Ernährung bei Reizdarm

Bei einem Reizdarm muss grundsätzlich jeder selbst herausfinden, welche Lebensmittel besser oder weniger gut verträglich sind. Doch verschiedene Obst- und Gemüsesorten sind bei diesem Leiden speziell zu empfehlen und sehr wohltuend. 

Betroffene müssen wissen, dass die Ernährung bei Reizdarm eine besonders wichtige Rolle spielt.

Es handelt sich um eine der häufigsten Erkankungen des Magen-Darm-Trakts in Deutschland.

Dabei kommt es zu Veränderungen bei der Darmentleerung und zu unangenehmen Bauchschmerzen. Durchfall oder Verstopfung sind beispielsweise häufige Symptome.

In unserem heutigen Artikel geht es um Lebensmittel, die bei einem Reizdarmsyndrom empfohlen werden und um andere, auf die du besser verzichten solltest.

Was ist das Reizdarmsyndrom?

In Industrieländern hängt dieses Leiden sehr eng zusammen mit Stress und bestimmten Ernährungsgewohnheiten.

Auch durch Gemütsschwankungen können sich die Beschwerden verschlechtern, denn dadurch wird die Darmsekretion beeinträchtig. Wenn du zum Beispiel traurig, nervös oder zornig bist, wird auch mehr Galle produziert.

Diese dient nicht nur der Fettverbrennung, sondern wirkt auch abführend. In der Folge kann es deshalb zu Durchfall kommen.

Noch bis vor einigen Jahren waren insbesondere berufstätige Frauen mittleren Alters von dieser Krankheit betroffen, die auch zu Hause verschiedenste Verpflichtungen, wie beispielsweise die Versorgung der Kinder, übernehmen mussten.

Inzwischen leiden jedoch Menschen verschiedenster Altersgruppen an dem Reizdarmsyndrom, auch Kinder und Jugendliche. 

Dieses Leiden kann zwar vorübergehend sein, verläuft normalerweise jedoch chronisch und kann immer wieder auftreten. Betroffene leiden, wie bereits erwähnt, insbesondere an Bauchschmerzen, Verstopfungen, Durchfällen und Blähungen.

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Die Diagnose ist jedoch nicht einfach, da viele Symptome auch bei anderen Krankheiten auftreten (z.B. bei einer Magenverstimmung).

Von einem Reizdarmsyndrom spricht man, wenn Beschwerden an drei Tagen im Monat über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten auftreten.

Dabei machen sich zusätzlich zu Bauchschmerzen auch folgende Symptome bemerkbar:

  • Stuhlveränderungen als äußerlich erkennbare Anzeichen.
  • Die Darmentleerung erfolgt häufiger oder seltener als normalerweise.
  • Nach der Stuhlentleerung sind die Beschwerden geringer.

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Wie kann die Ernährung bei Reizdarm aussehen?

Dies ist bei jedem Patienten unterschiedlich, doch es gibt einige allgemeine Richtlinien, an die sich Betroffene halten können:

Ausgeglichener Konsum von Ballaststoffen

Haferflocken in der Ernährung bei Reizdarm

  • Du solltest einerseits den Konsum von unlöslichen Ballaststoffen (die in Vollkornprodukten enthalten sind) reduzieren, um den Darmtransit nicht zu beeinträchtigen.
  • Andererseits solltest du den Konsum von löslichen Ballaststoffen erhöhen, um die Stuhlbildung und die Frequenz der Darmentleerung zu verbessern.

Fette und Zucker vermeiden

Fettreiche und zucker- oder fruktosehaltige Lebensmittel können die Symptome von Reizdarm verschlimmern.

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Vorsicht mit Getränken

Frau trinkt Wasser und denkt an Ernährung bei Reizdarm

  • Kaffee und Tee sollten nur in bescheidenen Mengen eingenommen werden. Auf Alkohol solltest wenn möglich ganz verzichten.
  • Darüber hinaus vergiss nicht, täglich 2 Liter Wasser zu trinken. So garantierst du die nötige Flüssigkeitszufuhr und förderst die Bildung des Stuhls.

Wasser oder Kräutertee (z.B. Lindenblütentee) können bei Verstopfung helfen.

Stress bewältigen

Es ist sehr wichtig, Sorgen, Nervosität und Stress unter Kontrolle zu bringen. Dies mag zwar einfach klingen, doch in Wirklichkeit, schaut ist dies nicht der Fall. Versuche, stressige Situationen in den Griff zu bekommen!

Oft ist dies eine Sache der Einstellung. Mache dir nicht übermäßige Sorgen über Probleme zu Hause oder auf der Arbeit, nimm dir Zeit für dich, um Dinge zu tun, die dir Spaß machen und versuche, ausreichend zu schlafen!

Wenn du zusätzlich auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung achtest, kannst du die Symptome des Reizdarmsyndroms lindern.

Ernährung bei Reizdarm

Avocado in der Ernährung bei Reizdarm

Das Reizdarmsyndrom ist eng verbunden mit bestimmten Ernährungsgewohnheiten. Insbesondere die Frequenz der Mahlzeiten und die Menge können sich negativ auf deine Gesundheit auswirken, wenn du an diesem Syndrom leidest.

Deshalb empfiehlt es sich, mehrere, dafür jedoch kleinere Mahlzeiten einzuplanen. 

Anstatt drei üppige Hauptmahlzeiten einzunehmen, versuche 6 Mahlzeiten über den Tag zu verteilen. Die Portionen sollten dafür nur halb so groß sein.

Vergiss nicht, alles gut zu kauen und sehr langsam zu essen. Wenn du daran gewöhnt bist, alles schnell hinunterzuschlucken, führt dies zu Symptomen wie Gasbildung und Verdauungsbeschwerden.

Nimm dir Zeit zum Essen. Du tust dir mit 5 Minuten Mittagspause oder dem Essen während des Arbeitens nichts Gutes.

Führe regelmäßige Essenszeiten in deinen Tagesablauf ein. Frühstück, Mittagessen und Abendessen sollten jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit stattfinden.

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Unregelmäßige Gewohnheiten verändern die Darmfunktionen und können Schmerzen und Beschwerden bereiten.

Wir empfehlen dir, weiche oder pürierte Nahrungsmittel einzunehmen, die einfacher zu verdauen sind.

Viele denken, dass der Reizdarm durch eine Glutenunverträglichkeit entsteht, doch dem ist nicht der Fall. Es gibt zwar Zöliakiepatienten, die auch an Magen-Darm-Beschwerden leiden, doch nicht jeder muss sofort zur Gänze auf Gluten verzichten. 

Um sicher zu gehen, welche Ursachen dem Leiden zugrunde liegen und welche Behandlung bzw. Ernährung am besten ist, solltest du dich ärztlich untersuchen lassen.

Folgende Nahrungsmittel können bei Reizdarm vorteilhaft sein:

Obst

Wir empfehlen dir, Obst ohne Schale zu essen. Am besten ist gekochtes Obst.

Du kannst Äpfel, Wassermelone, Birnen, Pfirsiche oder Bananen essen.

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Gemüse

Gedämpftes Gemüse bewahrt einen Großteil der wertvollen Nährstoffe und ist einfach verdaulich.

Es eignen sich zum Beispiel Salat, Spargel, Zwiebeln und Knoblauch.

Hülsenfrüchte und Getreide

Hülsenfrüchte und Getreide in der Ernährung bei Reizdarm

Erbsen, Linsen und Soja können in der Ernährung bei Reizdarm von Vorteil sein.

Im Falle von Getreide empfehlen sich insbesondere Weizen, Roggen und Gerste.

Milchprodukte in der Ernährung bei Reizdarm

Wenn du keine Laktose verträgst, kannst du pflanzliche Milch trinken. Ansonsten empfiehlt sich fettarme Milch.

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