5 Medikamente, die häufig in der Schwangerschaft verschrieben werden

28 April, 2019
Die meisten Frauen haben während der Schwangerschaft Zweifel daran, ob sie bestimmte Medikamente einnehmen dürfen. Du solltest dich auf keinen Fall selbst medikamentös behandeln, um jedes Risiko zu vermeiden.

Zu den wichtigsten Erfahrungen im Leben einer Frau zählt die Schwangerschaft. In dieser Zeit erfährt der Körper verschiedenste Veränderungen, sowohl physische als auch psychologische. Oft kommt es dann auch zu der Frage, ob es erlaubt ist, bestimmte Arzneimittel einzunehmen. In unserem heutigen Artikel geht es deshalb um in der Schwangerschaft häufig verschriebene Medikamente. 

Übelkeit, Schwindel, Brechreiz, Hüftschmerzen und andere Beschwerden sind während der Schangerschaft ganz normal. Hormonveränderungen und die körperliche Entwicklung sorgen insbesondere im ersten Schwangerschaftstrimester für unangnehme „Nebenwirkungen“.

Darüber hinaus kann es zu Komplikationen, vagnialen Infektionen einer Nierenentzündung oder anderen Beschwerden kommen. Sollte dies der Fall sein, musst du auf jeden Fall zum Arzt! Denn während der Schwangerschaft kommen nur ärztlich verschriebene Medikamente in Frage. Nur so können schädliche Wirkungen auf das heranwachsende Kind vermieden werden.

Medikamente in der Schwangerschaft

Schwangere Frau braucht verschriebene Medikamente
Zwar gibt es verschiedene Medikamente, die in der Schwangerschaft erlaubt sind, du solltest jedoch trotzdem immer mit deinem Arzt sprechen.
Viele Arzneimittel sind auch in der Schwangerschaft erlaubt. In dieser Zeit können nicht nur die typischen Schwangerschaftssymptome auftreten, sondern auch andere Beschwerden, die eine ärztliche Behandlung erfordern.Zwar gibt es in der Apotheke viele rezeptfreie Medikamente gegen Erkältungen, Husten, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit oder andere Beschwerden, doch während der Schwangerschaft solltest du vor der Einnahme eines Medikaments immer deinen Arzt konsultieren. Denn manche Arzneimittel könnten deinem Kind schaden.

Insbesondere bei der Kombination verschiedener Arzneimittel musst du vorsichtig sein. Wenn du ein Medikament gegen Kopfschmerzen einnimmst, solltest du beispielsweise Antihistaminika oder Abschwellungsmittel vermeiden.Anschließend findest du eine Liste mit einigen Medikamenten, die in der Schwangerschaft erlaubt sind.

1. Paracetamol oder Acetaminophen

Hier handelt es sich um Analgetika (Schmerzmittel). Sie werden verabreicht, um leichtere Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Auch bei einer Erkältung können diese Arzneimittel die Symptome lindern.

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2. Clotrimazol oder Miconazol

Diese beiden Arzneimittel sind Antimykotika, das heißt, dass sie gegen Pilzerkrankungen wirken. Sie werden deshalb in der Schwangerschaft häufig verschrieben, da sie vaginale Pilzinfektionen lindern können. Auch bei Brennen und vaginalem Ausfluss wirken diese Medikamente.

3. Antazida mit Magnesium

Die bekanntesten Antazida mit Magnesium sind sehr effektiv, um Magensäure zu neutralisieren und unangenehme Beschwerden zu lindern. Sodbrennen ist ein häufiges Leid in der Schwangerschaft.

4. Loratadin oder Chlorpheniramin

Diese beiden Antihistaminika werden häufig bei Allergien verschrieben. Beide helfen gegen eine verstopfte Nase und andere allergische Symptome.

5. Milax oder Senokot

Diese beiden Arzneimittel sind bei Verstopfung sehr hilfreich. Auch diese Beschwerde ist bei schwangeren Frauen häufig anzutreffen, insbesondere in den letzten Schwangerschaftswochen.

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Vitamine dürfen nicht fehlen

Ernährung und verschriebene Medikamente in der Schwangerschaft
Vitamin B12 oder Folsäure sollte wenn möglich schon vor der Schwangerschaft und auch während der Schwangerschaft nicht fehlen.

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel sind für die gesunde Entwicklung des Babys sehr wichtig. Dein Arzt oder deine Hebamme werden dich beraten und dir die richtige Dosis verschreiben.

Am häufigsten werden folgende Vitalstoffe supplementiert: Vitamin C (für die Bildung der Blutgefäße des Babys), Folsäure (für die Produktion der roten Blutkörperchen), Vitamin D (für Zähne, Gewebe und Knochen) und Eisen (für ein gesundes Wachstum des Babys und der Plazenta).

Zwar sind Vitamine in der Apotheke rezeptfrei erhältlich, doch du solltest dich lieber von deinem Arzt beraten lassen, denn es kommt auf die richtige Dosis an! Zu viel des Guten wird normalerweise über den Harn ausgeleitet, könnte dir oder deinem Kind jedoch auch schaden.

Vergiss nicht, dass du die meisten Vitalstoffe auch über eine gesunde und ausgeglichene Ernährung aufnehmen kannst.

Naturheilmittel statt Medikamente: eine gute Möglichkeit

Naturheilmittel oder verschriebene Medikamente?
Auch Naturheilmittel können sehr effektiv sein. Lasse dich von deinem Arzt beraten!

Nicht nur ärztlich verschriebene Medikamente, auch Naturheilmittel oder Hausmittel können sehr wirksam sein. Manche Schwangerschaftsbeschwerden können auch mit gesunden Gewohnheiten gelindert werden. 

Ein gesunder Lebensstil wird dir in der Schwangerschaft helfen, nicht unbedingt ärztlich verschriebene Medikamente zu brauchen. Viele natürliche Tipps und Ratschläge, die schon unsere Großmütter kannten, helfen gegen die typischen Beschwerden. Probiere sie aus!

Für jede werdende Mutter ist natürlich die richtige Ernährung und regelmäßige Bewegung grundlegend. Auch ausreichend Schlaf und Erholung ist sehr wichtig. Pflege deinen Körper und lass dich verwöhnen! 

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Nur ärztlich verschriebene Medikamente, keine Selbstbehandlung!

Insbesondere in der Schwangerschaft solltest du dich nicht selbst behandeln, sondern immer vom Arzt beraten lassen. Je nach Beschwerden oder Krankheit kann dein Arzt eine Behandlung wählen, die die Gesundheit von Mutter und Kind nicht beeinträchtigt. 

Selbstmedikation ist jedoch gefährlich, insbesondere im ersten Schwangerschaftstrimester, in dem der heranwachsende Bauchbewoner sehr empfindlich ist. Suche deshalb immer einen Arzt auf, wenn du Schwierigkeiten hast und nimm nur ärztlich verschriebene Medikamente ein!

Auch die Medikamente unserer Liste, die in der Schwangerschaft normalerweise erlaubt sind, solltest du dir ärztlich verschreiben lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Befolge die Anweisungen deines Arztes!

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