Versteckte Fette: so entlarvst du sie und nimmst leichter ab!

Versteckte Fette sind nicht immer ungesund, jedoch tragen sie nicht unerheblich zum Gesamtkaloriengehalt unserer Nahrung bei.

Versteckte Fette sind solche, die du nicht auf den ersten Blick erkennst. Nicht immer sind versteckte Fette schlecht, insbesondere dann nicht, wenn es sich um hochwertige pflanzliche Fette und Öle handelt.

Sind versteckte Fette immer schädlich?

Versteckte Fette haben ein schlechtes Image. Weil sie unsichtbar und nur über die detaillierten Nährwertangaben eines Produktes zu erkennen sind, führen sie ein Schattendasein.

Zu Unrecht! Denn viele versteckte Fette sind gesunde und essentielle Fettsäuren, auf die du keinesfalls verzichten solltest!

Ganz grob gesagt handelt es sich dabei um die meisten pflanzlichen Fette, also solche, die bei Zimmertemperatur flüssig sind.

Walnüsse und Leinsamen beispielsweise enthalten viele versteckte Fette, deren Fettsäurenmuster jedoch äußerst gesund ist, weswegen du diese Lebensmittel keinesfalls wegen ihrer Fettgehalte meiden solltest!

Was ist so gefährlich daran?

Versteckte Fette bergen ein Gesundheitsrisiko, obwohl es auch die gesunde Variante gibt.

Die meisten Konsumenten verzehren über versteckte Fette viel zu viel Fett. Da Fett die höchste Kaloriendichte hat, erhöht sich die tägliche Kalorienzufuhr durch versteckte Fette immens.

Weißt du, in welchen Produkten und Lebensmitteln versteckte Fette lauern, so kannst du solche Dinge in Zukunft seltener auf deinen Speiseplan setzen und somit deine täglich aufgenommenen Kalorien reduzieren und dein Gewicht damit besser kontrollieren.

Wir stellen dir die häufigsten Fettverstecke vor:

versteckte Fette in MilchproduktenMilchprodukte

Wusstest du, dass für Frauen die maximale Fettmenge pro Mahlzeit bei etwa 20g liegen sollte und bei Männern bei 25g?

Aufgrund dieser Grundlage solltest du in Zukunft Milchprodukte etwas genauer betrachten. Ihr Gehalt an tierischem (und somit weniger gesundem) Fett ist teilweise beachtlich!

100ml Vollmilch enthalten mindestens 3,5g Fett. Ein Glas Vollmilch mit 250ml Inhalt bedeutet also eine Fettzufuhr von 9,5g Fett, welches bereits der Hälfte der maximalen Fettzufuhr pro Mahlzeit entspricht! Dasselbe Glas Magermilch enthält ein knappes Gramm Fett.

Auch bei Käse gibt es immense Unterschiede! Ein Frischkäse mit Kräutern kann bis zu 40% Fett enthalten, wenn er mit Sahne und tierischen Fetten cremig angereichert ist.

Fettarmer Frischkäse hat meist weit unter 5% Fett und schmeckt auch lecker.

versteckte Fette in WurstwarenFleischprodukte

Du hast dir sicherlich noch nie Gedanken darüber gemacht, wie viel versteckte Fette in Fleischprodukten stecken. Schließlich sieht man ja die Fettschwarte und kann sie abschneiden, oder? Nicht immer! Oder wie ist das mit Hackfleisch? Oder Wurst?

Gemischtes Hackfleisch hat besonders viele versteckte Fette, es hat meist um die 35% Fett.

Eine 300g Packung Hackfleisch für zwei Personen bedeutet somit pro Person über 50g Fett – und da ist das Bratfett in der Pfanne noch nicht mitgerechnet!

Verwendest du stattdessen Tartar in der Bolognesesauce, so hat dieselbe Portion nur 7,5g Fett – und die Sauce wird nicht weniger lecker!

Auch Wurstwaren haben extrem unterschiedliche Fettgehalte. Eine Fleischwurst enthält sehr viel Fett, ein Koch- oder Lachsschinken dagegen nahezu gar keins.

Es kommt also immer darauf an, zu welchem Produkt du greifst! Drehe die Packung um und vergleiche die Nährwertangaben!

versteckte Fette in salzigen SnacksSnacks

Natürlich, wir wissen es alle: Snacks wie Chips oder Erdnussflips sind reinste Fettbomben.

Wusstest du, dass Snacks, die weniger fettig aussehen oft einen ähnlichen oder höheren Fettgehalt haben? Dazu gehören Salzcracker, Käsegebäck, gesalzene Erdnüsse, Rauchmandeln und ihre Verwandten. Aber ganz auf Snacks verzichten?

Knabbergebäck zum Samstagabend-Krimi muss einfach sein, oder?

Auch hier lohnt der Blick auf die Nährwertangaben: Salzstangen, Ofenchips, getrocknetes Obst und Gemüse, herzhafte Knäckesnacks oder gebackene Snackspezialitäten schmecken ebenso gut vor dem Fernseher!

versteckte Fette in FrittiertemFrittiertes

Sind Pommes grundsätzlich schlecht? Es kommt darauf an! Wenn du in Deutschland Pommes bestellst, so sind diese oft in festen Fetten wie das allseits bekannte „Palmin“ frittiert.

Solche bei Zimmertemperatur festen pflanzlichen Fette sind alles andere als gesund. Alternativ frittieren die Deutschen auch gerne in billigem Sonnenblumenöl, welches auch ein ungesundes Fettsäurenverhältnis hat.

Die Holländer und Belgier hingegen frittieren in Erdnussöl, welches ein wesentlich besser ausgewogenes Verhältnis der darin enthaltenen Fettsäuren aufweist.

Eine kleine Portion solcher Pommes ist zwar immer noch grundsätzlich fettig, jedoch lange nicht so ungesund wie in anderen Fetten frittierte Snacks!

Natürlich haben Frittierwaren viele versteckte Fette, aber es kommt hier genau darauf an, in welchem Fett tatsächlich frittiert wurde.

Paar sucht im Supermarkt Produkte ohne versteckte FetteIndustrielebensmittel

Fett ist ein Geschmacksträger. Gewürze sind teuer. Logisch, dass billige Lebensmittel eher viel Fett und weniger teure Gewürze enthalten.

Je billiger das Fertiggericht, desto größer die Chance, dass auch billiges Fett verwendet wurde.

In vielen Fertiggerichten findet sich heute noch nicht einmal echter Käse, sondern ein aus Fett künstlich hergestellter Käseersatz, der „Analog-Käse“ genannt wird.

Wohin auch immer du schaust: versteckte Fette lauern in jeder Ecke. Aber nicht alle sind schädlich. Und für die meisten gibt es gute, gesunde und leckere Alternativen.

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