Verzehr von Fisch bei rheumatoider Arthritis: Was du wissen solltest

· 4 November, 2018
Fisch ist reich an Omega-3, einer Fettsäure mit entzündungshemmenden Eigenschaften.

Die Symptome bestimmter Krankheiten können mit natürlichen Nahrungsmitteln behandelt werden. Dies ist bei rheumatoider Arthritis der Fall. Obwohl es derzeit keine Heilung dafür gibt, kann der Verzehr von Fisch bei der Linderung von Symptomen hilfreich sein.

Das Hauptsymptom der rheumatoiden Arthritis ist eine Entzündung der Gelenkinnenhaut. Interessanterweise haben Meerestiere eine Komponente mit entzündungshemmenden Eigenschaften: Omega-3.

Wer an dieser Krankheit leidet, kann eine Besserung der Symptome erkennen, wenn Fisch in die tägliche Ernährung aufgenommen wird. Erfahre im Folgenden mehr.

Was ist rheumatoide Arthritis?

Der Verzehr von Fisch kann Entzündungen in den Gelenken lindern

Diese Erkrankung hat die chronische Entzündung verschiedener Gelenke zur Folge. Dabei sind die Hände und Füße am meisten betroffen. Die Entzündung ist die Folge eines überreagierenden Immunsystems.

In manchen Fällen können sogar lebenswichtige Organe betroffen sein, wie z.B. das Herz. Tatsäschlich kann diese Störung mit dem Herz-Kreislauf-System verbunden sein.

Mit der Zeit kann die Krankheit zur Abnutzung von Knochen, sowie Gelenkdeformationen und Steifigkeit führen.

Omega-3 als Entzündungshemmer

Entzündungen sind eine normale Funktion des Immunsystems. Sie werden von spezialisierten weißen Blutkörperchen aktiviert. Omega-3 aktiviert den Rezeptor, der diese Entzündungsreaktion blockiert.

Dies ist ideal für Patienten mit rheumatoider Arthritis, da diese Entzündungsreaktion kontinuierlich und schmerzhaft ist.

Leider kann Omega-3 nicht natürlich vom menschlichen Körper aufgebaut werden und muss daher von außen zugefügt werden. Fisch ist dabei das Nahrungsmittel mit der höchsten Konzentration an Omega-3.

Du magst keinen Fisch? Kein Problem: Omega 3: nicht nur in Fisch

Auswirkungen von Omega-3

Omega-3 kann rheumatoide Arthritis reduzieren

Die Einnahme von 0,21 Gramm Fettsäuren pro Tag kann die Wahrscheinlichkeit einer rheumatoiden Arthritis um mehr als 50% reduzieren.

Die entzündungshemmende Wirkung mehrfach ungesättigter Fette beruht auf Eicosapentaensäure (EPA). Darüber hinaus kann sie Schmerzen lindern und der allgemeinen Gelenksflexibilität dienen.

Um Verbesserungen zu sehen, solltest du sicherstellen, dass diese Art von Fettsäure kontinuierlich aufgenommen wird. Denn es dauert mindestens zwei bis sechs Monate, um Verbesserungen bei Rheuma zu beobachten.

Sei vorsichtig mit Omega-6

Im Allgemeinen neigen wir dazu, eine größere Menge an Omega-6 mit unserer Ernährung aufzunehmen. Dies ist jedoch schlecht für diejenigen, die an rheumatoider Arthritis leiden, da diese Fettsäure entzündlich ist.

Aus diesem Grund ist es ratsam, eine Ernährung einzuhalten, die ähnliche Mengen an Omega-3 und Omega-6 enthält.

Der Verzicht auf Omega-6-Fettsäuren ist allerdings auch keine Option, da sie das Risiko für Herzkrankheiten verringern können.

Beim Verzehr von Fisch gilt: Fisch ist nicht gleich Fisch

Es ist wichtig zu wissen, ob eine Fischsorte eine hohe oder niedrige Omega-3 Konzentration hat

Beim Verzehr von Fisch ist es wichtig, Fischsorten zu wählen, die einen höheren Gehalt an Omega-3 als Omega-6 haben. Makrelen und Thunfische sind daher eine gute Wahl.

Weitere Optionen sind Sardellen, Garnelen und Kabeljau. Muscheln und Tintenfisch sind ebenfalls ausgezeichnete Quellen für Omega-3.

Außerdem haben Lachs und Sardinen eine hohe Konzentration, aber der Gehalt an Omega-6 ist viel höher. Aus diesem Grund werden sie weniger für eine entzündungshemmende Diät empfohlen. Zudem sollten sie in Maßen gegessen werden.

Lesetipp: 5 Symptome eines Defizits an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Mehrfach ungesättigtes Fett schützt zudem dein Herz

Wenn du dreimal pro Woche Fisch isst, hat dies auch einen Vorteil für die Gesundheit deines Herzens.  Das Risiko von Herzrhythmusstörungen, Herzkrankheiten und der plötzliche Tod durch Herzversagen kann durch den Verzehr von Fisch gemindert werden.

Dies ist auf mehrfach ungesättigte Fettsäuren zurückzuführen, die verhindern, dass überschüssiges Kalzium in dein Herz gelangt und zu Veränderungen im normalen Herzrhythmus einer Person führt.

Entzündungshemmende Ernährung

Achte beim Verzehr von Fisch darauf, wie du ihn zubereitest

Die Fettsäuren eines Fisches werden am besten konserviert, wenn dieser frisch oder gefroren ist. Fischkonserven können einen guten Teil ihrer Fettsäuren verlieren, was ihre entzündungshemmenden Eigenschaften beeinflusst.

Darüber hinaus ist das Braten von Fisch nicht ideal, da hierbei gesättigtes Fett hinzufügt wird. Dies hat dann den gegenteiligen Effekt. Daher ist es am besten, wenn du deinen Fisch beim Kochen dämpfst.

Sushi kann allerdings auch eine gute Option sein. Denn es bietet alle Vorteile, die Verzehr von Fisch mit sich bringt und ist schnell und gesund zubereitet.  

Mehr als nur Fisch

Fisch ist jedoch nicht das einzige Lebensmittel, in dem du mehrfach ungesättigtes Fett findest. Pflanzliche Öle, wie Oliven-, Mandel- und Sojaöl sind ebenfalls eine gute Quelle dieses hilfreichen Fettes. Des Weiteren finden sich in folgenden Lebensmitteln beträchtliche Mengen an Omega-3:

  • Linsen
  • Algen
  • Kichererbsen
  • Nüsse
  • Chiasamen

Unter den Obstsorten, enthalten lediglich Erdbeeren und Avocados diesen Nährstoff.

Die zahlreichen Nahrungsergänzungsmittel und sogar Medikamente, die Omega-3 enthalten, sind ein guter Indikator für die Wirksamkeit des gesunden Fettes. Denke deshalb daran, Omega-3 in deine tägliche Ernährung mit aufzunehmen, da es gut für dich und deine Gesundheit ist.