmilch. Hast du schon Reismilch, Mandelmilch, Hafermilch, Macadamiamilch, Cashewmilch, Dinkelmilch oder Sojamilch probiert?

Du findest garantiert ein Produkt, das dir schmeckt und gut tut!

Zucker ist bei Reizdarm schlechtAuf Zucker und Alkohol verzichten und Fett reduzieren

Zucker und Alkohol sind auch für gesunde Menschen nicht gerade die besten Nahrungsmittel.

Generell braucht man weder Zucker noch Alkohol, um seine Körperfunktionen aufrecht zu halten. Es sind reine Genussmittel, auf die getrost verzichtet werden kann.

Besonders für Reizdarm-Patienten macht es Sinn, auf diese beiden Lebensmittel komplett zu verzichten!

Zucker ist oft in Lebensmitteln enthalten, die zusätzliche Inhaltststoffe haben, die bei Reizdarm nur kontraproduktiv wirken: Süßigkeiten bestehen meist nur aus zwei Komponenten: Zucker und Fett. Beides tut bei Reizdarm alles andere als gut!

Denn Speisen, die sehr reich an Nahrungsfetten sind, können oft zu Beschwerden bei Reizdarm führen.

Für die allgemeine Gesundheit sind fettreiche Nahrungsmittel sowieso schädlich, weswegen nicht nur Reizdarmpatienten darauf achten sollten, sich möglichst fettarm zu ernähren.

Wenn Fett, dann hochwertige pflanzliche Fette mit optimalem Fettsäureverhältnis!

Haferflocken mit Obst bei ReizdarmMit Obst und Ballaststoffen vorsichtig sein

Ballaststoffe sind unverdauliche Bestandteile von Lebensmitteln. Sie sind sehr gesund und hauptsächlich in pflanzlicher Kost, wie frischem Obst und Gemüse, aber auch Vollkornprodukten zu finden.

Für Reizdarmpatienten kann ein Zuviel an Ballaststoffen aber ihre Symptome verstärken. Eine Ernährung, die wenig Ballaststoffe enthält, ist daher unter Umständen besser geeignet.

Obstsorten, die reich an Fruchtzucker sind, werden oft von Reizdarmpatienten schlecht vertragen. Je süßer die Frucht, desto mehr Fruchtzucker ist darin enthalten.

Bananen oder Erdbeeren enthalten beispielsweise sehr viel Fruchtzucker und können daher heftige Reaktionen auslösen. Saure Obstsorten wie Zitrusfrüchte, Johannisbeeren, Ananas und Co können durch die enthaltene Säure auch den Darm zusätzlich reizen.

Besser also, man verzichtet auf große Mengen Obst!

Mann mit ReizdarmBlähende Lebensmittel und Getränke vermeiden

Gerade im Winter nehmen wir gerne Lebensmittel zu uns, die auch bei gesunden Menschen gerne zu Blähungen führen: Kohlgemüse, Bohnen und Zwiebeln.

Diese belasten das Verdauungssystem von Personen, die an Reizdarm leiden besonders. Daher ist es sinnvoll, diese Lebensmittel zu vermeiden und auf Kohlsuppe, Bohneneintopf und Zwiebelkuchen zu verzichten.

Getränke, die mit Kohlensäure angereichert sind, können Reizdarmpatienten zusätzlich Beschwerden bereiten. Kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke wie Cola oder Limonade sind zusätzlich noch reich an Fruchtsäuren und meist auch Zucker, die den Verdauungstrakt zusätzlich strapazieren.

Es tut daher gut, auf solche Getränke generell zu verzichten.

Mineralwasser mit Kohlensäure zu trinken, ist nur in Mitteleuropa (Deutschland, Österreich und Schweiz) weit verbreitet.

Der Rest der Welt trinkt schonender: Wasser ohne Kohlensäure ist besonders für Reizdarm-Patienten die bessere Wahl! Kräutertees mit beruhigenden Kräutern (Fenchel, Kümmel, Kamille etc.) helfen und tun gut!

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