10 Azeichen für Fibromyalgie

· 15 September, 2017
Fibromyalgie ist eine Krankheit, die nicht nur durch Schmerzen und Müdigkeit gekennzeichnet ist, sondern auch psychologische Folgen hat. Es handelt sich um ein chronisches Leiden, das den Alltag sehr stark beeinträchtigen kann. 

Fibromyalgie äußert sich durch Muskel- und Gelenkschmerzen, die von Phasen großer Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden, kontinuierlichen Kopfschmerzen und einem Kribbelgefühl in den Extremitäten begleitet werden.

Die Ursachen sind noch nicht völlig geklärt, doch dieses Leiden wird mit genetischen Faktoren, Bewegungsmangel und bestimmten Krankheiten assoziiert. 

Oft wird Fibromyalgie mit anderen Krankheiten verwechselt. Wenn jedoch nicht die richtige Behandlung erfolgt, kommt es meist zu Komplikationen.
Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die Anzeichen zu kennen, die möglicherweise auf Fibromyalgie hinweisen können. Entdecke sie in unserem heutigen Artikel!

 1. Steifheit des Körpers

Frau leidet an Fibromyalgie

Zu den häufigsten Problemen jener Patienten, die an Fibromyalgie leiden, zählt die Steifheit des Körpers, insbesondere in den ersten Morgenstunden.

Ähnlich wie bei Arthritis wird dadurch die Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt.

2. Konzentrationsschwierigkeiten

Kopfschmerzen durch Fibromyalgie

Man spricht hier von Fibro-Nebel, einem Zustand der Verwirrtheit, der zu Konzentrations- und Gedächtnisproblemen führt. 

Betroffene sind nicht fähig, sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren, teilweise kommt es auch zu kurzfristigen Gedächtnisausfällen.

3. Erschöpfung

Chronische Erschöpfung und physische sowie mentale Müdigkeit sind ebenfalls typische Anzeichen für Fibromyalgie.

Ein Schweregefühl macht sich im ganzen Körper breit, dazu kommt mentaler Stress, der es unmöglich macht, alltägliche Aktivitäten normal auszuführen. Bereits am Morgen spüren Betroffene große Müdigkeit, die sich bei einfachen Aufgaben intensiviert.

4. Schmerzen im ganzen Körper

Frau hat Rückenschmerzen aufgrund von Fibromyalgie

Patienten mit Fibromyalgie leiden meist an leichten oder intensiven Schmerzen vom Kopf bis zu den Füßen.

Am Anfang können die Schmerzen wenig intensiv oder abwechselnd sein, doch mit fortschreitender Krankheit werden diese immer stärker, akut und unerträglich. 

Bänder, Sehnen und Muskeln sind davon betroffen, doch leider sind die meisten rezeptfreien Schmerzmittel nicht geeignet, diese Schmerzen zu reduzieren.

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5. Schlechte Schlafqualität

Durch die physischen und mentalen Symptome entstehen ebenfalls Schwierigkeiten während der Nachtruhe.

Es kommt zu funktionellen Veränderungen der Neurotransmitter und da diese länger benötigen, um das Gehirn zu stimulieren, wird auch die Schlafqualität beeinträchtigt.

Andererseits machen es die Schmerzen im ganzen Körper sehr schwer, die richtige Stellung zu finden, um schlafen zu können. Sehr oft wachen Betroffene in der Nacht auch immer wieder auf.

6. Taubheit und Kribbelgefühl

Starke Taubheit und ein lästiges Kribbelgefühl in den Extremitäten treten sehr oft in den Anfangsphasen dieser Krankheit auf.

Man spürt dabei „Stiche“ in Händen und Beinen, die manchmal nur wenige Minuten dauern, jedoch aber auch länger auftreten können.

Diese Symptome werden in der Nacht und auch, wenn man sich längere Zeit in einer Ruhestellung befindet, intensiver.

7. Verdauungsbeschwerden

Verdauungsbeschwerden durch Fibromyalgie

Entzündungsprozesse, die durch Fibromyalgie ausgelöst werden, können von Verdauungsbeschwerden begleitet werden – ähnlich wie dies auch bei einem Reizdarm der Fall ist.

Viele Patienten leiden auch an sich wiederholenden Bauchschmerzen, Blähungen und Reflux.

8. Empfindsamkeit auf die Umgebung

Sehr häufig kommt es bei Fibromyalgie auch zu einer großen Empfindsamkeit und allergischen Reaktionen, die durch Umweltfaktoren wie Lärm oder Schadstoffe ausgelöst werden können.

Dabei kommt es zu ähnlichen Symptomen wie bei Migräne: große Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie Reaktionen auf verschiedene chemische Produkte.

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9. Temperaturempfindlichkeit

kalte Hände bei Fibromyalgie

Durch die ständigen Veränderungen, an denen der Körper durch Entzündungsprozesse leidet, haben Betroffene Schwierigkeiten mit der Regulierung der Körpertemperatur. 

Dieses Symptom führt manchmal dazu, dass Fibromyalgie-Patienten sich in der Nacht nicht ausreichend erholen können, da sie während der Ruhezeit übertriebene Kälte oder Hitze spüren.

Darüber hinaus haben plötzliche Temperaturveränderungen eine größere Auswirkung auf Betroffene, da sie im Vergleich zu gesunden Menschen viel sensibler sind.

10. Depression

Viele Patienten leiden an kontinuierlichen depressiven Phasen, da die Symptome dieser Krankheit nur schwer zu ertragen sind.

Fibromyalgie hat leider einen sehr negativen Einfluss auf die Lebensqualität. Aufgrund der Einschränkungen kommt es deshalb auch sehr oft zu emotionalen Problemen und tiefer Traurigkeit.

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Es ist nicht einfach, diese Krankheit zu verstehen. Betroffene benötigen Unterstützung und Hilfe durch Ärzte, Psychologen und ihre Familie. 

Es ist grundlegend, alle Symptome zu beobachten, um gegebenenfalls frühestmöglich eine Diagnose stellen zu können.