Woher kommen Muttermale?

16 Februar, 2020
Die meisten Menschen haben Muttermale, obwohl sie häufig nicht zu sehen sind. Viele dieser Flecken verschwinden im Laufe der Zeit, einige bleiben jedoch ein Leben lang.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Neugeborene Rötungen oder Pickel haben, die innerhalb weniger Wochen nach der Entbindung verschwinden. Muttermale sind jedoch oft bleibend und können mit zunehmendem Alter sogar noch markanter und ausgeprägter werden.

In den meisten Fällen sind Muttermale kein gesundheitliches Problem, doch ihr Aussehen und ihre Form kann sich verändern. In seltenen Fällen könnte dies ein Anzeichen für Hautkrebs oder andere Krankheiten sein.

Was sind Muttermale?

Muttermale

Verfärbungen der Haut eines Neugeborenen werden als Muttermale bezeichnet. Manchmal bilden sich diese Flecken während der Schwangerschaft und manchmal erscheinen sie einige Tage oder Wochen nach der Geburt. Man geht davon aus, dass 80 % der Menschen mit Muttermalen geboren werden.

Manche dieser Flecken sind das ganze Leben lang vorhanden, andere verschwinden einfach mit der Zeit. Grundsätzlich sollte man die Muttermale unabhängig von Größe, Stelle, Farbe oder Form immer vom Kinderarzt untersuchen lassen, um festzustellen, ob sie harmlos sind oder nicht.

Viele dieser Flecken, insbesondere die braunen, sind in den ersten Monaten des Babys kaum zu erkennen. In diesem Stadium sind sie eher heller und fallen daher nicht so sehr auf. Mit der Zeit werden sie dann meistens dunkler. Es gibt jedoch auch Muttermale, die etwas spezieller sind.

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Pigmentierte Muttermale

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Muttermalen: pigmentierte und vaskuläre. Innerhalb dieser beiden großen Gruppen gibt es wiederum einige Untergruppen mit differenzierten Merkmalen. Die pigmentierten Muttermale haben folgende Merkmale:

  • Dunkle und helle Flecken. Sie kommen am häufigsten vor und treten überall am Körper auf. Wenn das Kind wächst, kann es vorkommen, dass sie sich vermehren. Sollten sie vermehrt auftreten und größer als 0,5 Zentimeter sein, könnte es sich um eine Neurofibromatose handeln.
  • Die Mongolenflecken. Sie haben eine bläulich-graue Farbe und befinden sich oft am Gesäß oder am unteren Rücken. Diese kommen häufiger bei dunklen Hauttypen vor und verschwinden fast immer im Laufe der Jugend.
  • Maulwürfe. Maulwurf-Muttermale, die man bei der Geburt bekommt, nennt man angeborene Nävi. Diese Art von Muttermal bleibt ein Leben lang. Sie sind braun, gelbbraun oder schwarz und können flach oder wulstig sowie behaart sein. Wenn sie besonders groß sind, können sie in seltenen Fällen zu Krebs führen.

Vaskuläre Muttermale

muttermale

Die vaskulären Muttermale sind oft rot, violett oder rosa. Diese kommen am häufigsten vor:

  • Storchenbiss (Naevus occipitalis). Sie sind die häufigste Form eines vaskulären Muttermals und treten gewöhnlich an den Augenlidern, der Nase, der Oberlippe und am Hinterkopf oder Hals auf. Sie haben eine schwach rote Farbe und verschwinden fast immer vor dem 2. Lebensjahr.
  • Hämangiome. Sie können flach oder auch tief sein. Die flachen sind hellrot und die tiefen haben einen bläulichen Ton. Meistens verschwinden sie im Alter zwischen 5 und 9 Jahren und normalerweise erscheinen sie auf dem Kopf oder am Hals.
  • Portweinflecke. Sie treten hauptsächlich im Gesicht, am Hals, an den Armen oder Beinen auf. Diese Muttermale ähneln den Portweinflecken und neigen dazu, mit der Zeit dunkler und dicker zu werden, wenn sie unbehandelt bleiben. Die meisten sind dauerhaft und verschwinden nie.

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Warum entstehen diese Flecken auf unserer Haut?

Die Wissenschaft hat keine genauen Anhaltspunkte, warum Muttermale entstehen. Es ist auch nicht bekannt, warum sie verschwinden oder dauerhaft bleiben. Bei den pigmentierten Muttermalen weiß man allerdings, dass sie aufgrund einer Anhäufung von Melanozyten in einem bestimmten Bereich der Haut entstehen.

In diesen Fällen ist mehr Melanin vorhanden, als vorhanden sein sollte, und die Haut ist ein wenig transparent. Da Melanin in verschiedenen Tiefen der Haut vorkommt, haben sie unterschiedliche Farbtöne.

Die vaskulären Muttermale hingegen entstehen durch eine falsche Entwicklung der Blutgefäße. Manchmal gibt es mehr davon in einem bestimmten Bereich oder sie sind breiter als üblich.

Im Zweifelsfall empfiehlt es sich natürlich immer, zum Kinderarzt zu gehen. Der Spezialist sollte wissen, ob es sich um ein Muttermal handelt, der weitere Untersuchungen erfordert oder nicht. Doch nur in seltenen Fällen sind genauere Diagnosen notwendig.

Guadalajara, P. C. A. (2009). Manchas feas, buenas y malas. J Am Acad Dermatol, 61(1), 1-14.